Matchvorschau: Lichtblick zum November-Ende?
Herren 1, 1. Liga, HSG EhrEndingen Celtics – STV Willisau // am Freitag, 28. November 2025, um 20.30 Uhr, Baden Aue
Der November war für die Willisauer Handballer bislang ein hartes Pflaster. Können sie heute Abend gegen den Tabellenzweiten doch noch punkten?
von Ramon Marti
Während die erste Hälfte des Novembers zwar noch Sonnenstrahlen und T-Shirt-Temperaturen zuliess, ist die Sicht der Handballfans des STV Willisau bereits seit Beginn des Monats trüber geworden, denn: Das Fanionteam der Herren hat zuletzt dreimal in Folge verloren. «Wir müssen den November als Team abhaken, unsere Lehren daraus ziehen und nach vorne schauen», meint Rückraumspieler Iwan Grüter.
Doch wie trüb ist diese kleine Niederlagenserie tatsächlich? Eine Einordnung zeigt, dass die Alarmglocken noch nicht zu läuten brauchen – und es auch im Nebelmonat durchaus Lichtblicke gab.
Starke Gegner
Sämtliche November-Partien der Willisauer haben gemeinsam, dass auf der Gegenseite starke Kontrahenten standen: Zwei der drei Gegner waren aus den Top 4 der aktuellen Tabelle, während die dritte Niederlage auswärts im Derby in Dagmersellen resultierte – ein Duell, das in den letzten Jahren immer heiss umkämpft ist, sodass letztlich Details und das berühmte Quäntchen Glück die Begegnungen entscheiden.
Vor Wochenfrist gegen den Tabellendritten Altdorf, der mit sieben Siegen de Suite in bestechender Form ist, zeigten die Hinterländer zuhause eine starke Leistung und verloren nur knapp (36:39). «Wir haben miteinander bis zum Schluss gekämpft», findet auch Grüter lobende Worte. Gefehlt habe es letztlich an der Verteidigungsarbeit und einem kleinen, aber folgenreichen Einbruch nach gut 40 Minuten. «Das darf uns nicht erneut passieren, da müssen wir uns an der eigenen Nase nehmen.»
Das nächste Schwergewicht
Die letzte Gelegenheit, im November doch noch Zählbares zu holen, bietet sich den Willisauern heute Abend. In Baden wartet mit der HSG EhrEndingen Celtics aber das nächste Schwergewicht: Gemessen an Verlustpunkten stehen die Aargauer punktgleich mit dem Spitzenreiter an der Tabellenspitze. «Wenn wir 60 Minuten abliefern, können wir gegen alle mithalten. Wir wollen an der Leistung gegen Altdorf anknüpfen und brauchen volle Konzentration und Überzeugung.»
In genau solchen Situationen könnte Iwan Grüter enorm wichtig werden. Der 25-Jährige spielt seit der Saison 2018/19 in der ersten Mannschaft und hat seither 122 Spiele (395 Tore) bestritten hat, nachdem er schon die ganze Jugendabteilung beim Heimverein durchlaufen hat. Damit weist er im jungen Kader mit die grösste Erfahrung aus. «Ich versuche als Vorbild voranzugehen und in schwierigen Situationen auch etwas Ruhe hineinzubringen.» Ob dies heute ausreicht, um in Baden wortwörtlich Oberwasser zu haben und nicht auf Tauchgang zu gehen? Punkte würden die trübe Novembersicht doch noch etwas aufhellen.






