Am vergangenen Samstag galt es für sechs Turnerinnen des STV Willisau ernst: Beim SM-Qualiwettkampf in Sarnen massen sie sich mit den besten Turnerinnen des Turnverbands Luzern, Ob- und Nidwalden. Für die einen wurde der Wettkampf zum optimalen Saisonabschluss, für andere fiel der Startschuss für eine Teilnahme an den Schweizer Meisterschaften im November.

Kategorie 5 dreifach vertreten

Die Turnerinnen der Kategorie 5 duften als erstes die Wettkampfluft des SM-Qualiwettkampfes in Sarnen schnuppern. Mit spürbarer Nervosität, aber auch grosser Vorfreude starteten die drei Turnerinnen am Reck in den Wettkampf. Die glatte Reckstange stellte dabei eine besondere Herausforderung dar, welche die Turnerinnen jedoch mit grosser Bravour meisterten. Seline Birrer und Mia Häfliger durften sich für ihre Übungen jeweils die gute Note 9.10 gutschreiben lassen.

Anschliessend ging es für die Turnerinnen am Boden weiter. Besonders Luisa Thalmann und Mia Häfliger brillierten mit eleganten und ausdrucksstarken Übungen und wurden dafür mit den Noten 9.20 und 9.25 belohnt. Auch an den Schaukelringen machte sich das zusätzliche Training in der Schaukelringsektion bezahlt: Alle drei Turnerinnen zeigten überzeugende Übungen und durften sich über tolle Noten freuen.

Am Sprung konnten sie leider nicht mehr ganz an ihre bisherigen Leistungen anknüpfen und mussten deutliche Abzüge der Wertungsrichter in Kauf nehmen.

Solide Leistungen der K6-Turnerinnen

Direkt im Anschluss starteten die beiden Willisauer K6-Turnerinnen Alicia Meier und Anna Zetzsche ebenfalls am Reck in den Wettkampf. Die Tribüne der Dreifachturnhalle in Sarnen war bis auf wenige Plätze gut besetzt und sorgte für eine tolle Wettkampfstimmung. Beide Turnerinnen zeigten am Reck solide Übungen und legten damit einen guten Grundstein für den weiteren Wettkampf.

Am Boden konnten Alicia und Anna ihre Leistungen nochmals steigern. Mit gelungenen Doppelflick-Flacks und ausdrucksstarken Übungen erturnten sich beide eine sehr gute Note. Auch an den Schaukelringen knüpften sie an ihre bisherigen Leistungen an und schwingen mit viel Eleganz durch die Halle.

Wie bereits bei den K5-Turnerinnen wurde jedoch auch für die K6-Turnerinnen der Sprung zum entscheidenden Gerät. Wertvolle Punkte gingen durch Abzüge verloren, was sich letztlich auch in der Gesamtwertung bemerkbar machte.

Chantal Scherrer mit Glanzleistung am Boden

Zum Abschluss des Wettkampftages stellte Chantal Scherrer einmal mehr ihr Können unter Beweis. Die 21-Jährige startete an ihrem Paradegerät Boden und sorgte gleich zu Beginn für ein Highlight: Mit 9.80 Punkten erturnte sie nicht nur eine neue persönliche Bestnote, sondern gleichzeitig auch die höchste Bodennote der gesamten Kategorie 7 an diesem Wettkampfabend.

Mit diesem Erfolg und grosser Vorfreude ging es an die Schaukelringe, wo Scherrer erneut eine elegante und überzeugende Übung zeigte und dafür sehr gute 9.40 Punkte erhielt. Auch am Sprung konnte sie ihre volle Leistung abrufen. Am Schlussgerät Reck musste sie zwar einige technische Abzüge in Kauf nehmen, durfte sich aber auch hier eine Note von über 9 Punkten gutschreiben lassen.

Erfolgreicher Saisonabschluss und SM-Qualifikation

Bei der Rangverkündigung war die Nervosität nochmals deutlich spürbar. Denn an diesem Wettkampf ging es nicht nur um die begehrten Auszeichnungen, sondern auch um die Qualifikation für die Schweizer Meisterschaften, an denen die Turnerinnen den Turnverband Luzern, Ob- und Nidwalden vertreten dürfen.

In der Kategorie 5 verpasste Seline Birrer mit dem 19. Rang die Auszeichnung nur knapp um zwei Ränge. Auch für die SM-Qualifikation reichte es leider nicht. Mia Häfliger und Luisa Thalmann belegten die Plätze 21 und 33 und verpassten damit ebenfalls die Auszeichnungsränge.

Auch die beiden K6-Turnerinnen mussten den Wettkampf leider ohne Auszeichnung beenden. Trotz verpasster Auszeichnungen dürfen sie auf einen erfolgreichen Saisonabschluss zurückblicken.

Grund zur grossen Freude gab es hingegen bei Chantal Scherrer: Im starken Teilnehmerfeld der K7-Turnerinnen erturnte sie sich den hervorragenden 4. Rang. Das Podest verpasste sie dabei lediglich um zwei Hundertstelpunkte. Mit dieser herausragenden Rangierung sicherte sie sich gleichzeitig die Qualifikation für die diesjährigen Schweizer Meisterschaften im Einzel.

von Lore Hänsler