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Freitag, 10. Mai 2019

Start in eine lange und intensive Saison

Leichtathletik/ Willisauer Meeting

Anlässlich des Eröffnungsmeetings in Wilisau von morgen Samstag steigen viele Leichtathleten in die Freiluftsaison ein. Auch bei der 47. Austragung sind nationale und regionale Spitzenathleten mit von der Partie.

Alljährlich bildet das Willisauer Meeting den Starschuss in die Freiluftsaison der Leichtathleten, so auch in diesem Jahr. Dabei steht eine lange und abwechslungsreiche Leichtathletiksaison bevor. Die Aktiv-Weltmeisterschaften finden dieses Jahr aufgrund der klimatischen Bedingungen am Austragungsort Doha erst im Herbst und somit äusserst spät statt. Anders sieht es bei den Nachwuchsathleten aus. Mit dem EYOF, den U20- und U23-Europameisterschaften sowie der Universiade finden gleich vier Nachwuchsgrossanlässe im Juli statt. Hinzu kommen im August die Team-Europameisterschaften der Aktiven und im Juni die European Games – ein Multisportevent, bei dem auch die Schweizer Leichtathleten ein Team stellen. Um sich für einen dieser internationalen Events zu qualifizieren, gilt es vom Schweizerischen Leichtathletikverband festgelegte Limiten zu erfüllen. Mehrere Aspiranten auf einen Startplatz an einem dieser internationale Wettkämpfe nutzen das Eröffnungsmeeting in Willisau von morgen Samstag als erste Standortbestimmung. Allen voran das Schweizer Mehrkampfkader, welches bereits zum 38. Mal in Willisau zu Gast ist und einen Vier- respektive Fünfkampf absolviert.

Mehrkampf mit Géraldine Ruckstuhl und Fabian Steffen

Bei den Frauen sind mit Géraldine Ruckstuhl (STV Altbüron), Caroline Agnou (Satus Biel) und Annik Kälin (AJTV Landquart) die zurzeit stärksten Mehrkämpferinnen am Start. Sie messen sich für einmal in den vier Disziplinen 100 Meter Hürden, im Hochsprung, im Kugelstossen und über 150 Meter. Während der Hochsprung eine der Paradedisziplinen von Géraldine Ruckstuhl ist, gilt EM-Teilnehmerin Annik Kälin als beste Hürdenläuferin des Trios. U23-Europameisterin Caroline Agnou stösst hingegen die Kugel am Weitesten – Hochspannung um den Tagessieg ist somit garantiert. Auch bei den Männern, die einen Fünfkampf bestehend aus den Disziplinen 110 Meter Hürden, Diskus, Kugelstossen, Hochsprung und neu einen 300-Meter- anstelle eines 1000-Meter-Laufes absolvieren, ist ein illustres Feld am Start. Allen voran gespannt sein darf man auf den Auftritt von U20-WM-Bronzemedaillengewinner Simon Ehammer (TV Teufen), dem Spitzensport-RS-Absolventen Andri Oberholzer (NET Sportclub LA Amriswil) und auf den Basler Finley Gaio (SC Liestal), der im vergangenen Jahr den Schweizer Juniorenrekord im Zehnkampf verbesserte. Aus regionaler Sicht steht der Grossdietwiler Fabian Steffen (STV Altbüron) im Fokus.

Seline Scherrer gegen die Zeit

Die Entscheidung, bei den Aktiven nur noch Mittelstreckenrennen über 1'000 Meter auszutragen, hat sich bewährt. Diese Läufe werden nicht mehr wie früher am Schluss, sondern bereits um 13.10 Uhr (Männer), respektive 13.35 Uhr (Frauen) stattfinden. Dabei stehen wiederum Pacemaker im Einsatz, welche die gemeldeten Läuferinnen und Läufer zu Bestzeiten führen sollen. Bei den Frauen sind unter anderem Sabine Bonvin (Athle.ch), Selina Ummel (BTV Aarau) und Noëmi Jakober (LA Alpnach) am Start, die alle Bestzeiten unter 3 Minuten aufweisen. Besonders gespannt sein darf man jedoch auf den Auftritt der Einheimischen Seline Scherrer. Die Athletin von Josef Vogel hat über die Wintermonate grosse Fortschritte erzielt und möchte nun erstmals die 2:50-Minuten-Grenze durchbrechen. Ebenfalls über 1000 Meter am Start sind ihre Schwester Michelle Scherrer und Jana Grüter (beide STV Willisau). Bei den Männern sind unter anderem der amtierende 800-Meter-Schweizermeister Pascal Furtwängler (TV Länggasse Bern) und Jonas Schöpfer (STV Sempach) gemeldet, die sich in der Vergangenheit schon oft spannende Duelle geliefert haben – vielleicht auch am Samstag auf dem Schlossfeld. Ebenfalls über die zweieinhalb Bahnrunden hinter der Startlinie steht der Schötzer Simon Schüpbach (LR Gettnau).

Céline Schwarzentruber und Lena Bussmann auf Limitenjagd

Jedes Jahr ein Higlight bildet der Sprintcup bestehend aus Läufen über 60, 100 und 150 Meter. Grosser Abwesender ist in diesem Jahr der Menznauer Andreas Haas (STV Wilisau), der am Samstag die Schulbank drückt. Die Willisauerin Céline Schwarzentruber möchte sich im Weitsprung für die diesjährigen U23-Europameisterschaften qualifizieren. Dafür ist eine Weite von 6.20 Meter gefordert – die Bestweite der 21-Jährigen steht bei 5.97 Meter – aufgestellt vor einem Jahr auf dem Schlossfeld. An ihrem Heimmeeting wird sie zudem über 100 Meter antreten. Auch Lena Bussmann möchte im Sommer nur zu gern das Schweizer Dress überziehen. Der Willisauerin winkt im Hochsprung die Teilnahme am EYOF- dem «European Youth Olympic Festival» in Baku. Um sich dafür zu qualifizieren muss sie ihre Besthöhe von 1.72 Meter um einen Zentimeter auf 1.73 steigern und zum Zeitpunkt der Selektion die beste Schweizer Hochspringerin der Jahrgänge 2002/2003 sein. Grosse Teilnehmerfelder werden wie in den Vorjahren im Nachwuchsbereich erwartet. Nach einem erfolgreichen Trainingslager im deutschen Breisach werden zahlreiche Athleten des organisierenden STV Willisau mit von der Partei sein und versuchen, die im Training erzielten Fortschritte auch im Wettkampf umzusetzen. Nachmeldungen vor Ort werden bis jeweils eine Stunde vor Beginn der einzelnen Disziplinen angenommen. Die Wettkämpfe beginnen um 11 Uhr und enden mit den 600-Meter-Läufen der weiblichen Nachwuchskategorien, die um 17.25 Uhr starten. Umrahmt wird das Meeting von einer leistungsfähigen Festwirtschaft.

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