Mit einer starken Teamleistung überzeugten die Athletinnen des STV Willisau an der Staffel-Schweizermeisterschaft in Lausanne. Das Quartett erkämpfte sich in der Olympischen Staffel den ausgezeichneten vierten Rang. Drei der vier Athletinnen traten nur zwei Stunden später erneut an und erreichten in der anspruchsvollen Américaine-Staffel den neunten Platz.
Olympische Staffel: Nur drei Sekunden fehlen zum Podest
Mit grosser Vorfreude und ohne konkrete Erwartungen, reiste das Team mit Michelle Scherrer, Lena Pfrunder, Naja Liem und Leonie Roos an die Staffel-Schweizermeisterschaften nach Lausanne.
In der Olympischen Staffel eröffnete die 800-Meter-Läuferin Michelle Scherrer das Rennen. Sie ging ihre Strecke sehr kontrolliert und geduldig an, bevor sie auf den letzten 200 Metern zu einer beeindruckenden Aufholjagd ansetzte. Mit einer starken Zeit von 2:15 Minuten übertraf sie die Erwartungen deutlich und übergab den Stab auf dem hervorragenden 4. Rang an Lena Pfrunder.
Lena zeigte anschliessend einen überzeugenden 400-Meter-Lauf. Obwohl sie in der ersten Kurve von der starken Tessiner Konkurrentin überholt wurde, liess sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Mit viel Kampfgeist gelang es ihr, die Läuferin des Teams Nordstar Luzern noch zu überholen und die hervorragende Ausgangslage zu verteidigen.
Als dritte Läuferin übernahm Naja Liem den Stab. Sie absolvierte die 200 Meter mutig und mit hohem Tempo, bevor sie an Schlussläuferin Leonie Roos übergab. Leonie zeigte auf den abschliessenden 100 Metern eine starke Leistung und verteidigte den 4. Rang souverän bis ins Ziel. Schliesslich fehlten nur 3 Sekunden auf den 3. Rang.
Mit einer geschlossenen Teamleistung und grossem Einsatz auf allen vier Strecken durfte sich das Quartett am Ende über den ausgezeichneten 4. Schlussrang an den Staffel-Schweizermeisterschaften freuen. Das Resultat sind dabei 4 glückliche Gesichter.
Américaine-Staffel verlangt dem Trio alles ab
Nur zwei Stunden später standen Lena Pfrunder, Leonie Roos und Michelle Scherrer bereits erneut an der Startlinie. In der Americane-Staffel galt es, als Team insgesamt drei Kilometer zurückzulegen. Dabei übergaben sich die drei Läuferinnen nach jeweils 200 Metern den Stab. Aufgrund der kurzen Erholungsphasen zwischen den Einsätzen zählt diese Disziplin zu den besonders anspruchsvollen Staffelwettbewerben.
Die drei Athletinnen waren hervorragend aufeinander abgestimmt und teilten die Belastung je nach ihren individuellen Stärken und Ausdauerfähigkeiten optimal auf. Mit grossem Einsatz kämpften sie sich Runde für Runde durch das Rennen. Wie anspruchsvoll die Belastung war, brachte Leonie Roos nach dem Lauf treffend auf den Punkt: «Es war das härteste Rennen meines Lebens.»
Trotz der bereits absolvierten Olympischen Staffel zeigte das Trio eine starke Leistung und durfte sich am Ende über den 9. Schlussrang freuen.
Für die Athletinnen hatte dieser Wettkampf eine besondere Bedeutung. So betonte Michelle den Wert des Teamgedankens: «Es bedeutet mir viel, für das Team alles zu geben und füreinander zu laufen.»
Bericht: Janine Birrer
Fotos: Naja Liem






