Matchvorschau
Herren 1, 1. Liga, STV Willisau – TV Muri // am Samstag, 15. November 2025, um 17 Uhr, Willisau Hallenbad
Morgen empfangen die Willisauer Handballer den TV Muri. Spieler und Sportchef Brian Büchli schaut auf die erste Vorrundenhälfte zurück und zieht Bilanz.
von Ramon Marti
Nachdem im letzten März Jan Peter – damals Captain und Drahtzieher der Handballer beim STV Willisau – seine Handballschuhe an den Nagel gehängt und Topskorer Mark Büchli seinen Wechsel zu Handball Emmen in die Nationalliga B bekannt gegeben hatte, stand unwillkürlich ein kleiner Umbruch im Team der Hinterländer an. Zwar läuft Mark Büchli noch immer dank einer Talentförderlizenz gelegentlich für die Willisauer auf, die Priorität liegt aber klar bei Emmen. Zuzüge im Sommer gab es keine – andere mussten in die Bresche springen.
Neue Namen übernehmen Verantwortung
Und das tun sie auch. So spielen beispielsweise Dominik Scherrer und Damian Lienhart «bislang eine starke Saison», findet Herren-Sportchef Brian Büchli. Und David Mühle ist mit einem 7-Tore-Schnitt wieder einer der «Shooter» geworden.
Und dann sind da die «Noch-Jüngeren», für die Büchli durchwegs lobende Worte findet. Der 18-jährige, aktuelle Toptorschütze Leon Schacher («Er ist der Kopf der Mannschaft geworden»), aber auch Frederik Lutz (17) oder Orlando Kunz (18) – «beide zeigen steile Lernkurven und machen grossartige Fortschritte» – haben sich zu wertvollen Teamstützen entwickelt. Büchli will aber keine einzelnen Namen in den Vordergrund stellen: «Wir sind als Mannschaft gereift, haben einen tollen Teamspirit. Jeder geht für Jeden durchs Feuer. Und es braucht jeden Einzelnen.»
Gemischte Gefühle
Resultatmässig läuft es den Willisauern aber noch nicht immer wie gewünscht. Nach sieben Partien ist die Bilanz mit drei Siegen, drei Niederlagen und einem Unentschieden bislang ausgeglichen. Büchli blickt mit «gemischten Gefühlen» auf die bisherigen Ergebnisse. Insbesondere die jüngste Niederlage in Dagmersellen ärgert den Sportchef, als die Willisauer mit 26:27 trotz Pausenführung (14:10) mit leeren Händen heimreisen mussten. Dennoch: «Wir sind allgemein konstanter und vielseitiger geworden. Die Treffer verteilen sich auf die Mannschaft und sind keine Einzelaktionen.»
Den nächsten Schritt wollen er und seine Mitspieler nun morgen zuhause gegen den TV Muri gehen. Und Büchli weiss, worauf es ankommen wird: «Wir müssen bis zum Schluss einen kühlen Kopf bewahren. Wir wissen, dass wir die Partien in der Verteidigung gewinnen, denn genug Tore schiessen wir eigentlich immer.»






