Matchbericht
Herren 1, Meisterschaft, STV Willisau – TV Muri, 31:41 (17:21) Samstag, 15.11.2025
Die Willisauer starteten mit viel Freude und Selbstvertrauen in die Partie, mussten sich am Ende jedoch klar geschlagen geben. Trotz einer starken Phase zu Beginn der zweiten Halbzeit fehlten über die gesamten 60 Minuten der nötige Teamgeist und die Konsequenz im Angriff.
Von Frederik Lutz
Mit einer intensiven und guten Trainingswoche im Rücken ging das Herren 1 des STV Willisau motiviert in das Heimspiel gegen den TV Muri. Schon vor Spielbeginn war klar, dass der Gegner höher klassiert ist und mit viel Tempo sowie starken Rückraumspielern auftreten würde. Die Willisauer wussten, worauf sie sich einstellen mussten, und nutzten die Anfangsphase, um selbstbewusst in die Partie zu kommen.
Bis zur rund 10. Minute gelang das auch hervorragend. Die Deckung arbeitete solide, im Angriff wurden Lösungen gefunden und das Tempo gut mitgetragen. Immer wieder gelang es, den Gegner auszubremsen und selbst Akzente zu setzen. Doch im weiteren Verlauf der ersten Hälfte fanden die Gäste zunehmend besser ins Spiel. Schritt für Schritt setzten sie sich ab, auch wenn Willisau immer wieder herankam. Bis zur 21. Minute stand es 14:14 – ein klares Zeichen, dass Willisau mithalten konnte.
In den letzten Minuten vor der Pause schlichen sich jedoch Fehler ein, die sofort bestraft wurden, und so ging es mit einem 17:21-Rückstand in die Kabine.
Aufholjagd und der Bruch
Die Willisauer kamen mit viel Energie aus der Pause zurück. Bereits nach fünf Minuten der zweiten Halbzeit war der Ausgleich geschafft: 23:23. In dieser Phase agierte das Team konzentriert, geduldig und vor allem gemeinsam – die Körpersprache stimmte. Die Halle stand hinter der Mannschaft und die Richtung war klar.
Doch genau in dieser Situation geschah das Gegenteil von dem, was nötig gewesen wäre. Anstatt den Schwung mitzunehmen, verlor Willisau den Faden. Technische Fehler, ungenaue Abschlüsse und fehlende Absprachen in der Deckung führten dazu, dass Muri erneut davonzog. Das Team spielte nicht mehr als Einheit – etwas, das sich in den letzten 15 Minuten deutlich bemerkbar machte.
Nach 45 Minuten war der Rückstand wieder auf vier Tore angewachsen. Von da an kam Willisau auch nicht mehr näher heran. Die Fehlerquote blieb hoch und die Gegner nutzten ihre Stärken konsequent aus.
Am Ende stand ein klares 31:41 auf der Anzeigetafel.
Fazit und Ausblick
Auch wenn das Resultat am Ende deutlich ausfiel, war es keineswegs ein Spiel, in dem Willisau chancenlos war. Die Mannschaft zeigte zu Beginn der Partie und direkt nach der Halbzeit, dass sie mit einem starken Team mithalten kann. Doch entscheidend war etwas anderes: Willisau hat das Spiel nicht verloren, weil der Gegner besser war, sondern weil das eigene Team aufgehört hat, gemeinsam zu spielen. Der Kopf wurde hängen gelassen, die Körpersprache wurde schwächer, und die Energie in Angriff und Deckung ging verloren.
Positiv hervorzuheben ist die grosse Unterstützung der Zuschauer im Hallenbad – ein klarer Rückhalt, der auch in schwierigen Phasen zu spüren war. Nun gilt es, den Fokus erneut zu schärfen. Dass die Mannschaft Qualität besitzt, wurde mehrfach gezeigt. Was nun gefragt ist: Konzentration, Teamgeist, Mut und Vertrauen in die eigenen Stärken.
Am kommenden Samstag, 22.11.2025, trifft Willisau um 16:00 Uhr auf den HC KTV Altdorf. Es wird ein intensives Spiel, das viel Disziplin und klare Köpfe erfordert. Doch mit einer geschlossenen Teamleistung und der richtigen Einstellung liegen die nächsten zwei Punkte absolut im Bereich des Möglichen.
STV Willisau – TV Muri, 31:41 (17:21)
Willisau Hallenbad – 200 Zuschauer – SR: Hagen Michael und Bajna Istvan, Strafen: 2 × 2 Minuten gegen STV Willisau und 6 × 2 Minuten gegen TV Muri
STV Willisau: Mehr (25%), Schmidli (15%), Graber (3), Bernet; Tolusso; Schacher Leon (6), Schacher Alexander (2), Lutz (2), Minder (4), Grüter; Scherrer (1), Mühle (10), Lienhart (2), Büchli (1). Staff: Stein Frank, Schneider Daniel, Moser Daniel, Sandrin Roos
TV Muri: Schleiss (11%), Rütimann (100), Beriswyl (38%), Galizia (16), Wey, Rütimann, Furter (4), Lang; Kreyenühl; Rütimann (1), Lang; Köhle; Bareyswil; Angehrn (1), Hafner (9), Külling (2), Angehrn (8). Staff: Stenz Thomas, Havarin Björn, Schoch Michael, Imhof Sabrina






