Matchvorschau

Herren 1, 1. Liga, STV Willisau – SG Handball Seetal // am Samstag, 13. September 2025, um 20 Uhr, Willisau Hallenbad SPZ

Es gilt wieder ernst: Morgen Abend starten die Willisauer Handballer in die Meisterschaft. Trotz Cup-Niederlage blickt Hoffnungsträger Leon Schacher der neuen Saison positiv entgegen.

von Ramon Marti

Die Flipflops wurden längst wieder durch die Hallenschuhe ersetzt, statt Piña Coladas schlürfen die Handballer des STV Willisau wieder Wasser und Proteinpülverchen aus der Bidon-Flasche. Und anstelle einer modischen Sonnenbrille setzen sie morgen Abend erstmals wieder den Tunnelblick auf. Leon Schacher gefällts: “Ich freue mich riesig auf die neue Saison. Nach der Sommerpause können wir es alle kaum erwarten.”

Aufsteiger zu Gast

Zum Auftakt in die neue Meisterschaft dürfen sie sich einen weiten Anreiseweg noch ersparen. Vor heimischer Kulisse empfangen sie die SG Handball Seetal, eine Spielgemeinschaft aus den beiden Vereinen HR Hochdorf und HC Rothenburg. Als Tabellenzweite der Vorsaison sowie dank voller Ausbeute in den Aufstiegsspielen ist die SG in diesem Sommer in die 1. Liga aufgestiegen. Leon Schacher erwartet ein heisses Spiel: “Wir müssen höchst konzentriert und mit einer positiven Einstellung in die Partie gehen. Dann bin ich zuversichtlich, dass wir die beiden Punkte zum Auftakt in Willisau behalten können.”

Beide mit Auftaktniederlage

Was beide Mannschaften gemeinsam haben: Beide haben sie bereits mindestens eine Partie in den Beinen. Seetal verlor den Meisterschaftsstart Ende August gegen Frick, gewann am letzten Sonntag indes knappestmöglich im Mobiliar-Cup beim Unterklassigen HC Servette (M2). Doch auch Willisau hat am letzten Wochenende im Cupspiel bei der SG Uster/Stäfa den Kürzeren gezogen. Besorgt ist Leon Schacher deswegen nicht: “Wir hatten viele gute Aktionen, aber leider auch zu viele Fehlwürfe, was zum deutlichen Resultat geführt hat.” Das Cup-Spiel als Meisterschafts-Hauptprobe habe aber im Grossen und Ganzen gezeigt, “dass wir bereit sind für die Saison”.

Talent und Hoffnungsträger

Mit seinen 18 Jahren kann Schacher zwar nach wie vor als Nachwuchstalent bezeichnet werden. Einst auch Juniorenspieler bei der SG Pilatus sowie Mitglied des Regionalauswahl-Kaders ist der Willisauer jedoch längst zu einem der Leistungsstützen seines Teams geworden. Und zählt spätestens seit dieser Saison nach den Abgängen der beiden Top-Torschützen Jan Peter (Rücktritt) und Mark Büchli (Handball Emmen, NLB) zu einem der grössten Hoffnungsträger der Willisauer Farben. Mit seinen zwölf Toren im Cupspiel in Uster hat er seine grossen Fähigkeiten bereits unter Beweis gestellt. Und bleibt, darauf angesprochen, demütig: “Ich versuche weiterhin, das Beste für mein Team zu geben.”

Auch morgen, wenn erstmals wieder der Tunnelblick vor “hoffentlich grossem Heimpublikum” aufgesetzt wird.