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Donnerstag, 28. April 2016

Startschuss in eine olympische Saison

Mit dem 44. Willisauer Meeting fällt morgen Samstag der Startschuss zur Outdoorsaison 2015. Die Highlights auf den Schlossfeldanlagen folgen sich wie in jedem Jahr im Minutentakt.

von Esther Peter-Dossenbach

Das Leichtathletikjahr 2016 steht ganz im Zeichen der Olympischen Sommerspiele in Rio. Die Spitzenathletinnen und -athleten stehen mitten in ihren Vorbereitungen. Die Qualifikationsperiode für Rio dauert vom 1. Mai bis 11. Juli 2016. Das 44. Willisauer Meeting nutzen einige als Standortbestimmung.

So auch das nationale Mehrkampfkader, welches heuer in Willisau ein kleines Jubiläum feiert. Bereits zum 35. Mal sind sie dabei und absolvieren einen Fünf- (Männer) respektive Vierkampf (Frauen). Angeführt wird das Damenfeld heuer von Ellen Sprunger (Cova Nyon). Mit 6124 Punkten erzielte die 29-Jährige 2012 die zweitbeste Leistung einer Schweizer Siebenkämpferin. Sie wird in Willisau kaum zu bezwingen sein.

In ihrem Sog wird es spannend zu sehen sein, welche Leistungen den Nachwuchsathletinnen Céline Albisser und Athina Schweizer (beide LV Frenke) sowie Iris Inderbitzin (TSV Steinen) gelingt.

Leider nicht am Start ist Géraldine Ruckstuhl vom STV Altbüron. Die letztjährige U18-Weltmeisterin ist nach ihrem Trainingssturz noch nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte (siehe spezielles Interview auf dieser Seite). Sie wird das Meeting auf dem Schlossfeld diesmal von einer anderen Seite, als Fan ihrer Vereinskollegen und als Zuschauerin, erleben.

Auf mehrere Schultern verteilt

Bei den Männern ist die Favoritenrolle auf mehrere Schultern verteilt. Infrage für den Tagessieg kommen Jonas Fringeli (LC Turicum), Flavien Antille (CABV Martigny), Christian Loosli (LC Zürich) sowie die beiden Athleten vom TV Buttikon-Schübelbach, Michael Bucher und Jan Deuber. Raphael Holdener (ETV Schindellegi) und Pascal Magyar (LC Zürich) könnten die Rolle der lachenden «Dritten» übernehmen, falls die Topathleten patzen.

Mehrkämpfer Fabian Steffen (STV Altbüron) verzichtet auf den Fünfkampf. Nach einer leichten Entzündung im Rückenbereich trainiert er momentan etwas reduziert. Welche Disziplinen er morgen bestreitet, entscheidet er kurzfristig.

Stark besetzte Mittelstrecken

Nicht nur die Olympischen Spiele stehen heuer im Fokus der Leichtathletik-agenda. Vom 6. bis 10. Juli 2016 findet in Amsterdam mit den Europameisterschaften ein weiterer Höhepunkt statt. Und auch hier liebäugeln diverse Athletinnen und Athleten mit einer Teilnahme.

Soeben hat der Schweizerische Leichtathletikverband die ersten Selektionen vorgenommen. Sechs Läufer und fünf Läuferinnen bestreiten am Abschlusstag den erstmals im Programm figurierenden Halbmarathon. Morgen Samstag ist die Distanz über 1000 Meter die längste, welche angeboten wird. Erneut nutzen diverse Mittelstreckencracks diese als perfekte Standortbestimmung für den weiteren Saisonverlauf.

Starke Felder sind zu erwarten über 1000 Meter bei den Frauen und auch bei den Männern. Stefanie Barmet (STV Willisau) erhält in diesem Rennen Konkurrenz von Sonja Andenmatten (LV Visp) und Véronica Vancardo (TSV Düdingen).

Hochkarätig besetzt sind die zweieinhalb Bahnrunden bei den Männern. Hugo Santacruz (LC Rapperswil-Jona) will heuer die 800-Meter-Limite für Rio knacken. Mit einem positiven Saisoneinstieg in Willisau kann er diesem Unterfangen ganz bestimmt einen zusätzlichen Motivationsschub verleihen. Er wird gefordert von den Brüdern David, Jonas und Matthias Schöpfer (STV Sempach), dem Langenthaler Jonas Leuenberger und Guillaume Laurent (CA Sion). Sie alle weisen persönliche Bestzeiten auf zwischen 2.25 bis 2.30 Minuten.

Bekannte Pacemaker

Für schnelle Endzeiten sorgen Pacemaker. Diese schwierige Aufgabe übernehmen Roland Christen (STV Willisau), Seline Scherrer (STV Willisau) und Lisa Stöckli (LR Gettnau). Das Trio hat sich genaue Durchgangszeiten vorgenommen, damit die möglichen Schlusszeiten von 2:24 Minuten respektive 2:55 über 1000 Meter sowie 1:19 beziehungsweise 1:33 über 600 Meter auch realisiert werden können. Spannende Läufe ab 16.45 Uhr (600 Meter) und 17.30 Uhr (1000 Meter) sind garantiert.

Toller Anschauungsunterricht

Doch nicht nur über die Mittelstrecken erwartet OK-Präsident Beat Frei Spitzenathleten. Immer beliebter wurde in den letzten Jahren der Sprintcup über 60, 100 und 150 Meter. Grosse Teilnehmerfelder werden aber auch beim Nachwuchs erwartet. Die Jüngsten können sich beim Willisauer Meeting wie gewohnt nicht nur in den verschiedensten Disziplinen mit Gleichaltrigen messen. Sie nutzen diesen Wettkampf gleichzeitig auch als Anschauungsunterricht auf höchstem Niveau.

Lückenlos am Start wird auch die LA-Abteilung des organisierenden STV Willisau sein. Sie haben sich traditionsgemäss im Trainingslager nach Ostern auf diesen ersten Saisonhöhepunkt vorbereitet. Obwohl sich bereits viele im Vorfeld für einen Start beim 44. Willisauer Meeting entschieden haben, ist es immer noch möglich, sich anzumelden und zwar bis eine Stunde vor dem jeweiligen Disziplinenbeginn.

Der Zeitplan in Willisau

Beim 44. Willisauer Leichtathletikmeeting morgen Samstag, 30. April, fällt der Startschuss um 11.30 Uhr mit den Staffeln.

Ab 12.30 Uhr folgen die technischen Disziplinen in den Kategorie Männer/Frauen, U18, U16, U14, U12.

Fünfkampf Männer. 12.30 Uhr: 110 Meter Hürden; 13.45 Uhr: Diskuswerfen; 15.00 Uhr: Hochsprung; 16.45 Uhr: Kugelstossen; 17.45 Uhr: 1000 Meter.

Vierkampf Frauen. 13.00 Uhr: 100 Meter Hürden; 14.15 Uhr: Hochsprung; 15.00 Uhr: Kugelstossen; 17.00 Uhr: 150 Meter.

Sprintcup Männer. 14.00 Uhr: 60 Meter; 15.00 Uhr: 100 Meter; 17.00 Uhr; 150 Meter.

Frauen. 14.15 Uhr: 60 Meter; 15.00 Uhr: 100 Meter; 17.00 Uhr: 150 Meter.

Ab 17.30 Uhr: 1000-Meter-Rennen alle Kategorien.

Aktuelle Infos wie den genauen Zeitplan unter www.stvwillisau.ch, Rubrik Anlässe.