Matchvorschau
Damen 1, 1. Liga Finalrunde, SG HV Olten 1 – STV Willisau // am Samstag, 31. Januar 2026, um 15.30 Uhr, Olten BBZ (Giroud-Halle)
Die einstige Torhüterin Simone Cranz spricht über ihre Aufgabe als Goalietrainerin bei den Willisauer Handballerinnen. Für letztere gibt es morgen gegen Olten nur ein Motto: Abhaken und angreifen.
Von Ramon Marti
Es war eine saftige Niederlage, die die Handballerinnen des STV Willisau am letzten Wochenende zu verdauen hatten. Gegen die Zugerinnen setzte es zuhause ein 21:39 ab. Obschon das Niveau der Gegnerinnen in der Finalrunde im Vergleich zum Herbst merkbar gestiegen ist, war nach den ersten beiden engen Willisauer Partien gegen Köniz (28:27) und Uster (23:26) eine Niederlage gegen den LK Zug in dieser Deutlichkeit nicht zu erwarten – zumal man in der Vorrunde vor heimischer Kulisse gegen dieselben Gegnerinnen noch gewinnen konnte. Assistenz- und Torwarttrainerin Simone Cranz erklärt: «Nach einer guten Anfangsphase, in der wir eigentlich gut zu verteidigen begonnen haben, ist uns plötzlich der Mut abhandengekommen. Dann haben wir schlecht kommuniziert, waren zu passiv und haben zu viele Bälle hergeschenkt.»
Langjährige Goalie-Erfahrung weitergeben
Doch lange wird diese Niederlage Cranz und Co. nicht beschäftigen. «Für uns gilt: Abhaken, Krone richten und wieder angreifen.» Bereits morgen kommt die Chance auf Wiedergutmachung. Auswärts in Olten wollen die Willisauer Handballerinnen zurück auf die Siegesstrasse. «Wir kennen die Oltnerinnen noch aus der letzten Saison. Wir wissen, dass wir das Duell in der Verteidigung entscheiden müssen.»
Die 38-Jährige kümmert sich insbesondere um das hinterste Glied der Defensivkette: die Torhüterinnen. Einst stand sie selbst jahrelang in Willisau zwischen den Pfosten und gibt nun ihre Erfahrung weiter – mit derselben Leidenschaft wie eh und je. «Unsere Torhüterinnen sind noch sehr jung, das macht die Arbeit für mich enorm spannend.» In der Tat: Aurelia Setz (19), Sina Roos (18) und Andrina Bucher (16) sind per Definition allesamt noch Teenagers. «Jedes Mal, wenn ich ihre Fortschritte sehe und es ihnen gelingt, etwas vom Training in einen Ernstkampf zu übertragen, macht mich das sehr stolz.»
Ein junges Team, das sich beweisen will
Nicht nur die Torhüterinnen sind jung: Mehr als drei Viertel des Willisauer Kaders sind jünger als 23 Jahre (!). «Gerade in schwierigen Phasen wie zuletzt gegen Zug fehlt dann manchmal die Erfahrung, einen kühlen Kopf bewahren und die richtigen Entscheidungen treffen zu können.» Doch der bereits gesicherte Ligaerhalt spiele ihnen in die Karten, meint Cranz. «Der Druck, Resultate liefern zu müssen, fällt weg. Dadurch kann sich in den kommenden Wochen jede Spielerin beweisen und zeigen, warum sie auf diese Position gehört.» Die nächste Gelegenheit, dies unter Beweis zu stellen, bietet sich den Willisauer Feldspielerinnen und Torhüterinnen morgen ab 15.30 Uhr in der Oltner Giroud-Halle.






