Matchvorschau

Im letzten Saisonspiel geht es für die Willisauer sportlich um nichts mehr. Dennoch will man bei der Dernière von Trainer Frank Stein einen würdigen Abschluss feiern.

Die Erleichterung nach dem Schlusspfiff am vergangenen Sonntag war gross. Der 38:34-Auswärtssieg gegen die HSG Mythen-Shooters bedeutete, dass die Willisauer Handballer auch in der kommenden Saison in der 1. Liga spielen werden. Damit wurde das Minimalziel «Ligaerhalt» erreicht.

von Limacher Lars

Ein Blick auf die Zahlen zeigt, wie sich Licht und Schatten während der Saison abwechselten: 10 Siegen stehen 11 Niederlagen und 2 Unentschieden gegenüber. Sportchef Brian Büchli blickt deshalb mit gemischten Gefühlen zurück: «Auf der einen Seite haben wir uns hinsichtlich der Platzierung mehr erhofft. Wir wollten den Ligaerhalt eigentlich viel früher sichern.» Die Ursache für das lange Zittern ist jedoch schnell gefunden: die schwache Abwehrleistung. Die Willisauer gehören zu den Mannschaften mit der schwächsten Defensive. In vielen Partien kassierten sie deutlich über 30 Gegentore – eine sehr hohe Zahl. Im Hinblick auf die kommende Saison soll deshalb in der Vorbereitung ein klarer Fokus auf die Verteidigungsarbeit gelegt werden.

Andererseits gab es auch Lichtblicke. «Individuell haben wir Fortschritte gemacht. Das beste Beispiel ist Flügelspieler Damian Lienhart, der während der gesamten Saison konstant auf hohem Niveau gespielt hat», lobt Brian Büchli.

Gegen den Tabellenführer

Bevor es in die Meisterschaftspause geht, empfangen die Willisauer Handballer morgen Samstagabend den Tabellenführer HSG Siggenthal/Baden/Endingen. Die Aargauer sind unangefochten an der Spitze und können nicht mehr von Platz 1 verdrängt werden. Da Willisau den Ligaerhalt bereits gesichert hat, hat die Partie sportlich keine Bedeutung mehr.

Das heisst jedoch nicht, dass man das Spiel einfach herschenken will. «Wir wollen unseren treuen Zuschauern, die uns auch in dieser Saison wieder tatkräftig unterstützt haben, unseren scheidenden Spielern und natürlich unserem Trainer Frank Stein, dem die STV Willisau Handballriege viel zu verdanken hat, einen attraktiven und würdigen Abschluss bieten», so Sportchef Brian Büchli.