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Freitag, 21. Februar 2014

«Danke vöumou ond bes gli!»

Was für ein strahlend schöner Donnerstagmorgen hier in Sotschi. Ich sitze gerade auf dem Sessellift und begebe mich zu den Ski-Freestylern auf deren Halfpipe. Ich bin gespannt und hoffe auf eine Schweizer Medaille! Jetzt, so völlig ohne Druck und losgelöst von allen Verpflichtungen, kann ich die Olympischen Spiele noch ein wenig geniessen. Ich trete erst am Montag die Heimreise an.

Geniessen – ein gutes Stichwort. Wir haben unseren Diplomrang noch bis spät in die Nacht (oder war es schon Morgen?) genossen. Mit unserer ganzen Fangruppe. Wir haben zwar keine Medaille geschafft – dafür hätten unsere Fans eine solche verdient. Sie waren die Besten. Ganz klar. Laut, optimistisch, aufgestellt und immer bereit, uns so richtig schweizerisch mit Trychle-Klängen und Hopp-Schwiiz-Rufen zu unterstützen.

Jaja, die Medaille. Ich weiss, ich habe ja selber davon gesprochen. Aber ich habe auch immer erwähnt, dass uns vier Traumläufe gelingen müssen, wenn das Realität werden soll. Diese vier Top-Runs hatten wir nicht. Umso glücklicher sind Tanja und ich jetzt, dass wir am Mittwoch noch zwei Ränge gutmachten und ein Olympisches Diplom erkämpften.

Für mich ist die Bobkarriere nun zu Ende, was ich ja im «Böttu» exklusiv angekündigt habe. In Sotschi machte ich es nun auch noch für den Rest der Schweizer Medien offiziell. Ich muss nun zuerst ein wenig Abstand gewinnen und freue mich «auf das Leben danach». Aber der Sport wird bei mir immer eine Rolle spielen. Der Sport war und ist die beste Lebensschule. Mein Dank geht an meine Sponsoren, Fans, meine Familie und Freunde, die nach Sotschi gereist sind. Aber auch an jene, die mir zu Hause im Luzerner Hinterland, in Altbüron und Willis-au ganz speziell, die Daumen gedrückt haben. Danke vöumou. Bes gli... ond...

Uf Wederluege!

Fabienne Meyer