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Montag, 24. Februar 2014

STV Willisau, Handball – Herren 1. Liga, Gruppe 2

Dagmersellens Headcoach Daniel Lehmann sprach hinterher von einem Match, «den wir schon in der ersten Halbzeit verloren, als wir gleich mit fünf Penaltys scheiterten und auch sonst eine zu schlechte Chancenauswertung hatten. Die Hypothek von neun Treffern Rückstand zur Pause erwies sich als zu gross. Auch wenn wir uns in der Reprise noch einmal deutlich steigerten und am Schluss nur ganz knapp verloren.»

von Renato Cavoli

Daniel Lehmann glaubt nicht, dass sein Team nun Angst vor dem Abstieg haben muss. «Angst ist das falsche Wort. Wir können es noch immer aus eigener Kraft schaffen. Aber klar: In den restlichen Partien müssen wir vor allem die sogenannten 4-Punkte-Spiele zu Hause gegen Muotathal und Emmen gewinnen. Und auch in den anderen Partien voll auf Sieg spielen und endlich wieder einmal alles in die Waagschale werfen, was wir wirklich können.»

Willisau griff im Derby auf die zurückgetretenen Routiniers Thomas Metz, Marco Peter, Marco Hansen und Daniel Schneider zurück. Und im Tor stand mit Tobias Hodel ein Mann, der bis vor Kurzem nicht zur Verfügung stand. «Natürlich haben uns die Routiniers geholfen», sagt Philipp Mehr, der selber einer der Erfahrenen im jungen Team des STVW ist. «Sie haben in den hektischen Momenten die Ruhe bewahrt. Und Tobias Hodel hat das getan, was ein Klassegoalie in einem so wichtigen Match tun muss. Er hat uns im Spiel gehalten und dem TVD mit seinen Paraden wehgetan.»

Geändert habe sich aber an der Ausgangslage trotz dieses Sieges nichts. «Jeder Match ist jetzt ein Cupmatch. Wir stecken mitten im Abstiegskampf. Wir stehen weiter unter Druck und müssen punkten.» Philipp Mehr übernahm kurz vor Schluss die Verantwortung, versenkte den entscheidenden Penalty und führte sein Team zum Sieg. «Ich war nervös, wusste, was auf dem Spiel stand. Nach dem Treffer war ich extrem erleichtert. Doch es geht weiter. Wir müssen jetzt den Schwung aus dem Derby mitnehmen.»