Matchvorschau

Herren 1, 1. Liga, STV Willisau – HC Mutschellen // am Sonntag, 26.11.2023, um 16.00 Uhr, Willisau Hallenbad

Nach der knappen und leicht überraschenden Niederlage vor Wochenfrist wollen sich die Willisauer umgehend rehabilitieren. Übermorgen Sonntag bitten sie den HC Mutschellen zum Tanz.

von Ramon Marti

«Stark begonnen, stark nachgelassen.» So lautet das Fazit von Rückraumspieler Iwan Grüter zur Niederlage vor Wochenfrist. Ebenso knapp wie überraschend hatte sein Team beim HC Kriens das Nachsehen. Am Ende fehlte lediglich ein einziger Treffer zum nächsten Punkterfolg: Das Spiel endete 31:30. «Im Nachgang kannst du dieses eine Tor überall suchen, sowohl im Angriff als auch in der Verteidigung.» Weiter hilft dies in der Analyse aber kaum.

Rechtzeitige Rückkehr des Topscorers?

Deshalb richtet sich der Fokus bereits wieder nach vorne. Übermorgen bietet sich dem STV Willisau vor heimischem Publikum die Möglichkeit zur umgehenden Rehabilitation. Gegner ist der HC Mutschellen, der sicherlich zum Kreis jener Teams zählen dürfte, mit denen die Willisauer spielerisch mithalten können. Dennoch werden die aktuell zehnt- und somit drittletztplatzierten Aargauer alles daransetzen, Punkte mitzunehmen und sich vom Tabellenkeller zu distanzieren. Für den angestrebten Sieg benötigt es eine konzentrierte, energiereiche Leistung über die volle Distanz, fordert Grüter. Insbesondere brauche es im Vergleich zum Match in Kriens eine «deutlich bessere Abschlussquote».

Und allenfalls auch einen fitten Jan Peter, der in Kriens verletzt fehlte. Im Lager der Willisauer hofft man auf eine Rückkehr des Captains und Topscorers. «Er ist für uns sehr wichtig, bringt viele Ideen in unser Spiel ein», meint der Surseer. Aktuell sehe es für einen Einsatz morgen aber gut aus.

Videostudium als Vorbereitung

Nicht zum ersten Mal in dieser Saison können die Willisauer nicht auf Erfahrungen aus vergangenen Direktbegegnungen mit den Mutschellener zurückgreifen – davon gab es nämlich noch keine. Das Duell der beiden Kontrahenten verkommt also zur Premiere. Doch wie gelingt die Vorbereitung auf einen unbekannten Gegner? Bei den Hinterländern greift man auf das Mittel der Videoanalyse zurück. Im Vorfeld werde eine Partie des kommenden Opponenten gefilmt und anschliessend analysiert. So gewinnen Grüter und Co. einen Eindruck der individuellen Stärken und Schwächen sowie der taktischen Grundausrichtung.

Doch bei aller akribischen Vorbereitung gilt es, gegen jeden Gegner ab Anpfiff die eigenen Stärken auf den Platz zu bringen. Deshalb legen die Willisauer den Fokus wie so oft auf ihre teaminterne Leistung. «Wir müssen und wollen Vollgas geben», fordert Grüter. «Erst recht vor eigenem Anhang.»