Matchbericht

Nach den Niederlagen der vergangenen Wochen wollten die Willisauer Handballerinnen beim Auswärtsspiel gegen den LK Zug eine Reaktion zeigen. Im Hinspiel hatten sie zuhause klar verloren – Zeit für eine Revanche. Nach einer ausgeglichenen ersten Halbzeit gerieten die Gäste jedoch zunehmend unter Druck und mussten sich am Ende deutlich mit 32:43 geschlagen geben.

  • STV Willisau – LK Zug

  • 1. März 2026

  • Resultat: 32:43

von Marina Marti

Nach dem klaren Punkteverlust gegen die Zugerinnen im Heimspiel war die Zielsetzung klar: «Wir haben nichts zu verlieren. Zeigen wir hinten wie vorne, was wir können, und treten über 60 Minuten selbstbewusst auf, dann holen wir diesen Sieg.», meint Captain Maria Von Rotz ermutigend zu ihren Mitspielerinnen.

Mit viel Enerige und einer klaren Einstellung starteten die Willisauerinnen in die Partie. Dass die Zugerinnen ihnen jedoch nichts schenken werden, zeigt die ausgeglichene Startphase. Beide Teams begegneten sich auf Augenhöhe. Vor allem über den Angriff fanden die Hinterländerinnen gut ins Spiel. Mit vielen variantenreichen Abschlüssen – sei es mit einer siebten Feldspielerin, flinken Täuschungen oder einem sehenswerten Fliegertor von Livia Portmann nach Vorlage von Alena Furrer – kamen sie immer wieder erfolgreich zum Abschluss.

Doch entscheidend absetzen konnten sich die Gäste nicht. Auch Zug fand in der Willisauer Defensive immer wieder Lücken. Die zu inkonsequente Verteidigungsarbeit und einzelne Fehlwürfe führten dazu, dass sich die Gastgeberinnen bis zur Pause einen Drei-Tore-Vorsprung erspielten (20:17).

Aufholjagd nach dem Seitenwechsel

Dass noch alles möglich war, wusste das Team von Trainer Jan Peter. «Ihr zeigt einen starken Angriff. Belohnt euch dafür! Wir machen wenige Fehler. Aber diese wenigen reichen, um hier nicht zu führen», analysierte er in der Kabine. Vor allem in der Defensive sah er Verbesserungspotenzial. Im System bleiben, die Mitte schliessen, konsequenter agieren – so die wesentlichen Punkte der Pausenansprache.

Die Umsetzung erwies sich jedoch als anspruchsvoll. Nicht wie erhofft erhöhte Zug kurz nach Wiederanpfiff den Vorsprung auf fünf Tore. Nu

Mit gleich zwei Toren konnten die Zugerinnen ihren Vorsprung auf fünf Tore erweitern. Nun war Kampfgeist zur Aufholjagd angesagt. Gesagt, getan: Innerhalb von nur sechs Minuten kämpften sich die Gäste wieder heran und verkürzten den Rückstand auf ein Tor. Die Partie war erneut offen und die Hoffnung auf die Wende spürbar.

Zug beschleunigt, Willisau verliert die Spur

Rund 40 Minuten sind vergangen. Mit zunehmender Spieldauer machten sich die intensiven Minuten bemerkbar. Bei den Willisauerinnen schlichen sich vermehrt technische Fehler und Fehlwürfe ein, die die Zugerinnen konsequent auszunutzen wussten. Schritt für Schritt bauten die Gastgeberinnen ihren Vorsprung wieder aus.

Zwar boten sich den Gästen immer wieder Chancen, nicht zuletzt durch mehrere Überzahlsituationen, doch der Anschluss wollte nicht mehr gelingen. In der Schlussphase fehlte die letzte Durchschlagskraft, während Zug konsequent blieb und sich deutlich absetzte. So mussten sich die Willisauerinnen nach starken Phasen letztlich klar mit 43:32 geschlagen geben. Ein Resultat, das den Spielverlauf über weite Strecken nur bedingt widerspiegelt.

Aufstehen und weitermachen, die nächste Gelegenheit wartet

Trotz dem erneut harten Schlag fand Trainer Peter dennoch versöhnliche Schlussworte: Zwar erneut ein harter Schlag, und dennoch findet Peter positive Schlussworte: «Mal sind wir stark in der Deckung, mal im Angriff. Wir müssen es schaffen, am Tag X beides abzurufen. Dass wir es können, zeigen wir immer wieder.»

Nun heisst es, die Niederlage schnellstmöglich zu verdauen und die positiven Ansätze mitzunehmen. Denn bereits am kommenden Dienstag wartet auswärts in Köniz die nächste Herausforderung. Mit Training und Videoanalyse wollen sich die Willisauerinnen in dieser kurzen Zeit gezielt vorbereiten – in der Hoffnung, die lang ersehnten zwei Punkte endlich auf ihr Konto schreiben zu können.

LK Zug – STV Willisau 43:32 (20:17), Zug Sporthalle – 40 Zuschauer – SR: Baggenstos Pirmin, Lütolf Daniel – Strafen: 7×2 Minuten gegen Olten, 7×3 Minuten gegen Willisau.

LK Zug: Kälin (25%), Eichenberger (20%), Senti (3), Wick (3), Grüter, Wagner (6), Stadelmann (7), Trachsel (6), Ulli (9), Elsener (2), Stahel (3), Deflorin (2), Chabin (2) – Coach: Deflorin Quirino, Gerder Emil, Lutz Ana Beatriz, Wyss Nina, Tschudi Lea

STV Willisau: Setz (12%), Roos (10%), Meier (4), Portmann L. (4), Roth Y, Furrer (4), Portmann K. (3), Marti (1), Günnel (10), Roth A (2), Metz, Baumeler (4), Schwer L., Wigger – Coach: Peter Jan, Egli Denise, Cranz Simone