Nach Wochen der Vorbereitung galt es am Samstag wieder ernst für die Korbballerinnen und Korballer: Der Saisonauftakt der Innerschweizer Meisterschaft im Alpenquai Luzern stand bevor. Dies auch erstmals mit veränderten Regeln: Neu stehen in allen Ligen pro Team nur noch fünf Spielerinnnen oder Spieler auf dem Feld. Die Willisauerinnen wollten in der 1. Liga nach der schwierigen Sommersaison mit dem knappen Ligaerhalt ihr Können zeigen. Trotz guter Leistung schaute jedoch am ersten Spieltag nur ein Punkt aus vier Spielen heraus.

Das Spiel gegen Unterkulm war eines auf Augenhöhe, das sich sehr ausgeglichen zeigte. Beide Teams traten mit einer starken Defensive auf, konnten aber im Angriff nur wenige Körbe erzielen. Nach den ersten zwölf Spielminuten betrug der Punktestand 3:3. Auch in der zweiten Halbzeit gelang es keinem der beiden, einen Vorsprung zu erspielen. So endete das erste Spiel der Saison mit 5:5.

Danach begegnete Willisau den amtierenden Schweizer Meisterinnen aus Urtenen. Zu Beginn wurde das Willisauer Team von den agilen und treffsicheren Bernerinnen überrascht und gingen mit 2:6 in Rückstand. Nach einigen Minuten fingen sich die Hinterländerinnen und schlossen bis zur Halbzeitpause auf zwei Körbe zu den Gegnerinnen auf. Auch nach dem Wiederanpfiff gab es für die Zuschauerinnen und Zuschauer ein spannendes Spiel auf hohem Niveau zu bestaunen, das sich vor allem durch das schnelle Tempo und viele Korbtreffer auszeichnete. Dank grossem Einsatz kamen die Willisauerinnen bis auf einen Korb an Urtenen heran, somit stand es beim Schlusspfiff 11:12. „Wir haben als Team gemeinsam gekämpft und sind stolz, dass wir Urtenen so fordern konnten. Trotzdem ist es schade, dass am Ende keine Punkte herausschauten“, kommentiert Captain Fabienne Mühlemann den Ausgang der Partie.

Direkt im Anschluss durften sie sich wieder mit Bernerinnen messen. Dieses Mal mit dem zweiten Team aus Urtenen. Das Spiel war lange ausgeglichen. Die zweite Halbzeit gelang jedoch aus Sicht der Willisauerinnen weniger. Im Angriff kam es zu Eigenfehlern und die Chancenverwertung liess zu wünschen übrig. Diese Patzer spiegelten sich im Endresultat von 7:10 zu Gunsten der Gegnerinnen wider.

Zum Abschluss des ersten von drei Spieltagen begegneten die Grafenstädterinnen dem gut bekannten Team aus Küssnacht. Dieses hatte nach dem Cup-Aus vor zwei Wochen noch eine Rechnung mit Willisau offen. Dementsprechend entschlossen traten sie auf. Die beiden Teams lieferten sich ein hartes Spiel mit mehreren 2-Minuten-Strafen. Die Küssnachterinnen legten eine starke Trefferquote an den Tag, denen Willisau nichts entgegen zu setzen hatte. Nach 24 gespielten Minuten musste sich das Team mit 10:13 ein drittes Mal an diesem Tag geschlagen geben.

Ebenfalls ein Punkt für die Willisauer

Auch dem Willisauer Herrenteam gelang der Start in die Saison in der 1. Liga nicht nach Mass. Von Verletzungspech in den letzten beiden Wochen heimgesucht, schien es beinahe so, als ob das Team ohne Auswechselspieler nach Luzern reisen müsste. Glücklicherweise konnte dank grösster Flexibilität dennoch eine adäquate Lösung gefunden werden. Somit konnten sechs Willisauer Spieler in Luzern antreten.

Im ersten Spiel trat das erfahrene Willisauer Team gegen die erste Mannschaft aus Menznau an. Obwohl die Menznauer als klarer Favorit ins Spiel starteten, gelang es den Willisauern, ihnen Paroli zu bieten. In der Pause stand das spannende und intensive Spiel 4:3 für Menznau 1. Dieser bauten ihren Vorsprung in der zweiten Halbzeit aus und gewannen den Match mit 12:9.

Nach einer ausgedehnten Pause hiess die zweite Partie Willisau gegen Bözberg. Das Spiel war von sehr vielen 2-Minuten-Strafen geprägt. Dies war weniger der spielerischen Härte als vielmehr einer strengen, aber konsequenten Auslegung des neuen Reglements geschuldet. Die Willisauer hatten Mühe ins Spiel zu finden. Besonders die erste Halbzeit war vor vielen Eigenfehlern und wenigen – aber schlussendlich entscheidenden – vergebenen Chancen gekennzeichnet. Am Schluss stand es 7:7.

Nach einer erneuten längeren Pause starteten die Willisauer im dritten Spiel wieder als Underdog. Die Spieler aus Hausen am Albis waren vielen Willisauern technisch, körperlich und konditionell überlegen. Trotz den eher bescheidenen Vorzeichen wuchs die Mannschaft rund um Captain Manuel Aregger über sich hinaus. Sie legten eine starke Mannschaftsleistung an den Tag und verlangten den Männern aus Hausen einiges ab. Leider ergab sich dennoch nichts Zählbares und der Match ging mit 8:9 verloren.

Zu guter Letzt hiess der Gegner Menznau 2. Die beiden Teams boten den treuen Fans ein spannendes und attraktives Spiel. Beide Mannschaften spielten über weite Strecken ebenbürtig. Einzelne Willisauer spielten überragend – so manches freche Dribbling, welches mit einem einhändig geworfenen Traumkorb gekrönt wurde, verzauberte die Fans und Mitspieler gleichermassen. Trotzdem entschieden die Menznauer die Partei am Ende für sich.

Das Fazit: Das Willisauer Team überzeugte mit einer sehr guten Teamleistung. „Da es uns gelang, mit den besseren Teams aus Hausen und Menznau mitzuhalten, wären ein bis zwei Punkte mehr möglich gewesen“, bilanzierte das Team. Am kommenden Sonntag wird sich zeigen, ob es der Herrenmannschaft gelingt, die Leistung in zählbare Punkte umzumünzen.

Damen 2: Leider keine Punkte

Das Damen 2 startete zum ersten Mal in dieser Konstellation. Am Samstag trafen sie in der 3. Liga, die mit der U21 gemischt ist, auf vier Gegnerinnen. Nämlich auf Schüpfheim, Hausen, Santenberg und Grosswangen. Die jungen Willisauerinnen, die teilweise noch kürzlich in der Jugend gespielt hatten, schlugen sich wacker und fanden immer besser ins Spiel. Leider schauten keine Punkte heraus. Doch nächste Woche bietet sich bereits die nächste Chance auf Punkte.

U14: Erste Ernstkämpfe

Am Korbball-Tag der Jugend in der Kategorie U14 zeigten die Mädchen eine starke und engagierte Leistung. Trotz harter Gegnerinnen gelang es dem Team, immer wieder gute Spielkombinationen aufzubauen.Besonders wertvoll war die Unterstützung von drei Mädchen aus Escholzmatt, die diese Saison aushelfen werden. Das Zusammenspiel funktionierte toll, sodass das Team schnell zueinander fand.

Insgesamt konnten die Spielerinnen ein Match für sich entscheiden und verloren drei Spiele. Dennoch überwog der positive Eindruck: Kampfgeist, Teamwork und Spielfreude waren in jeder Begegnung deutlich zu sehen. Für die Mädchen war es ein lehrreicher Tag, der Mut macht.

(ah/mb/jb)