Turnfahrt Zischtigsgruppe an die 1. Wild Genuss Wanderung Luthertal
von Roli Murpf
Am 12. September 2026 war es endlich soweit: Die langersehnte Turnfahrt der Zischtigsgruppe stand auf dem Programm. Ein Tag voller Bewegung, Geselligkeit, kulinarischer Höhepunkte – und natürlich der einen oder anderen Flüssigkeit, die nicht zwingend zur Hydration beigetragen hat.
Pünktlich, gut gelaunt und bereits bestens versorgt
Der Treffpunkt wurde vom OK Kudi und Joli auf 8.45 Uhr am Bahnhof Willisau angesetzt. Und wie es sich für eine seriös organisierte Turnfahrt gehört, begann der Tag nicht etwa mit Kaffee oder Gipfeli, sondern mit einem Appenzeller Alpenbitter. Schliesslich musste die Gruppe auf Betriebstemperatur gebracht werden.
Bei wunderbar sonnigem Samstagwetter bestieg die gut gelaunte Turnerschar den Zug Richtung Luthern. Kudi bewies dabei bereits früh am Morgen sein taktisches Geschick: Er entschied sich, nicht erst in Hüswil, sondern bereits in Zell aus dem Zug auszusteigen und auf den Bus umzusteigen. Dadurch hatten die Zischtigsgrüppler ihren Sitzplatz auf sicher und die Reisenden, welche in Hüswil in den Bus zustiegen mussten stehen. Eine Entscheidung von strategischer Weitsicht!
Auf zur kulinarischen Wanderung
In Luthern auf dem Schulhausplatz angekommen, machten wir uns auf den Weg zur Anmeldung. Jeder Teilnehmer erhielt sein persönliches Glas sowie ein Postenblatt für Essen und Getränke. Damit war auch offiziell sichergestellt, dass niemand verhungern oder verdursten musste. Eine Samariterin im Einsatz übernahm den verantwortungsvollen Auftrag, als Startschuss das obligate Gruppenfoto zu schiessen. Schon hier zeigte sich: Die Stimmung war bestens!
Posten 1 – Apéro im Innermoos
Beim ersten Posten auf dem Bauernhof Innermoos beim Begegnungszentrums St. Ulrich wurden wir mit einem feinen Apéro-Plättli verwöhnt. Der perfekte Start in eine Wanderung, bei der man bereits nach wenigen Metern den Eindruck gewinnen konnte, dass der kulinarische Teil mindestens ebenso wichtig war wie der sportliche.
Posten 2 – Suppe und Telefonterror
Weiter ging es zum zweiten Posten Hinter-Gernet, wo die Turnerschar mit einer feinen Suppe versorgt wurde. Zwischendurch musste Mättu mit unkonventionellen Mitteln auf sein Smartphone aufmerksam gemacht werden. Grund dafür war ein unbeabsichtigter Telefonterror welchen er zu Hause ausgelöst hatte. Wer es genauer wissen möchte, muss Mättu persönlich fragen.
Posten 3 – Gipfelbier mit Aussicht
Anschliessend folgte der Aufstieg zum höchsten Punkt unserer Wanderung. Dort wartete bereits Bert mit einem wohlverdienten Gipfelbier auf uns. Bei diesem Posten verweilte die Turnerschar dann etwas länger. Nicht etwa, weil die Beine müde gewesen wären – sondern selbstverständlich nur, um die herrliche Aussicht auf Jura und Schwarzwald ausgiebig zu geniessen. Dass dabei das eine oder andere Bier geholfen hat, die Aussicht noch etwas schöner erscheinen zu lassen, ist reine Spekulation.
Überraschungsposten – Jägermeister
Zwischen Posten 3 und 4 erwartete die munteren Turnerinnen und Turner dann ein Überraschungsposten. Überraschung gelungen! Serviert wurde ein Jägermeister-Shot. Bei dieser Gelegenheit probierten viele die neue Variante Orange. Ob die Wanderung danach tatsächlich noch schneller oder besser lief, konnte wissenschaftlich nicht abschliessend geklärt werden. Fest steht jedoch: Die Stimmung stieg nochmals deutlich an.
Posten 4 – Hamburger beim Heuberg
Weiter ging es zum Posten 4 beim Heuberg, wo ein leckerer Hamburger auf die inzwischen doch etwas hungriger gewordene Turnerschar wartete. Nach mehreren Kilometern Wanderung, Suppe, Gipfelbier und Jägermeister war der Hamburger natürlich genau das, was ein ambitionierter Sportler braucht.
Das grosse Finale
Auf dem Platz vor dem Gemeindesaal endete die Wanderung schliesslich dort, wo sie begonnen hatte. Die letzten beiden kulinarischen Herausforderungen warteten bereits. Beim Posten 5 im Gemeindesaal gab es ein köstliches Ragout mit Beilagen. Und beim Posten 6 im Festzelt folgte zum Abschluss noch ein feines Dessert. Damit war der sportliche Teil offiziell beendet. Die Wanderung war geschafft – die Nahrungsaufnahme hingegen noch lange nicht.
Der gemütliche Teil beginnt
Anschliessend liess man die Wanderung bei einem Bierchen vor oder im Festzelt gemütlich ausklingen. Ein Turner war von den enormen Strapazen der Wanderung derart erschöpft, dass er sich im Festzelt kurzerhand etwas hinlegen musste. Ob dies tatsächlich der Erholung oder bereits der Vorbereitung auf die Heimreise diente, ist nicht überliefert. Zwischenzeitlich tauchte dann auch noch ein abtrünniger Zischtigsgrüppler auf, der mit einer anderen Gruppe unterwegs gewesen war. Nennen wir ihn an dieser Stelle einfach einmal Erwin. Kaum war er da, war auch schon ein Glas zerbrochen und ein Turner verletzt. Da jeder selbst entscheiden sollte, wann für ihn der richtige Zeitpunkt für die Heimreise gekommen war, machte sich die Zischtigsgruppe schliesslich mit Bus und Zug auf den Weg zurück nach Willisau.
Willisau – die letzte Etappe
In Willisau angekommen, ging es dann beinahe geschlossen weiter ins Il Castello, wo ein gemütlicher Pizzaplausch auf dem Programm stand. Für all jene, die nach diesem intensiven Wandertag, sechs Verpflegungsposten und diversen Flüssigkeiten immer noch nicht genug hatten, führte der Weg anschliessend noch ins Nordmen. Dort wurde der Abend mit dem obligatorischen Tschüssbecher würdig abgerundet.
Ein herzliches Dankeschön
Ein ganz grosses Dankeschön geht an die Jagdgesellschaften Luthern für die tadellose Organisation dieses gelungenen Anlasses. Die Versorgung entlang der Strecke war hervorragend – und wie es sich für eine richtige Turnfahrt gehört, wurde niemand hungrig oder durstig zurückgelassen. Ein weiterer grosser Dank gilt selbstverständlich Kudi Heiniger und Joli Wigger für die Organisation der diesjährigen Turnfahrt der Zischtigsgruppe.
Wir freuen uns bereits heute auf die Turnfahrten der kommenden Jahre und sind gespannt, welche sportlichen, kulinarischen Abenteuer uns dann erwarten.
Weidmannsheil!






