Matchvorschau
Damen 1, 1. Liga, LK Zug – STV Willisau // am Samstag, 8. November 2025, um 16.15 Uhr, Zug Sporthalle
Morgen gastieren die Handballerinnen des STV Willisau in Zug. Ein Duell um den Platz an der Sonne. Und der Auftakt in den entscheidenden November.
von Ramon Marti
Wenn die letzten Halloween-Geister verscheucht sind, geht es in den Schweizer Handballligen langsam aber sicher in die entscheidende Phase. Von nun an werden keine Süssigkeiten mehr verteilt – klopfe da an, wer da wolle.
Das haben auch die Handballerinnen des STV Willisau nicht vor, die morgen auswärts beim LK Zug antreten. Für die Hinterländerinnen ist es der Auftakt in einen entscheidenden November: Vier der sechs verbleibenden Hauptrundenspiele stehen in den nächsten drei Wochen an. Wenn sie im Nebelmonat reüssieren, werden sie grosse Schritte in Richtung Finalrundenqualifikation machen können.
«Da kribbelt es etwas mehr»
Ganz nebenbei ist das Duell morgen zwischen Zug und Willisau auch das Spitzenspiel dieser Erstligagruppe. «Da kribbelt es nochmals etwas mehr als in anderen Spielen», meint Rückraumspielerin Anja Schwer. Beide Teams haben sieben Punkte auf dem Konto, wenn auch Zug dafür eine Partie mehr benötigte als Willisau. Und da die derzeit Dritt- (SG Muotathal/Mythen-Shooters) und Viertplatzierten (SG Malters / Kriens) mit je sechs Punkten unmittelbar dahinter in Lauerstellung sind und auf Ausrutscher der beiden Spitzenreiter warten, verschafft sich der Sieger des morgigen Duells auch etwas Luft in der Tabelle. Anja Schwer erwartet ein Kräftemessen auf Augenhöhe: «Es wird ein intensives und schnelles Spiel. Wir müssen von Beginn an voll da sein. Am Ende könnten der grössere Wille und die Konstanz entscheidend sein.»
Eine wertvolle Erfahrung
Die in der Meisterschaft noch ungeschlagenen Willisauerinnen dürfen mit breiter Brust nach Zug fahren. Zwar mussten sie zuletzt im Cup die Segel streichen. Die erwartbare Niederlage gegen SPL-Krösus GC Amicitia Zürich (18:39) wird sie jedoch kaum aus der Bahn werfen. «Es war eine wertvolle Erfahrung. Wir haben einige gute Aktionen gegen die derzeit besten Schweizer Handballerinnen zeigen können. Daran wollen wir anknüpfen.»
Auch Schwer will dafür erneut ihren Beitrag leisten. Die 18-Jährige hat eine Talentförderlizenz (TFL), die es ihr ermöglicht, nicht nur Spiele und Trainings in Willisau, sondern auch in Nottwil bei den Spono Eagles zu bestreiten. Und dabei Erfahrungen auf SPL2-Niveau zu sammeln, in der zweithöchsten Schweizer Handballliga der Frauen. Diese Doppelbelastung sei für sie gut machbar. «Und ich profitiere sehr von den Erfahrungen in beiden Teams.»






