Matchvorschau

Herren 1, 1. Liga, HSG Siggenthal/Baden-Endingen – STV Willisau // am Samstag, 13. Dezember 2025, um 18 Uhr, Baden Aue

Beim morgigen Gastspiel in Baden sind die Willisauer Handballer in der Rolle des Underdogs. Daniel Schneider über seine Rolle als Co-Trainer – und über inspirierende Jungspunde.

von Ramon Marti

Er war hörbar, der Stein, der von den Herzen der Willisauer Handballer und deren Anhänger fiel. Nach vier Niederlagen in Serie hat die erste Herren-Mannschaft des STV Willisau am letzten Samstag zum Siegen zurückgefunden. Dank dem 36:32-Erfolg im Direktduell über die HSG Mythen-Shooters vergrössern sie den Abstand auf den Tabellenvorletzten – weshalb es Co-Trainer Daniel Schneider sogar als «Vier-Punkte-Spiel» einordnet. «Der Sieg war in der aktuellen Situation sehr wichtig.» Obwohl insbesondere in der ersten Halbzeit nicht alles optimal lief und etwa die Chancenauswertung zu wünschen übrig liess, hat ihm die Reaktion nach der Pause umso besser gefallen: «Da haben wir die nötige Leidenschaft gezeigt, die es in der 1. Liga zum Siegen braucht.»

Lockerheit als Plan

Nach wie vor liegen die Hinterländer nur einen Punkt vor den Barrage-Plätzen. Alle Sorgen sind mit dem wichtigen Heimsieg also nicht automatisch verschwunden. Doch den Schwung möchten die Hinterländer nun gleich mitnehmen – auch wenn der nächste Gegner ausgerecht HSG Siggenthal/Baden-Endingen heisst. Die Aargauer führen die 1.-Liga-Tabelle an und gehen als klaren Favoriten ins Duell. Aus Sicht der Willisauer wäre jeder Punkt ein gewonnener. «Unser Plan heisst Lockerheit. Wir haben nichts zu verlieren und können ohne Druck aufspielen.»

Einst selbst ein aktiver «Löwe»

Der 43-Jährige ist seit Beginn dieser Saison die rechte Hand von Cheftrainer Frank Stein. «Frank und ich ergänzen uns sehr gut.» Gehe es an Spielen hektisch zu, versuche er Ruhe reinzubringen. Er schätze die Zusammenarbeit mit Stein sehr. «Wir können auf einer Augenhöhe taktische Varianten oder Aufstellungen besprechen.» Als langjähriger ehemaliger Aktivspieler im gelbroten «Löwen»-Dress bringt Schneider viel Erfahrung mit. Gerade bei den Spielern geniesst er auch deshalb viel Vertrauen. «Ich kann mich gut in die Spieler hineinversetzen, auch in der aktuellen Situation.» Wichtig sei ihm als Co-Trainer vor allem auch das Zuhören. «Ich setze mich dafür ein, dass sich alle aktiv einbringen und kontinuierlich weiterentwickeln können – als Team und individuell.»

So freut ihn eine Entwicklung wie etwa jene des jungen Leon Schacher besonders, der beim Heimsieg vor Wochenfrist ganze zwölf Mal einnetzte und damit einmal mehr mit einer starken Leistung voranging. «Leon hat grosses Potenzial und lässt dieses oft aufblitzen. Das ist schon inspirierend.» Am meisten schätze er aber an ihm die Eigenschaft, sich stetig verbessern zu wollen. «Damit macht er sich zum Vorbild. Denn so macht es besonders Spass, mit den Spielern zu arbeiten und ihnen meine Erfahrung weiterzugeben.»