Matchbericht
Damen 1, 1. Liga Hauptrunde, STV Willisau–SG Malters/Kriens 23:21 (14:12) // Samstag, 13.12.2025
Mit einem hart erkämpften Heimsieg gegen die SG Malters/Kriens sichert sich der STV Willisau im letzten und wichtigsten Spiel der Hauptrunde den Gruppensieg. Nach einer schwierigen Phase nach der Pause zeigte das Team grossen Kampfgeist und belohnte sich mit dem Einzug in die Finalrunde.
von Kim Portmann
Die Ausgangslage war klar: Es war das letzte Heimspiel der Hauptrunde und zugleich das wichtigste. Entsprechend fokussiert startete das Heimteam in die Partie. Die Anfangsphase verlief ausgeglichen, doch schon nach wenigen Minuten übernahm das Heimteam die Kontrolle. Nach sechs Spielminuten hatte sich Willisau einen Vorsprung von drei Toren erarbeitet, was die Gäste früh zu einem Team-Timeout zwang.
Auch danach blieben die Hinterländerinnen tonangebend. Mit mutigen Eins-gegen-eins-Aktionen und einer stabilen Defensive hielten sie den Gegner auf Distanz. Über die gesamte erste Halbzeit hinweg lag Willisau in Führung und ging mit einem positiven Gefühl in die Pause.
Lange Torflaute bringt Spannung zurück
Nach dem Seitenwechsel folgte für die Willisauerinnen eine schwierige Phase. Der zuvor gute Spielfluss ging verloren, das Tempo im Angriff nahm ab und klare Abschlüsse wurden seltener. Während rund 14 Minuten blieb das Heimteam ohne eigenen Treffer. In dieser Zeit nutzte Malters/Kriens die Unsicherheiten konsequent aus und kämpfte sich Tor um Tor heran. Die Gäste traten nun deutlich entschlossener auf und machten klar, dass sie dieses Spiel noch nicht aus der Hand geben wollten.
Im Angriff fehlten den Willisauerinnen vorübergehend die Lösungen. Gleichzeitig übernahm niemand klar die Verantwortung, um dem Spiel wieder Struktur zu geben. Dadurch schlichen sich vermehrt technische Fehler ein, die den Gegner zusätzlich stärkten. Der zuvor komfortable Vorsprung schmolz zunehmend dahin.
Das Spiel wurde hektischer, die Zweikämpfe intensiver und jede Aktion gewann an Bedeutung. Malters/Kriens erkannte die Chance und blieb hartnäckig, während Willisau um Stabilität rang. Plötzlich war die Partie wieder völlig offen, und es war klar, dass die Entscheidung erst in der Schlussphase fallen würde.
Defensive Stabilität entscheidet das Spiel
In dieser kritischen Phase war es vor allem die Defensive, die Willisau im Spiel hielt. Die Abwehr stand kompakt und wurde von Torhüterin Julia Günnel stark unterstützt, die mit wichtigen Paraden den Gegner immer wieder stoppte. Durch den defensiven Halt zwangen die Willisauerinnen ihre Gegnerinnen zu Fehlern und konnten mehrere schnelle Gegenstösse verwerten.
Das Publikum spürte den Wendepunkt und unterstützte das Team lautstark. Acht Minuten vor Schluss erspielte sich Willisau erneut einen Vorsprung von vier Toren. Diesen liess sich das Heimteam nicht mehr nehmen und brachte den Sieg souverän über die Zeit. Nach dem Schlusspfiff war die Freude gross: Willisau ist Gruppensieger und steht in der Finalrunde. Mit diesem Erfolg verabschiedet sich das Team verdient in die Weihnachtspause.
STV Willisau vs. SG Malters/Kriens 23:21 (14:12)
Willisau Hallenbad – 120 Zuschauer – SR: Bieri Urs, Jud Hanspeter – Strafen: 2×2 Minuten gegen STV Willisau, 4×2 Minuten gegen SG Malters/Kriens
STV Willisau: Kneubühler, Von Rotz (4), Portmann Livia (5), Küttel (5), Schwer (4), Furrer, Donati (1), Portmann Kim, Tsegay, Marti (2), Blöchliger (2), Roth, Baumeler, Wyss, Günnel (39 %) Staff: Jan Peter, Denise Egli, Simone Cranz, Regula Mehr
SG Malters/Kriens: Lingmerth (2), Richli (1), Linder, La Scalea Larissa (3), Orosaj, La Scalea Laura (6), Lussi, Zihlmann, Muther (1), Inäbnit (4), Sigg (2), Schnarwiler (2), Raschle (36 %), Zihlmann (27 %) Staff: Philipp Lehmann, Daniel Lütolf, Manuel von Weissenfluh, Nina Bachmann, Leandra Furrer






