Matchbericht

HSG Siggenthal / Baden-Endingen – STV Willisau 37:30 (16:11), 13.12.2025, 18.00 Uhr – Sporthalle Baden Aue

Am Samstagabend traf der STV Willisau auswärts in der Sporthalle Baden Aue auf den aktuellen Tabellenführer HSG Siggenthal / Baden-Endingen. Die Rollen waren vor dem Spiel klar verteilt, doch Willisau zeigte von Beginn weg, dass man sich nicht verstecken wollte. Die Gäste starteten konzentriert in die Partie und hielten in den ersten Minuten gut dagegen. Nach rund zehn gespielten Minuten stand es 6:4 für die Gastgeber.

Von Frederik Lutz

Willisau überzeugte vor allem mit einer engagierten und solidarischen Deckungsarbeit sowie viel Einsatz. Der Tabellenführer tat sich phasenweise schwer, klare Chancen zu erspielen. Auch im Angriff kam Willisau zu guten Möglichkeiten, doch zu oft fehlte die nötige Präzision und Effizienz im Abschluss. Mehrere Würfe gingen knapp am Tor vorbei oder wurden zu ungenau ausgeführt. Diese fehlende Konzentration verhinderte, dass Willisau noch näher an den Gegner herankam. So konnte sich Siggenthal / Baden-Endingen bis zur Pause leicht absetzen, und Willisau ging mit einem 16:11-Rückstand in die Halbzeit.

Starke Phase nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel zeigte Willisau eine starke Reaktion. Das Team kam mit viel Energie aus der Kabine und konnte den Rückstand bereits nach fünf Minuten auf zwei Tore verkürzen. Die Gäste spielten nun mutiger nach vorne, und man spielte erneut Handball auf Augenhöhe. Auch defensiv arbeitete Willisau weiterhin konzentriert und kämpfte um jeden Ball.

Beim Stand von 22:20 nach rund 45 gespielten Minuten war die Partie wieder völlig offen. In dieser Phase zeigte sich der starke Teamgeist der Willisauer, die geschlossen auftraten und den Favoriten unter Druck setzten. Ein Team-Timeout sollte nochmals für klare Abläufe sorgen und die letzten Fehler korrigieren. Doch nach diesem Team-Timeout wollte der Ball vorne einfach nicht ins Tor fallen. Gleichzeitig schlichen sich in der Deckung fehlende Absprachen ein, die von den Gastgebern konsequent ausgenutzt wurden. Siggenthal / Baden-Endingen nutzte diese Phase, um sich wieder Tor für Tor abzusetzen und die Kontrolle über das Spiel zurückzugewinnen.

Fazit und Ausblick

Am Ende musste sich der STV Willisau mit 37:30 geschlagen geben, auch wenn das Resultat nicht die eigentliche Leistung des STV Willisau widerspiegelte. Die Enttäuschung darüber, dass man das Spiel nicht mehr drehen konnte, war gerade wegen dieser soliden Leistung etwas grösser. Dennoch blickt das Team auf viele positive Aspekte zurück. Gegen den aktuellen Tabellenführer zeigte Willisau über viele Minuten eine starke Leistung, viel Einsatz und eine gute Teamarbeit.

Für die kommenden Spiele wird es wichtig sein, die guten Phasen noch konstanter über 60 Minuten zu zeigen und im Angriff mit mehr «Köpfchen» abzuschliessen. Gut ist, dass man weiss, dass es die Willisauer wirklich draufhaben. Bereits am nächsten Samstag, 20.12.2025 um 16.00 Uhr, bietet sich in Willisau gegen den KTV Muotatal die nächste Gelegenheit, wichtige Punkte zu holen. Mit derselben Einstellung, einer stabilen Deckung und mehr Effizienz im Abschluss ist Willisau zuversichtlich, die nächsten zwei Punkte auf das eigene Konto zu schreiben – und vor allem mit dem unglaublichen heimischen und lautstarken Publikum im Rücken.

Auf geht’s Willisau – gemeinsam als Team!

 

HSG Siggenthal / Baden-Endingen vs. STV Willisau 37:30 (16:11)

Sporthalle Baden Aue, 120 Zuschauer, SR: Schädeli Beat und Kretschmar Raoul. Strafen: 3×2 Minuten gegen HSG Siggenthal / Baden-Endingen und 1×2 Minuten gegen STV Willisau

HSG Siggenthal / Baden-Endingen: Spuler Fabian (29 %), Crippa (17 %), Hämmler (2), Feldmann (1), Mühlebach (5), Schweizer; Moser (7), Wagner (3), Lovisi; Spuler Niels (4), Duffner (6), Spuler Rafael (5), Binder (1), Indermühle (3) Staff: Riechsteiner Lukas, Isler Manuel, Hiltmann Ursula und Spuler Michael

STV Willisau: Mehr (25 %), Roos (8 %), Lustenberger; Bernet; Schacher Leon (10), Schacher Alexander; Lutz (4), Minder (1), Grüter (5), Scherrer (2), Mühle (2), Lienhart (2), Büchli (4), Lötscher Staff: Moser Daniel, Schneider Daniel und Stein Frank