Aktuell

Freitag, 18. November 2022

Damen 1, 1. Liga Hauptrunde, STV Willisau – SG Muotathal/Mythen-Shooters
am Samstag, um 16 Uhr, Willisau Hallenbad

Die Willisauer Handballerinnen sind in der laufenden Meisterschaft bis anhin noch ungeschlagen. Morgen empfangen die Spitzenreiterinnen die Tabellenletzten aus dem «Thäli».

von Ramon Marti

Fünf Siege und ein Unentschieden aus sechs Partien, zuletzt drei Vollerfolge in Serie und eine Tordifferenz von 188:117 – die Statistiken vergehen zurzeit auf der Zunge eines jeden Willisauer Frauenhandballfans. Der bisherige Saisonverlauf des Fanionteams des STV Willisau hätte besser kaum sein können. «Die harte, aber gute Vorbereitung im Sommer scheint sich nun auszuzahlen», meint Feldspielerin Seline Zimmermann. Während nämlich andere im heissen Sommerwetter dem Rauschen des Meeres lauschten oder den frisch gekauften Liegestuhl austesteten, tauschte das Damen-Fanionteam Sonnenbrille gegen Turnschuh, absolvierte schweisstreibende Einheiten in den Hallen und feilte im Trainingsweekend in Göppingen an den Mechanismen.

«Aktuell läuft’s» bei der Goalgetterin

Dass der Extra-Aufwand nicht umsonst war, zeigt sich eindrücklich an den bisherigen Ergebnissen. Und anhand der Tabelle: Mit elf Punkten haben sie als Spitzenreiterinnen beinahe doppelt so viele Zähler auf dem Konto wie die Zweit- bis Fünftplatzierten (je sechs). Die Willisauerinnen ziehen also nicht nur in der Sporthalle, sondern auch in der Tabelle ihren Konkurrentinnen davon. «Dass unsere Gegnerinnen sich gegenseitig die Punkte stehlen, spielt uns zusätzlich in die Karten», sagt Zimmermann.

Die 23-Jährige scheint zurzeit ebenfalls auf der Erfolgswelle mitzureiten: Mit bis dato 23 Saisontoren ist sie nach der Kreisspielerin Céline Cranz die zweitbeste teaminterne Schützin. Darauf angesprochen, zeigt sich Zimmermann überrascht: «Das hatte ich nicht gewusst, ich war eigentlich noch nie diejenige mit den vielen Toren. Aber ja, aktuell läufts.» Die mitschwingende Freude ist nur schwer zu überhören. Dabei muss die Buochserin aufgrund Arbeit und Ausbildung in den Trainings aktuell etwas kürzertreten: Zu dem langen Anfahrtsweg aus dem Kanton Nidwalden kommen Spätdienste ihres Pflegeberufs am Surseer Kantonsspital sowie blockweise HF-Schultage hinzu.

Schlusslicht zu Gast

Gerne würde Willisaus zweitbeste Skorerin morgen am persönlichen wie teaminternen Erfolgskapitel weiterschreiben. Morgen Nachmittag empfangen die Hinterländerinnen die zurzeit Sechst- und somit Letztplatzierten, die SG Muotathal/Mythen-Shooters. Doch Zimmermann weiss: «Der Rang sagt wenig aus. Hätten sie ein Sieg mehr, wären sie Zweite. Wir dürfen sie auf keinen Fall unterschätzen.» Vor allem aber wollen sich die Willisauerinnen auf ihre eigenen Stärken konzentrieren. «Wenn wir in der Verteidigung konsequent zu Werke gehen und unser Tempo bis zum Ende durchziehen können, bin ich optimistisch, dass wir die nächsten zwei Punkte einfahren können.»