Pressearchiv Detail

Dienstag, 27. November 2018

Damen 1 & Herren 1: 1. WMS-Runde vom 24.11.18

Während das Willisauer Damen-Fanion-team zum Auftakt in die Innerschweizer Korbball-Meisterschaft ohne Punkte blieb, konnten die Herren die Erwartungen übertreffen.

von Fabienne Mühlemann und Ruedi Wermelinger

Die Willisauerinnen waren sich bewusst, dass gleich in der ersten Runde am Samstagnachmittag drei hochkarätige Mannschaften warteten. Nach dem Einzug in den Cup-Achtelfinal und dem guten Abschneiden am heimischen Turnier wollten die Hinterländerinnen den Schwung mit in die Wintermeisterschaft nehmen. So strebten sie aus den ersten drei Partien mindestens vier Punkte an.
Das erste Spiel bestritten die Willisauerinnen gegen die NLA-Aufsteigerinnen aus Unterkulm. Beide Teams waren von Beginn an wachsam und aktiv und lieferten sich ein temporeiches und unterhaltsames Spiel. Zur Pause führten die Aargauerinnen knapp. Auch in den zweiten 12 Minuten agierten die Hinterländerinnen in der Defensive stabil und im Angriff wurde das Team mutiger. Dies führte jedoch zu einigen unnötigen Ballverlusten, die von den Gegnerinnen ausgenutzt wurden. Den Luzernerinnen bot sich kurz vor Schluss die Möglichkeit, mittels Penalty noch einmal ins Spiel zu kommen. Die Chance wurde aber vertan. Der Anschlusstreffer zum 6:7 in letzter Sekunde änderte nichts mehr an der Niederlage im ersten Spiel.

Urtenen routiniert

Das angestrebte Ziel lag aber immer noch in Reichweite. Im Sommer in der Nationalliga A hatten die Willisauerinnen bewiesen, dass ihnen das Team aus Urtenen liegt. Entsprechend selbstbewusst starteten sie in die zweite Partie des Tages. Das starke Team aus Urtenen kam zu Beginn nicht wirklich in die Gänge. Die Willisauerinnen profitierten davon und legten bis zur Pause mit 5:4 vor. In der zweiten Halbzeit kamen die Bernerinnen aber in Schwung. Schon bald nach dem Wiederanpfiff war der Vorsprung weg. Die Willisauerinnen agierten in der Defensive nicht mehr ganz so konsequent, zeigten insgesamt aber eine gute Partie. Zu Punkten reichte das aber erneut nicht: Urtenen setzte sich mit 10:8 durch.

Clevere Nidwaldnerinnen

Vor dem dritten und letzten Spiel des Tages gegen Wolfenschiessen blieb aus Sicht der Willisauerinnen nur noch, den Fehlstart einigermassen im Rahmen zu halten. Im Gegensatz zu den vorherigen beiden Spielen verlief die Partie eher träge. Die Nidwaldnerinnen setzten auf ihre langen Angriffe und waren mehrheitlich in Ballbesitz. Nach 7 Minuten waren die Willisauerinnen erst dreimal im Angriff gewesen, zur Pause führten sie aber mit 1:0. Der Schiedsrichter hielt es nicht für notwendig, etwas gegen die lange ausgespielten Angriffe von Wolfenschiessen zu unternehmen. Das Spiel wurde zunehmend nervöser, was bei den Willisauerinnen zu Fehlern führte. Die Nidwaldnerinnen agierten schlicht cleverer und brachten den Sieg mit 4:3 nach Hause.

Die Willisauerinnen liegen damit nach der ersten Runde ohne Punkte auf dem letzten Platz. Die Chance zur Wiedergutmachung bietet sich aber bereits am kommenden Samstag.

Männer übertreffen die Erwartungen

Anders verlief der 1. Spieltag für das Männer-Fanionteam des STV Willisau. Die Mannschaft rund um Spielertrainer Walter Korner hat sich vorgenommen, mindestens den hervorragenden 5. Platz aus dem Vorjahr zu bestätigen. Um einen ersten Schritt in diese Richtung machen zu können, waren aus den Spielen der ersten Runde gegen das erfahrene Team aus Boswil, den Serienmeister aus Neuenkirch und die kampfstarken Buochser im Minimum drei Punkte gefordert.

Dass die Willisauer gewillt waren, diese Vorgabe zu erfüllen, zeigten sie gleich von Beginn an. Das Team aus Boswil wurde in der ersten Halbzeit regelrecht überfahren und da die Hinterländer zudem in der Verteidigung so gut wie keine Chancen zuliessen, resultierte eine verdiente 3:0-Führung zur Pause. Auch in der zweiten Halbzeit kombinierten sich die Willisauer in der Offensive ein ums andere Mal äusserst sehenswert durch die gegnerische Verteidigung und hielten in der Defensive weiterhin gut stand. Der 8:3-Erfolg war letztlich auch in dieser Höhe absolut verdient.

Den Meister gefordert

Mit dem Team aus Neuenkirch wartete im zweiten Spiel ein anderes Kaliber auf die Hinterländer. Der amtierende Innerschweizer Meister bewies gleich in der Startphase seine ganze Klasse und nutzte die anfängliche Nervosität der Willisauer eiskalt aus. Für die Hinterländer galt es nun, erst einmal Ruhe und Ordnung in das Spiel zu bringen. Dieses Unterfangen gelang von Minute zu Minute besser. Bis zur Pause (1:5) konnte der Rückstand stabilisiert und auch das eigene Skore eröffnet werden. Doch damit nicht genug. Nun war es plötzlich das Team von Spielertrainer Walter Korner, das seine ganze Klasse aufzeigte. Die Willisauer zeigten im zweiten Durchgang wahrscheinlich ihre beste Halbzeit des vergangenen Jahrzehnts, wobei insbesondere ihre bärenstarke Verteidigungsarbeit hervorstach. Sie holten Korb um Korb auf und hatten kurz vor Spielende gar die Chance zum 6:6-Ausgleich. Diese konnte aber nicht genutzt werden, weshalb die grosse Sensation hauchdünn ausblieb.

Souveräner Abschluss

Somit war die Ausgangslage für das abschliessende Spiel gegen die kampfstarken Buochser klar: Mindestens ein Punkt musste her, um das Tagesziel zu erreichen. Dieses Mal erwischten die Willisauer wieder einen besseren Start, obwohl sich einige Unaufmerksamkeiten und Eigenfehler einschlichen. Auch im weiteren Spielverlauf konnten die Konzentrationsschwächen nicht ganz unterbunden werden. So entwickelte sich eine sehr intensive Partie mit einem offenen Schlagabtausch. Schliesslich waren es dann aber die Willisauer, welche die Oberhand behielten. Sie erkämpften sich gegen die aufsässigen Nidwaldner einen verdienten 6:4-Sieg und damit zwei weitere wichtige Punkte.
Der Saisonauftakt ist dem Männer-Fanionteam der Willisauer Korb-baller also mehr als geglückt. Nach zwei überzeugenden Siegen und einer knappen Niederlage liegen die Hinterländer auf dem starken fünften Zwischenrang.