Aktuell

Montag, 31. Oktober 2022

Herren 1, 2. Liga, PSG Lyss 1 - STV Willisau, 33:29 (19:20)
Samstag, 29.10.2022

Mit einem gestärkten Selbstvertrauen nach dem Derby am Super Saturday vor heimischer Kulisse, reiste die erste Herrenmannschaft des STV Willisau in den Kanton Bern. Gegen die PSG Lyss zeigten die Willisauer im Gegenzug zum Derbysieg ein komplett anderes Gesicht. Im ersten Durchgang konnte Willisau mittels einer Aufholjagd dem 1. Liga-Absteiger Lyss die Pausenführung noch entreissen. Nach der Pause zeigten sich die Hinterländer viel zu ineffizient vor dem gegnerischen Tor und auch ein erneutes Aufbäumen gegen Ende der Partie vermochte es nicht, die erste Saisonniederlage abzuwenden.

Von Nick Schmidiger

Ausgeglichene erste Halbzeit

Im Rahmen der Saisonvorbereitung sind die beiden Mannschaften am Centravo-Cup, Ende August, bereits einmal aufeinandergetroffen. Somit war der PSG Lyss kein ganz unbekannter Gegner für die Hinterländer. Die gleiche Strategie wie am letzten Wochenende als das Fanionteam die SG Ruswil Wolhusen schlug, sollte auch im Spiel gegen die PSG Lyss 1 den Erfolg bringen. «Das Spiel wird wiederum in der Deckung entschieden», so der Mannschaftsverantwortliche. Mit einem schnellen Umschaltspiel und Tempo hinter dem Ball sollten die nächsten Punkte auf das Konto der Willisauer fliessen. Ein gegenseitiges Abtasten der beiden Mannschaften eröffnete die Partie. Nach drei gespielten Minuten erhöhte Lyss das Tempo und setzte sich das erste Mal etwas ab von den Gästen. Beim Zwischenstand von 5:2 wurde nun allen Beteiligten klar, ein Selbstläufer würde es gegen den PSG Lyss keinesfalls werden. Zwei kurz aufeinanderfolgende 2-Minutenstrafe gegen die Hausherren ermöglichte es den Gästen den Anschluss wieder herzustellen. Nachfolgenden verlief das Spiel wiederum auf Augenhöhe. Lyss legte vor, doch der STV konnte meist postwendend mit einem Treffer antworten. Durch einen verwandelten Siebenmeter, praktisch mit dem Pausenpfiff, ging das Fanionteam mit einem Tor Vorsprung in die Pause. Verbesserungspotenzial sah der Willisauer Trainer vor allem in der eigenen Defensive. Die Grafenstädtern haben bis zur Pause 19 Gegentreffer kassiert, definitiv zu viele für den Mannschaftsverantwortlichen. Im zweiten Durchgang müsse daher die Deckung kompakter stehen und die Berner bei ihren Torabschlüssen früher stören. Die Angriffsmaschinerie der Grafenstädtern funktionierte, nur vermisste Huber weiterhin das Tempo im Willisauer Spiel.

Sich selber besiegt in der zweiten Halbzeit

Der Vorsprung des Fanionteam wurde bereits zwei Minuten nach dem Seitenwechsel von der PSG egalisiert. Danach folgte eine Phase im Spiel der Hinterländer, die keiner der Willisauer Akteur oder mitgereister Zuschauer mit ansehen wollte. Ab der 32. bis in die 48. Spielminute gelang dem Fanionteam kein einziger Treffer in das gegnerische Tor. Keine der sechs Abschlussmöglichkeiten führten zum Erfolg und insgesamt drei Zeitstrafen während diesem Zeitraum trug ebenfalls nicht dazu bei. Lyss dagegen erzielte in den 16. Minuten sieben Tore und setzte sich erstmals mit einer Fünf-Tore-Führung (28:23) ab. Eine erneute Aufholjagd machte die Partie noch einmal spannend, jedoch auch gegen Ende etwas hektisch. Näher als zwei Tore kamen die Gäste nicht mehr an die Lysser heran und mussten schlussendlich die erste Niederlage in der laufenden Meisterschaft hinnehmen.

Zu viele Eigenfehler und die mangelnde Chancenauswertung vor dem gegnerischen Tor trug massgebend dazu bei, dass sich schlussendlich die Heimmannschaft von ihren Zuschauern feiern lassen durften. Bereits kommendes Wochenende (Sa. 05.11, 14:00 Uhr, Herzogenbuchsee Mittelholz) geht es für das Fanionteam in der Meisterschaft bereits wieder weiter mit dem Auswärtsspiel gegen die Spielgemeinschaft HVL/HVH. Bis dahin müssen die Hinterländer die Niederlage abgehackt haben und gestärkt daraus den nächsten Punktezuwachs anstreben.


Lyss - Willisau 33:29 (19:20)

Lyss Grien – 80 Zuschauer – SR Schwendemann, Zwahlen – Strafen: 7x2 Minuten gegen Lyss, 4x2 Minuten gegen Willisau
Lyss: Marti / Seiler / Strub; Affolter (2), Charczuk (1), Grünig (3), Hantak (7/3), Hügli (8), Joss (2), Michalek (1), Monnier, Stämpfli (1), Tschann (3), Weidmann (5)
Willisau: Mehr / Roos; Aregger, Cranz (3), Grüter Cédric, Grüter Iwan (4), Kurmann, Lienhart (2), Mühle (3), Peter (15/7), Schacher (2), Schmidiger, Tolusso, Wicki - Coach: Huber, Borer, Moser, Minder