Am Samstag kommt es in Willisau zu einer Premiere: Die Schlussrunde der Wintermeisterschaft der 1. Liga Korbball Damen- und Herren-Teams findet in der Hallenbad-Halle statt. Vor allem der STVW-Korbball-Chef Ruedi Wermelinger war es, der diesen Event nach Willisau geholt hat. Er stellte bei der IVK den Antrag, die Schlussrunde dezentral durchzuführen. «Der Korbballsport muss wieder mehr in den Regionen gesehen und nicht nur in Luzern durchgeführt werden. Das zeigen auch die sinkende Zuschauerzahl und Anzahl Teams.»

Als der Antrag an der Delegiertenversammlung angenommen wurde, stellte sich der STVW als Organisator zur Verfügung. Unterstützt wurde der Verein auch durch die Menznauer Teams, die den Antrag mittrugen. «Die Menznauerinnen werden uns zusätzlich mit Helferinnen unterstützen. Das hilft uns sicher, dass nicht alles auf unseren Schultern liegt.» Die Planung sei bisher gut verlaufen, das OK sehr engagiert. «Es lief sehr gut. Es gab aber schon einige Herausforderungen.» So zum Beispiel die Infrastruktur in der Hallenbad-Halle, mit der sich die Korbball-Riege kaum auskennt. «Unser alljährliches Hallenturnier findet immer in der BBZ statt. Weil diese belegt ist, nutzen wir die Hallenbadhalle. Dort ist sicherlich die Anzahl Garderoben auch eher knapp. Wir sind aber zuversichtlich, dass alles klappt.»

Wermelinger erhofft sich, dass Zuschauende aus der ganzen Region dabei sein werden, um einmal Korbball zu schauen – gerade auch Junge. «Im Gegensatz zu unserem Hallenturnier geht es hier um Meistertitel und Medaillen, die vergeben werden. Das ist sehr attraktiv.» Und einen Ansporn hat Wermelinger auch noch: «Ich möchte dem Verband zeigen, dass es auch möglich ist, neue Wege zu gehen, und dass dies funktionieren kann.

Gerade auch die beiden Heimteams, die um den Abstieg aus der obersten Liga kämpfen, brauchen den Support der Zuschauenden. Die Willisauerinnen liegen derzeit mit einem Punkt Rückstand auf dem letzten Rang. Dabei kommt es auch noch zum Direktduell mit dem Team aus Küssnacht, das der STVW mit einem Sieg überholen könnte. Weiter kommt es noch zu Partien gegen Unterkulm, Urtenen 2 und Wolfenschiessen. Punkte liegen gegen alle Teams drin, doch einfach wird das Unterfangen gegen die starken Gegnerinnen nicht. «Wir wollen am Samstag den Heimvorteil nutzen und den Ligaerhalt sichern. Das ist das oberste Ziel», sagt Spielertrainerin Fabienne Dubach. Um nochmals in den Ernstkampf-Modus zu kommen, absolvierten sie am Mittwoch noch ein Trainingsspiel gegen Madiswil-Aarwangen. «Wir sind gewappnet und motiviert, die Saison positiv abzuschliessen. Dass wir in Schlussrunden das Blatt noch wenden können, haben wir in den letzten beiden Sommersaisons gezeigt.»

Noch schwieriger wird der Ligaerhalt für die Willisauer Herren. Weil der STVW das zweite Jahr in Folge die Schiedsrichterpflicht nicht erfüllen konnte, erhält der Verein eine Busse und ein Team wird mit fünf Punkten Abzug bestraft. Das Herren-Team haben diese Strafe auf sich genommen. Weil die Mannschaft derzeit auf dem zweitletzten Rang mit zwei Punkten Vorsprung auf Bözberg liegt, müssen noch mindestens drei Punkte zwischen die Teams gebracht werden, damit der Ligaerhalt geschafft werden kann. Das ist nicht unmöglich. Die Willisauer treffen noch auf das erwähnte Bözberg im Direktduell. Dazu kommt es noch zum Derby mit Trainingspartner Hergiswil und zur Partie gegen Leader Hausen am Albis. Spielertrainer Kilian Mühlemann sagt: «Auch wenn die Ausgangslage schwierig ist, geben wir nochmals alles, um das Blatt zu wenden. Wir erhoffen uns natürlich auch einen Heimvorteil – mit dem Publikum im Rücken wollen wir das Ziel Ligaerhalt erreichen.» (fmü)

Die Spiele der Willisauer Teams:

Damen:

9.30 Uhr STVW – Küssnacht
10.30 Uhr STVW – Unterkulm
12.30 Uhr STVW – Urtenen 2
15.30 Uhr STVW – Wolfenschiessen

Herren:

10 Uhr STVW – Hergiswil
12 Uhr STVW – Hausen a. A.
14 Uhr STVW – Bözberg