Die Korbballerinnen des STV Willisau zogen am Sonntag beim Rückrundenstart der Schweizer Meisterschaft in Büsingen keinen guten Tag ein. Sie verloren ihre drei Spiele in der Nationalliga B und rutschten in der Tabelle auf den neunten Rang ab. Die Enttäuschung über den Verlauf des Spieltags war danach riesig. «Wir hatten uns viel vorgenommen und ein gutes Gefühl gehabt. Doch es wollte einmal mehr nicht sein», sagte Spielertrainerin Mirjam Isenschmid.
Die erste Partie gegen Madiswil-Aarwangen war ziemlich ausgeglichen. Die Willisauerinnen legten dabei vor, reüssierten besonders mit Weitschüssen. Doch die Gegnerinnen blieben dran, suchten vor allem den Weg über die Centerposition. Die körperliche Überlegenheit konnten sie hierbei ausspielen. Zur Pause stand es Unentschieden. Nach dem Wiederanpfiff ging es im gleichen Stile weiter, wobei es Madiswil-Aarwangen gegen Ende gelang, sich etwas abzusetzen. Der STVW blieb jedoch dran, kämpfte sich nochmals auf 8:9 heran. Kurz vor dem Schlusspfiff wurde den Willisauerinnen noch ein Penalty zugesprochen. Doch dieser konnte nicht verwertet werden – und einmal mehr musste Willisau mit einem knappen Resultat als Verliererin vom Platz.
Nun standen noch die beiden wichtigen Partien gegen Urtenen 2 und Pfyn an, die in der Tabelle direkt vor beziehungsweise hinter den Hinterländerinnen platziert waren. Gegen Urtenen 2 verlief die erste Halbzeit erneut ausgeglichen. Die Grafenstädterinnen waren erfolgreich, wenn sie mit Tempo kamen. Das Team aus Urtenen holte immer wieder Penaltys heraus und kam so unter anderem zu seinen Körben. Nach dem Wiederanpfiff schwächselte Willisau ein wenig, wodurch die Gegnerinnen etwas davonzogen. Erneut kämpfte sich das Team zurück, kam bis auf einen Korb wieder an Urtenen heran. Doch diesmal wurde die Defensive in dieser Phase zu löchrig, die Gegnerinnen kamen nun leichter unter den Korb. Im Angriff agierten die Willisauerinnen teilweise zu überhastet und nahmen sich so die Chance, noch einmal zur Schlussoffensive anzusetzen. So resultierte eine 6:9-Niederlage.
Nun schlugen die Alarmglocken, zwei Punkte gegen Pfyn waren dringend nötig. Doch die Hitze machte sich bemerkbar, der Energietank war langsam leer. Nichtsdestotrotz mobilisierten die Willisauerinnen alle Kräfte, versuchten nochmals, schnelle Angriffe zu lancieren. So zogen sie zu Beginn auf 4:2 davon. Doch dann drehten die Thurgauerinnen auf, sie trafen plötzlich aus allen Lagen und kehrten das Skore bis zur Pause. Pfyn konnte besonders die körperliche Überlegenheit unter dem Korb ein ums andere Mal ausspielen. Und Willisau haderte immer mehr im Angriff, aus guten Positionen vergab man wichtige Chancen. Zwar glichen die Grafenstädterinnen fünf Minuten vor Schluss die Partie nochmals aus. Doch Pfyn reüssierte erneut über die Centerposition. Und weil Willisau beim letzten Angriff den Ball nochmals aus der Hand gab, blieb das Resultat bei 9:8 zugunsten der Thurgauerinnen.
Woran es lag, dass Willisau an diesem Tag keine Punkte mit nach Hause nehmen konnte, ist für Mirjam Isenschmid schwierig zu sagen. «Wir liessen sicherlich zu viel zu in der Defensive, das hatte unter anderem auch mit der körperlichen Überlegenheit der Gegnerinnen zu tun. Und im Angriff konnten wir einmal mehr unsere guten Chancen nicht immer ausnutzen.» Auch das Mentale mache dem Team derzeit zu schaffen. «Wenn man zum siebten Mal in dieser Saison mit einem Korb Unterschied verliert, setzt sich dies langsam auch in den Köpfen fest, wodurch man sich verkrampft.»
Noch haben die Willisauerinnen zwei Spieltage, in denen sie die Möglichkeit für Punkte haben und sich so vom Abstiegsplatz noch hocharbeiten können. Gleich nächsten Sonntag geht es weiter in Brügg. Gegen Erschwil-Grindel 2, Wolfenschiessen und Zihlschlacht 2 treffen die Willisauerinnen auf starke Gegnerinnen. Doch Punkte sind machbar. «In der Vorrunde verloren wir diese drei Spiele alle mit einem Korb Unterschied. Wir sind an den Gegnerinnen dran. Nun müssen wir noch auf den Platz legen können, was wir drauf haben.» (fmü)
Die Spiele der Willisauerinnen am nächsten Sonntag:
11.15 Uhr STVW – Zihlschlacht 2
12.45 Uhr STVW – Wolfenschiessen
14.15 Uhr STVW – Erschwil-Grindel 2






