Matchbericht

Damen 1, 1. Liga, STV Willisau – SG TV Zofingen Handball, 37:24 (17:12) // Sonntag, 30.11.2025

Nach dem nervenaufreibenden Spiel der Vorwoche sicherten sich die Willisauerinnen vor Heimpublikum souverän zwei weitere Punkte gegen das Tabellenschlusslicht SG Zofingen Handball Frauen. Der 37:24-Erfolg war deutlich – die Leistung jedoch nicht immer.

Von Marina Marti

Vor dem Anpfiff gab Trainer Peter seinem Team mit: «Trotz Schlusslicht dürfen wir sie nicht unterschätzen. Auch sie können Handball spielen. Wir müssen unser Spiel durchziehen und jede Aktion mit Überzeugung spielen.» Selbstbewusst, aber nicht überheblich, starteten die Grafenstädterinnen in die Partie.

Doch zunächst wollte das Favoritenteam den erwarteten Rhythmus nicht finden. Die Willisauerinnen erspielten sich zwar gute Durchbrüche, scheiterten aber zu oft an der eigenen Effizienz. Auch die Defensive agierte nicht konsequent genug, sodass sich ein offenes Spiel entwickelte.

Nach und nach fand Willisau besser ins Spiel: Die Chancenverwertung verbesserte sich Schritt für Schritt, während sich bei Zofingen technische Fehler häuften. Die Aargauerinnen scheiterten zunehmend an Torhüterin Günnel – der Vorsprung wuchs auf 16:9 an. Kurz vor der Pause brachten jedoch gleich drei 2-Minuten-Strafen gegen Willisau Unruhe ins Spiel und ermöglichten Zofingen, den Rückstand bis zum Halbzeitstand von 17:12 zu verkürzen.

Harzige Unterzahlminuten nach Wiederanpfiff

Trotz der Führung fiel die Pausenansprache ungewohnt deutlich aus: «Das ist nicht unser Anspruch. Wir zwingen sie zu Fehlern, treffen dann aber selbst die falschen Entscheidungen. Jede kennt ihre Aufgabe – und genau das müssen wir umsetzen», forderte Peter.

Doch auch nach Wiederanpfiff blieb das Spiel zerfahren. Willisau agierte in den ersten zehn Minuten nach dem Seitenwechsel fast durchgehend in Unterzahl, was Zofingen zum 21:18 heranbrachte.

Mit Vollzähligkeit zur klaren Wende

Erst mit vollzähliger Aufstellung kam die Wende: Die Gäste wirkten defensiv zunehmend inkonsequent, was die Gastgeberinnen konsequent auszunutzen wussten. Während Zofingen rund zehn Minuten ohne Torerfolg blieb, erhöhte Willisau den Vorsprung bis zur 50. Minute auf 30:20.

Danach war bei beiden Teams die Luft draussen. Die Gäste fanden nicht mehr ins Spiel zurück, und Willisau baute den Vorsprung nur noch zögerlich aus. Am Ende stand ein klarer 37:24-Erfolg auf der Anzeigetafel.

Erfolg mit kritischem Beigeschmack

Trotz des deutlichen Resultats zeigten sich die Spielerinnen nach dem Schlusspfiff kritisch. Ihnen war bewusst, dass die Leistung nicht ihrem Potenzial entsprach. «Mir gefällt, dass ihr trotz klarem Sieg nicht ganz zufrieden seid. Das zeigt, dass ihr definitiv mehr draufhabt», lobte Peter in der Kabine – ohne die Defizite zu verschweigen.

Die zwei Punkte bleiben verdient im Hinterland, doch das Team weiss, dass noch Luft nach oben bleibt. Nun gilt es, die starken Phasen aus diesem Spiel mitzunehmen und an der Konstanz zu arbeiten. Denn schon am kommenden Freitagabend wartet in Emmen die nächste Herausforderung.

STV Willisau – SG TV Zofingen Handball Frauen 37:24 (17:12) Hallenbad SPZ – 65 Zuschauer – SR: Siegrist Hugo, Ramsauer Heinz – Strafen: 6×2 Minuten gegen Willisau, 2×2 Minuten gegen Zofingen.

STV Willisau: Günnel (25%), Peter, Meier (6), Von Rotz (4), Portmann L. (1), Küttel (4), Schwer (6), Furrer (1), Mponda, Portmann K. (4), Tsegay (1), Marti (3), Roth (5), Baumeler (2) – Coach: Egli Denise, Peter Jan, Cranz Simone, Mehr Regula.

SG TV Zofingen Handball Frauen: Bachmann (20%), Tresch Sh., Portmann A. (1), Meier (4), Koechlin, Cox, Suman, Schär (4), Portmann E. (1), Graber, Barrer (2), Panduri (5), Rechsteiner, Buchmüller (5), Tresch S. (2) – Coach: Riechsteiner Elisabeth, Gloor Gilles.