Zwischen grossen Zielen und harter Realität: Für Marco Roos wurden die Schweizer Hallenmeisterschaften der Aktiven zur emotionalen Achterbahnfahrt. Auch wenn das erhoffte Resultat ausblieb, nahm der Hochspringer des STV Willisau weit mehr mit als nur eine Höhe auf dem Papier – nämlich wertvolle Erkenntnisse, die ihn stärker zurückkommen lassen sollen.
Premiere auf nationaler Bühne
An den Schweizer Hallenmeisterschaften der Aktiven in St. Gallen stand mit Marco Roos ein Athlet des STV Willisau im Einsatz. Für den in Zell wohnhaften Hochspringer waren es die ersten nationalen Titelkämpfe auf Aktivstufe – entsprechend gross war die Motivation.
Mit Bestform nach St. Gallen
Die Vorbereitung verlief vielversprechend: Das Einspringen klappte hervorragend, die Abläufe stimmten, ebenso die Absprungposition. Roos fühlte sich topfit, ja sogar in Bestform. Mit seiner persönlichen Bestleistung von 1,93 m vor Augen reiste er mit dem klaren Ziel nach St. Gallen, diese Marke zu bestätigen – und vielleicht sogar die 1,98 m anzugreifen.
Ein Wettkampf mit Wendung
Der Wettkampf begann solide mit der Anfangshöhe von 1,83 m. Doch im weiteren Verlauf schlichen sich kleine Unsicherheiten ein. Zwei Fehlversuche auf der nächsten Höhe führten zu einer gewissen Verunsicherung, wodurch der Rhythmus etwas verloren ging. Kleine technische Abweichungen verhinderten schliesslich ein erfolgreiches Überqueren von 1,88 m, womit der Wettkampf früher endete als erhofft.
Analyse und Blick nach vorne
Unmittelbar nach dem Wettkampf setzte sich Roos mit seinen Trainern zusammen, um die Sprünge zu analysieren. Dabei wurde deutlich, dass die Grundlagen stimmten und insbesondere die Absprungposition grundsätzlich passte. «Ein grosser Punkt war die Lockerheit», hielt Roos selbstkritisch fest. Die Erkenntnisse aus St. Gallen liefern nun wertvolle Ansatzpunkte für die kommenden Trainingswochen. Trotz der Enttäuschung über das Resultat überwiegt die Dankbarkeit, erstmals an Schweizer Meisterschaften der Aktiven gestartet zu sein. «Ich bin dankbar, an den Schweizer Meisterschaften teilnehmen zu dürfen, und danke meinen Coaches, meinem Team und meinem nahen Umfeld für die grosse Unterstützung», so Roos. Eine Trainingspause legt der Zeller nicht ein. Ohne Unterbruch startet er direkt in den gezielten Aufbau für die kommende Freiluftsaison. Diese beginnt Anfang Mai 2026 in Willisau. Bis dahin bleibt genügend Zeit, um weiter an Konstanz und technischen Feinheiten zu arbeiten – mit dem klaren Ziel, dann ein starkes Zeichen zu setzen.
Foto: Ulf Schiller, athletix.ch






