Matchbericht

Der STV Willisau musste sich im letzten Heimspiel der Saison der SG HV Olten denkbar knapp geschlagen geben. Vor 230 Zuschauenden entwickelte sich eine intensive Partie, in der Willisau lange einem Rückstand hinterherlief, sich in der Schlussphase jedoch eindrücklich zurückkämpfte. Trotz grossem Einsatz und einer dramatischen Schlussminute reichte es am Ende nicht ganz zu einem Punktgewinn.

  • STV Willisau – SG HV Olten 1

  • 14. März 2026, XX Uhr

  • BBZ Halle

  • Resultat: 33:34

von Anja Schwer

Willisau fand nur schwer in die Partie. Die Gäste aus Olten starteten konzentriert und nutzten ihre ersten Chancen konsequent. Während das Heimteam im Angriff noch nach dem richtigen Rhythmus suchte und sich einige technische Fehler einschlichen, setzte sich Olten früh mit mehreren Toren ab.

Trotz einzelner gelungener Aktionen gelang es Willisau zunächst nicht, den Rückstand entscheidend zu verkleinern. Olten zeigte sich effizient im Abschluss und hielt den Vorsprung über weite Strecken der ersten Halbzeit konstant. Erst kurz vor der 20. Minute zwang Willisau die Gäste vermehrt zu Fehlern und nutzte diese mit schnellen Gegenstössen, wodurch der Rückstand auf drei Tore verkürzt werden konnte. Gegen Ende der ersten Hälfte stabilisierte sich das Spiel der Willisauerinnen zunehmend, wodurch der Abstand nochmals leicht reduziert wurde. Zur Pause lag das Heimteam dennoch mit 18:20 im Rückstand.

Willisau bleibt kämpferisch

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich weiterhin ein intensives Spiel. Für Willisau war klar, dass man vor heimischem Publikum nochmals alles geben wollte. Olten konnte sich zunächst erneut leicht absetzen, während Willisau weiterhin viel Aufwand betreiben musste, um zu erfolgreichen Abschlüssen zu kommen. Gleichzeitig verhinderten einige technische Fehler und verpasste Chancen, dass der Rückstand schneller verkleinert werden konnte.

Die zweite Halbzeit war zudem von mehreren Zweiminutenstrafen auf beiden Seiten geprägt, was den Spielfluss immer wieder unterbrach. Dennoch zeigte Willisau grosse Moral und liess sich vor heimischem Publikum nicht abschütteln. Mit zunehmender Spieldauer gelang es immer besser, das Spiel der Gäste zu unterbrechen und selbst wieder häufiger zum Torerfolg zu kommen. So blieb die Partie bis in die Schlussphase hinein offen.

Aufholjagd in den letzten Minuten

In den letzten Minuten nahm die Partie nochmals deutlich an Spannung zu. Willisau lag weiterhin mehrere Tore zurück, mobilisierte jedoch nochmals alle Kräfte und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück ins Spiel. Die Defensive arbeitete konsequent und auch im Angriff gelangen wichtige Treffer.

Kurz vor Spielende fiel schliesslich der Ausgleich zum 33:33, was die Halle nochmals lautstark aufleben liess. Die Hoffnung auf einen Punktgewinn war plötzlich wieder da. Doch praktisch im direkten Gegenzug gelang den Gästen wenige Sekunden vor Schluss der entscheidende Treffer zum 34:33-Endstand.

Emotionaler Saisonabschluss

Neben der sportlichen Entscheidung stand nach dem Spiel vor allem der emotionale Saisonabschluss im Mittelpunkt. Im Anschluss an die Partie wurden mehrere verdiente Teammitglieder verabschiedet.

Mit Julia Günnel, Maria von Rotz, Chiara Meier und Anja Roth verlassen vier Spielerinnen das Team. Zudem endet eine Ära im Trainerteam: Trainer Jan Peter wurde ebenso verabschiedet wie Co-Trainerin Denis Egli, die ihre Tätigkeit ebenfalls beendet.

Willisau BBZ – 230 Zuschauer – SR: Baumann Daniel, Celentano Simon – Strafen: 6×2 Minuten gegen Willisau und 6×2 Minuten gegen SG HV Olten 1

STV Willisau: Setz (25 %), Roos , Meier (2), Von Rotz (1), Portmann L. (4), Küttel (3), Kneubühler, Furrer (2), Donati (5), Portmann K. (1), Marti (3), Günnel (6), Roth A. (1), Steiger (1), Baumeler (4), Schwer L.,Staff: Peter Jan, Egli Denis, Cranz Simone, Mehr Regula

SG HV Olten 1: Gnehm (26 %), Kaiser , Traber (5), Seliger (4), Zanitti (2), Wettstein (2), Witschi (2), Rakaric (4), Kern (2), Page (1), Läber (6), Hartmann (3), Shabanaj (3), Staff: Müller-Ravlic Ivana, Bichsel André, Romeo Sabine, Siegenthaler Tamara, Romeo Sandro