Matchvorschau
Der jüngste Derby-Sieg gegen Dagmersellen verschafft den Willisauer Handballern etwas Luft im Abstiegskampf. Doch zum Aufatmen ist es zu früh – das Restprogramm der Saison hat es in sich.
von Ramon Marti
Laut war ihr Freudenschrei, als die Handballer des STV Willisau vor Wochenfrist jene des TV Dagmersellen zuhause mit 32:28 besiegten (der WB berichtete). Nach dem schlechteren Beginn – zweimal lag man in der ersten Halbzeit mit drei Toren im Hintertreffen – haben sich Frederik Lutz und seine Teamkollegen in die Partie hineingebissen. «Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben Charakter gezeigt und uns miteinander zurückgekämpft.» Nach zuvor drei Derby-Niederlagen in Folge hat die Aussicht auf Rehabilitation in der eigenen Halle zusätzlich Ansporn gegeben. «Von der ersten Minute an war zu spüren, dass es um mehr geht als nur um zwei Punkte.»

Konnten über den Derby-Sieg über Dagmersellen jubeln: die Willisauer Handballer. (Foto: Patrik Birrer/WB)
Die Top-3 wartet
Dabei sind es insbesondere die beiden Zähler, die für die Willisauer in der Endabrechnung noch entscheidend sein könnten. Fünf Partien vor Saisonende liegt der STV Willisau auf Rang 8 – lediglich einen respektive drei Punkte vor den Barrage-Plätzen 10 und 11. «Wir kennen die Tabellensituation. Der Sieg war enorm wichtig», weiss Lutz. «Doch fast noch wichtiger ist das Selbstvertrauen, das wir daraus ziehen.»
Auch wenn der Derby-Erfolg den Hinterländern etwas Luft verschafft – zum Aufatmen ist es zu früh. Denn das Restprogramm hat es in sich: In drei der fünf Partien geht es gegen die derzeit drei besten Teams der Gruppe. Trotz des Resultatedrucks im Kampf gegen den Abstieg freut sich der 18-Jährige auf die David-gegen-Goliath-Duelle. «Ich sehe sie als Chance. Da kannst du individuell und als Team zeigen, was du draufhast.»

Ich bin stolz auf die Mannschaft. Wir haben Charakter gezeigt und uns miteinander zurückgekämpft.
Wir kennen die Tabellensituation. Der Sieg war enorm wichtig. Doch fast noch wichtiger ist das Selbstvertrauen, das wir daraus ziehen.
Frederik Lutz, Herren 1, über den Derby-Sieg gegen den TV Dagmersellen.
«Das Feuer muss brennen»
Die erste dieser Chancen bietet sich morgen Nachmittag auswärts in Muri. Ab 16 Uhr gehen die Willisauer Handballer beim Drittplatzierten auf Punktejagd und wollen den Schwung vom letzten Wochenende mitnehmen. «Wir haben bewiesen, dass wir auch unter Druck funktionieren. Das stimmt mich zuversichtlich.» Aber geschenkt wird ihnen nichts, dessen ist sich Lutz bewusst. «Wir müssen denselben Willen, denselben Teamgeist auf den Platz bringen. Das Feuer in uns muss brennen», fordert er. Insbesondere in diesen letzten, entscheidenden Spielen sei die Mentalität entscheidend. «Die Saison war lang und intensiv. Jetzt kommt es darauf an, nochmals alles herauszuholen.»






