Die Willisauerinnen müssen einen weiteren Rückschlag im Kampf um den Ligaerhalt in der Nationalliga B hinnehmen. Beim Rückrundenstart in Büsingen SH am Sonntag schaute am Ende des Tages nur ein Punkt heraus. Damit nimmt der Druck auf das Team am Tabellenende weiter zu. Immerhin konnte dank des Unentschiedens gegen Menznau bis auf einen Punkt zum neuntplatzierten Täuffelen 2 aufschliessen. Auf den rettenden achten Rang fehlen nun acht Punkte bei verbleibenden sechs Spielen. «Das wird nun eine sehr schwierige Aufgabe», sagt Spielertrainerin Mirjam Isenschmid.
Gegen Urtenen 2 starteten die Willisauerinnen nervös ins Spiel. Oft schlossen sie in der Offensive zu hastig ab, die Bernerinnen hingegen zeigten sich routiniert und lagen nach einigen Minuten mit 4:0 in Front. Mit fortschreitender Spieldauer fand der STVW immer besser ins Spiel und konnte seine ersten Treffer verbuchen. Die zweite Halbzeit spielte das Team massiv besser, kam nun mit Tempo und nutzte seine Chancen aus. Um überhaupt noch eine Chance auf den Sieg zu haben, öffneten sich die Willisauerinnen in der Verteidigung, was den Gegnerinnen mehr Raum einbrachte. Schliesslich endete die Partie mit 15:9 für die Bernerinnen.
Nun mussten zwei Siege her. Gegen Moosseedorf 2 hatten die Willisauerinnen noch eine offene Rechnung, nachdem in der Vorrunde eine knappe Niederlage herausgeschaut hatte. Das Spiel wurde hart geführt, und die Willisauerinnen musste in den ersten 10 Minuten zwei Mal in Unterzahl spielen, da sie sich in der Verteidigung zwei Zweiminuten-Strafen eingeholt haben. Zwar konnten sie die Spielmacherin aus dem Spiel nehmen, deren Teamkolleginnen waren jedoch nicht minder treffsicher und konnten in die Bresche springen. So stand es zur Pause 6:4 für die Bernerinnen. Auch nach der Pause fanden die Grafenstädterinnen nicht wirklich in ihr eigenes Spiel. Zwar bäumten sie sich am Ende nochmals auf und konnten mit einigen Penaltytreffern dranbleiben, es reichte jedoch nicht mehr, um die Gegnerinnen einzuholen. Die Partie ging ärgerlicherweise mit 9:11 verloren.
Einen besseren Auftritt legte der STVW gegen Menznau hin. Das Spiel war auf Augenhöhe und das Skore stets ausgeglichen. Die Menznauerinnen legten zu Beginn vor, die Willisauerinnen gleich nach. Zwar war die Partie aufgrund der heissen Temperaturen und schwindenden Kräften nicht von schnellen Vorstössen geprägt, doch es war ein spannendes Spiel. Die Willisauerinnen auf ihrer Seite nahmen sich viel Zeit in ihren Angriffen und konnten sich einige schöne Chancen herausspielen. Zur Pause war die Partie nach wie vor ausgeglichen. Und im gleichen Stil ging es in der zweiten Hälfte weiter. Das Chancenplus lag auf der Willisauer Seite, doch einige gute Situationen konnten nicht ausgenutzt werden. Gegen Ende lag der STVW mit einem Korb in Front und hatte nun die Möglichkeit, zwei Punkte mit nachhause zu nehmen. Eine Zweiminutenstrafe in der letzten Spielminute machte das Vorhaben etwas schwieriger, und die Menznauerinnen konnten im Gegenzug den Ausgleich erzielen. Den Willisauerinnen blieb noch ein Angriff, doch die Zeit lief ab, ehe sie noch zu einem Treffer kamen. Und so endete die Partie mit 9:9.
Spielertrainerin Mirjam Isenschmid zeigte sich nach der Spielrunde enttäuscht. «Einmal mehr wäre mehr dringelegen. Wir können mit dem schwindenden Selbstbewusstsein das Glück in vielen Partien noch zu selten auf unsere Seite zwingen.» Rein rechnerisch ist der Ligaerhalt noch möglich, doch man nehme nun Spiel für Spiel. Gleich am nächsten Sonntag geht es weiter mit der fünften Spielrunde in Madiswil-Aarwangen. (fmü)






