Die Willisauer Korbballerinnen haben eine enttäuschende Vorrunde in der Nationalliga B zu verdauen. Mit einem Punkt aus neun Spielen konnten sie ihre Erwartungen nicht erfüllen. Auch beim Vorrundenabschluss am Samstag im solothurnischen Nunningen mussten sie eine Nullerrunde hinnehmen. Und dies, obwohl das Team eine gute Leistung zeigte. In der ersten Partie gegen NLA-Absteiger Wettingen-Bachs spielten sie eine starke erste Halbzeit. «Wir waren mit den Gegnerinnen auf Augenhöhe und spielten ein abgeklärtes Korbball», sagt Spielertrainerin Mirjam Isenschmid. So lag es zur Pause 5:5. Doch nach dem Wiederanpfiff schlichen sich bei den Willisauerinnen zu viele Fehler ein und die Konzentration liess etwas nach. So konnte Wettingen-Bachs durch zwei Konter und einigen Penaltys vorlegen. Die Hinterländerinnen versuchten am Ende alles, um sich nochmals zurück zu kämpfen, doch der Kampf wurde nicht belohnt und das Spiel ging mit 13:7 an Wettingen-Bachs.

Auch gegen Unterkulm zeigte der STVW eine sehr kämpferische Leistung. Obwohl die Aargauerinnen zu Beginn mit Weitwürfen vorlegten, blieben die Spielerinnen dran. Es war ein stetiger Schlagabtausch, bis zur Pause war das Spiel unentschieden. Im Gegensatz zur ersten Partie konnte Willisau die Konzentration hochhalten und mit schönen Kombinationen zum Korberfolg kommen. Doch die Unterkulmerinnen kamen danach vorwiegend über die grossgewachsene Center-Spielerin zu Treffern. Willisau hatte am Schluss zwar noch die Chance auf ein Unentschieden, konnte die jedoch nicht mehr nutzen. So endete die Partie mit 15:14 zu Gunsten der Gegnerinnen. «Eine unglaublich bittere Niederlage. Einmal mehr konnten wir uns für eine hervorragende kämpferische Leistung nicht belohnen. Dabei war es toll, wie bei unserem Team jede für jede gegangen ist und wie wir uns auf dem Feld unterstützt haben.»

Und auch in der letzten Partie gegen Zihlschlacht 2 legte der STVW eine starke erste Halbzeit hin. Die Hinterländerinnen konnten sogleich mit 2:0 in Führung gehen. Sie zeigten sich im Angriff geduldig und verteidigten souverän. Doch nach dem Wiederanpfiff kam es erneut zu einem Einbruch. Im Angriff konnte der STVW seine Chancen nicht verwerten und war in der Defense ein paar Mal ein Ticken zu spät. So endete das Spiel 9:12.

«Für uns endet die Vorrunde enttäuschend. Wir hatten uns viel vorgenommen. Doch in jedem Spiel fehlte immer ein entscheidendes Detail, weshalb es noch nicht zu einem Sieg gereicht hat», sagt Mirjam Isenschmid. So hätten sich immer wieder ein oder zwei Fehler zu viel eingeschlichen und teilweise war die Korbeffizienz zu wenig gut. Doch den Kopf in den Sand stecken wollen die Willisauerinnen auf keinen Fall. «Wir kennen nun alle Gegnerinnen und arbeiten über den Sommer weiter an den Details, damit wir bereit sind, in der Rückrund eine Aufholjagd zu starten.» (fmü)