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Freitag, 22. Oktober 2021

Herren 1, 2. Liga, STV Willisau – HC Hopfenperlen
am Samstag, um 17:30 Uhr, Willisau Hallenbad

Nach exakt drei Wochen Spielpause kehren die Willisauer Herren in den Meisterschaftsmodus zurück: Am Samstagabend soll in der heimischen Hallenbadhalle an die jüngst starken Leistungen angeknüpft werden und ein Sieg gegen den HC Hopfenperlen resultieren.

von Ramon Marti

Nach drei gespielten Meisterschaftsrunden und drei eingeheimsten Punkten (ein Sieg, ein Unentschieden und eine Niederlage), lautete Trainer Arno Hubers auf den ersten Blick etwas widersprüchliche sportliche Fazit: «Mit der verlorenen Heimpartie gegen Sursee war ich am meisten zufrieden.» Selbstverständlich seien Punkte und Siege letzten Endes das, was zähle. Jedoch habe ihn das sportlich Gezeigte im letzten Spiel vor der Pause am meisten überzeugt: «Das war eine sackstarke Leistung.» Wille, Einsatz, Kampf, Passqualität und Druck – an nichts davon habe es gefehlt. «Das war mit der beste Match seit Jahren von meinem Team», geriet der Übungsleiter im Nachhinein der Partie ins Schwärmen, der «einfach nur stolz und zufrieden» war.

Als Aussenseiter nichts zu verlieren

Seit diesem letzten Meisterschaftsspiel hat das Team im Cup gegen die zwei Ligen tiefer klassierte HSG Mythen-Shooters reüssiert und damit die nächste Runde erreicht – und anschliessend eine Spielpause bekommen. Nach dem Geschmack von Arno Huber etwas zu früh: «Sportlich gesehen kommt der Unterbruch nicht im günstigsten Zeitpunkt, sind wir doch nun so richtig in Fahrt gekommen», meinte er nach dem Sursee-Spiel. Lieber hätte er noch ein oder zwei Partien angehängt. «Dies hätte auch etwas mehr Aufschluss und Anhaltspunkte gegeben.» Einen speziellen Fokus im Training hatten sie daher in dieser Pause nicht gelegt, vielmehr sei es um «das Ausbauen und Verbessern des eigenen Spielcharakters» gegangen.

Denn wie so oft in ihrer neuen Gruppe kennt das Herren-Fanionteam auch die Spielweise ihres nächsten Gegners nur vom Hörensagen. Den HC Hopfenperlen, zum HSC Suhr Aarau gehörend und ehemalige Spieler aus der Nationalliga A und B in ihrem Kader haltend, schätzt der 41-Jährige darum auch als potenziell stärkster Opponent der Gruppe ein. «Wir gehen als klarer Aussenseiter in die Partie und haben daher auch nichts zu verlieren.» Nichtsdestotrotz melden die Willisauer Handballer auch für diesen Fight ihre Ambitionen an: «Wir wissen, dass wir gegen stärkere Gegner meist auch eine starke Performance an den Tag legen. Dies soll auch am Samstag der Fall sein.»

Ohne Schmidiger, aber mit viel Vorfreude

Personell muss Huber bei zwei seiner Schützlinge noch ein Fragezeichen setzen. Mit Sicherheit nicht zur Verfügung stehen wird Kreisläufer Nick Schmidiger – und mit ihm eine wichtige Stütze des Teams. «Nick wird uns sicher fehlen, aber wir wollen nicht fehlenden Spielern nachtrauern, sondern mit denen planen, die fit sind.» Dies biete immer auch eine Chance für andere, sich zu zeigen.

Klar ist: Ob die Spielpause nun gelegen kam oder nicht, die Motivation und Vorfreude im Team auf die kommende Meisterschaftspartie in der eigenen Halle wird umso grösser sein. Und sollen sogar Punkte her, so gilt es für Hubers Mannen nun, an die Leistung gegen Sursee – im «besten Match seit Jahren» – anzuknüpfen.

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