Am vergangenen Sonntag reisten die Willisauer Korballerinnen an die zweite Runde der NLB-Saison in Urtenen BE. Trotz des holprigen Saisonstarts in der Woche zuvor zeigte sich das Team hoffnungsvoll. Doch auch nach der zweiten Runde ist die Bilanz ernüchternd: Bis auf einen Trostpunkt bleibt das Konto der Willisauerinnen leer.
Zum Auftakt des Spieltages trafen sie auf das Team aus Wolfenschiessen NW. Mit dem Punktedruck im Nacken startete Willisau gehemmt in diese erste Partie und brauchte einige Zeit, um ins Spiel zu finden. Wolfenschiessen hingegen trat ab der ersten Spielminute selbstsicher auf. Taktisch clever nutzten sie ihre Grösse auf der Center-Position und bauten ihren Vorsprung kontinuierlich aus. Die Hinterländerinnen begaben sich auf eine starke Aufholjagd und konnte besonders gegen Ende der Partie mit ihrem Tempo ihre volle Stärke zeigen und noch einige Körbe gutmachen. Es war jedoch bereits zu spät, um das Ruder noch herumzureissen, und so mussten sie sich mit 10:14 geschlagen geben.
Im zweiten Spiel standen dem STV Willisau mit den diesjährigen Aufsteigerinnen aus Roggwil-Neukirch TG noch unbekannte Gesichter gegenüber. Nach den Startschwierigkeiten im ersten Spiel galt es nun, ab der ersten Minute wach und bereit zu sein. Dies gelang den Willisauerinnen, sodass sie von Beginn weg mithalten konnten. Besonders in der Defense kam ihnen ihre Schnelligkeit zugute, dank der sie einige Ballgewinne verzeichnen konnten. Doch auch die Thurgauerinnen spielten taktisch gut und nutzen die teils unsaubere Verteidigung ihrer Gegnerinnen aus, um einige Penaltys herauszuholen. Diese kleinen taktischen Fehler waren schlussendlich das Zünglein an der Waage und liessen Roggwil-Neukirch mit 18:16 als Siegerinnen vom Platz gehen.
Nach fünf Niederlagen mussten nun dringend Punkte her – im letzten Spiel gegen das Team Täuffelen 2 BE. Den Grafenstädterinnen gelang ein erfolgreicher Start und schon nach kurzer Zeit gingen sie mit 6:2 in Führung. «Als wir in Führung lagen, wurden wir nervös und wollten keine Fehler machen», erklärt Teamcaptain Fabienne Mühlemann den weiteren Verlauf des Spiels. Diese Nervosität zeigte sich in Eigenfehlern und Ballverlusten, welche den Gegnerinnen wiederum Chancen zum Auf- und Überholen boten. Kurz vor Abpfiff führten die Bernerinnen mit einem Punkt. Dank eines erfolgreichen Korbwurfs in der letzten Minute konnte Willisau ausgleichen und mit dem Unentschieden den ersten Punkt der Saison sichern.
Nur ein kleiner Trost, denn nach zwei Spieltagen verbleibt der STV Willisau damit auf dem letzten Rang der Tabelle. «Wir haben heute eine viel bessere Korbeffizienz an den Tag gelegt als noch in der ersten Runde. Umso bitterer ist es, dass es erneut nicht für einen Sieg gereicht hat», sagt Mühlemann. Zu oft spiele noch der Kopf eine Rolle, zu oft passieren in den entscheidenden Situationen unnötige Fehler. Am 30. Mai in Nunningen – dem letzten Spieltag der Vorrunde – bleibt ihnen nur noch eins übrig: punkten, punkten, punkten. (ah)






