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Freitag, 30. November 2018

Herren 1, 2. Liga: BSV RW Sursee - STV Willisau
am Sonntag, 16 Uhr, Stadthalle Sursee

Die Willisauer Handballer konnten in den letzten zwei Monaten spielerisch und resultatmässig nicht überzeugen. Vor dem Auswärtsspiel in Sursee erkundigte sich der WB bei Sportchef Philipp Mehr nach den Gründen.

von Lars Limacher

Von den vergangenen sechs Partien verlor das Männer-Fanionteam des STV Willisau deren fünf. Darunter waren auch drei Niederlagen gegen Mannschaften, die in der Tabelle hinter den Willisauern klassiert waren. Der Blick auf die Tabelle gibt (noch) keinen Anlass für Unruhe. Die Huber-Truppe bewegt sich zwar im hinteren Mittelfeld, aber noch vor den Abstiegsrängen.
Trotzdem werfen die schwachen Leistungen der vergangenen Wochen Fragen auf. Zumal die Hinterländer ursprünglich sehr gut aus den Startlöchern gekommen waren. «Im September haben wir einige tolle Spiele abgeliefert und einfachen, geradlinigen Handball gespielt», sagt Sportchef Philipp Mehr. «Leider sind in der Folge ein paar schwache Partien dazugekommen und schon beginnt man, in gewissen Situationen zu zögern», erklärt Mehr weiter. Es würden dann falsche Entscheidungen getroffen und oft sei man den «berühmten Schritt» zu spät.

Ruhe bewahren

Es dürfe aber auch in der aktuellen Situation nicht vergessen werden, wie jung die Willisauer Mannschaft ist. «Da gehören Leistungsschwankungen dazu», sagt Mehr. Gerade in den Spielen gegen schwächere Teams machte sich die Unerfahrenheit bemerkbar. Es fehle ein typischer Leader, wie Raphael Häfliger dies sein könnte. «In knappen Partien ist es enorm wichtig, jemanden im Team zu haben, der die Marschrichtung vorgibt.» So ein Spieler fehlt den Willisauern aktuell.
Dass primär ein mentales Problem Ursache für die schwachen Leistungen ist, glaubt Philipp Mehr nicht. «Es ist schwierig zu sagen, woran es genau liegt. Sollte ein mentales Problem vorliegen, ist es ohnehin anspruchsvoll, kurzfristig etwas zu ändern.» Auf lange Sicht könne jedoch durchaus Einfluss genommen werden. Etwa indem Spielsituationen im Training immer und immer wieder simuliert und verinnerlicht werden. «Und genau daran arbeitet das Trainerteam, Woche für Woche», erklärt Mehr. Momentan sei es wichtig, Ruhe zu bewahren und die richtigen Lehren aus den letzten Spielen zu ziehen.