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Dienstag, 06. März 2018

Damen 1, 1. Liga: Handdball Emmen – STV Willisau 24:21 (10:9)

Das Damen-Fanionteam des STV Willisau verliert auswärts gegen Leader Handball Emmen mit 21:24. Trotz kämpferisch einwandfreier Leistung sowie viel Spielfreude und Tempohandball riss die Erfolgsserie der Willisauerinnen nach vier Siegen hintereinander.

Am Samstagabend trafen die Willisauerinnen auswärts auf Tabellenführer Handball Emmen. Gegen die noch ungeschlagenen Emmerinnen stellte sich das Team von Peter Joller auf eine anspruchsvolle Partie ein. Dabei wollten sich die Willisauerinnen für die knappe Niederlage im Hinspiel revanchieren und mit einem Auswärtssieg die Tabellenspitze erobern.

Bei Spielanpfiff zeigten sich beide Mannschaften sofort fokussiert und «punktehungrig». So entwickelte sich von allem Anfang an eine temporeiche Partie mit zwei Teams auf Augenhöhe. Entsprechend wechselte die Führung in der ersten Viertelstunde mehrmals hin und her und es gelang vorerst keiner Mannschaft, sich klar vom Gegner abzusetzen. Als die Willisauerinnen jedoch gegen Ende der ersten Halbzeit aufgrund von Zeitstrafen mehrere Phasen in Unterzahl zu bewältigen hatten, waren bei den Luzerner Hinterländerinnen erste Unsicherheiten zu erkennen. Die Willisauerinnen bekundeten vermehrt Probleme in der Defensive und liessen ihre Kontrahentinnen wiederholt zu einfach Torchancen kommen. So riss das Heimteam die Führung zur Pause an sich und konnte beim Stand von 10:9 in die zweite Halbzeit starten.

Kampfgeist nicht belohnt

Der Auftakt zu den zweiten 30 Minuten verlief aus Willisauer Sicht nicht optimal. Obwohl die Willisauerinnen mit viel Tempo spielten und sich dadurch erfolgreich mehrere 7-Meter-Gelegenheiten erarbeiten konnten, dominierten die Gegnerinnen aus Emmen nun zunehmend das Geschehen. Die Heimmannschaft agierte im Angriffsspiel ideenreicher und zeigte sich kompakter in der Verteidigung. Dies führte zu einigen Fehlpässen bei den Willisauerinnen und ermöglichte es dem Heimteam, bis zur 40.?Minute mit 15:12 in Führung zu gehen. Die Reaktion, welche nun vom Gästeteam gefordert war, erfolgte prompt. So kämpften sich die Willisauerinnen mit viel Konsequenz in der Verteidigung und mehreren Gegenstosstreffern ins Spiel zurück. Mit dem 20:21-Anschlusstreffer lancierten die Gäste drei Minuten vor Spielende eine spannende Schlussphase. Aufgrund einer darauffolgenden Zeitstrafe mussten die Willisauerinnen jedoch mehrere Tore in Unterzahl in Kauf nehmen. Damit zerschlug sich auch die Aussicht auf einen Sieg im Spitzenkampf. Schliesslich setzten sich die Emmerinnen mit 24:21 durch und beendeten damit die Willisauer Siegesserie nach zuletzt vier Erfolgen am Stück.

Weiter alles in den eigenen Händen

Die Willisauerinnen befinden sich nach dieser Niederlage weiterhin auf dem zweiten Tabellenplatz. Und die Ausgangslage für den direkten Klassenerhalt (Plätze eins bis drei) ist aufgrund der weiteren Resultate am Wochenende nach wie vor gut. Am kommenden Wochenende sind die Willisauerinnen spielfrei. Die nächste Partie bestreitet das Team von Trainer Peter Joller am Samstag, 17.?März (20 Uhr, Brühl), gegen den HC Einsiedeln. Mit einem Auswärtssieg im Kanton Schwyz könnten die Willisauerinnen dann einen gros-sen und möglicherweise sogar schon den entscheidenden Schritt in Richtung Klassenerhalt machen.               jul

Emmen – Willisau 24:21 (10:9)

Roosmoos. – 150 Zuschauer. – SR Földi, Haase. – Strafen: je 4x2 Minuten gegen Emmen und Willisau. – Emmen: Grüter/Tschopp; Pavic, Eric (6), Schürch, Kühnle (1), Scheiwiller (1), Brunner (6), Zimmermann, Stirnimann (2), Harder (2), Marjanac (6/5). – Willisau: Aebi/Graf; Meier, von Rotz (2), Loser, Tanner (4), Suppiger, Cranz (7/5), Egli, Bucheli (3/1), Bühler, Selin Muri (4), Carla Muri, Blum.

Handball. 1. Liga, Abstiegsrunde, Gruppe 2. Resultate vom Wochenende: TSV Frick – DHB Rotweiss Thun II 15:15. Handball Emmen – STV Willisau 24:21. TV Zofingen – HC Einsiedeln 30:29. HC Einsiedeln – DHB Rotweiss Thun II 19:17. – Rangliste: 1. Emmen 7/13. 2. Willisau 7/9. 3. Zofingen 6/8. 4. Thun II 6/4 (-1). 5. Einsiedeln 7/4 (-34). 6. Frick 7/2.