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Dienstag, 05. Februar 2019

Damen 1, Herren 1: WMS-Schlussrunde, 2.-3. Februar 2019, Luzern

von Fabienne und Kilian Mühlemann

Die Willisauerinnen konnten dank einem tollen Schlussspurt noch auf den vierten Platz vorpreschen. Bei den Herren wurde Wikon Meister vor Menznau, Willisau schloss die Meisterschaft auf Rang sechs ab.

Die Innerschweizer Korbballmeisterschaft ging ohne grosse Veränderungen in der Tabelle zu Ende. Bei den Frauen verteidigte Wolfenschiessen den Vorsprung vor Willisau und Menznau und krönte sich zum Innerschweizer Meister, die Goldmedaille räumte erwartungsgemäss Wettingen ab. Die höchste Liga bereits wieder verlassen muss Santenberg. Bei den Herren holte Wikon den vielumjubelten Titel, Menznau blieb der zweite Platz. Absteigen muss Ruswil, welches einen Nuller einfuhr.

Vom letzten Rang gestartet

Für die Musik am Sonntag sorgten vor allem die Damen des STV Willisau, welche zeigten, was in ihnen steckt. Dank zwei Siegen und einem Unentschieden gelang noch der Sprung auf Rang vier. Nach dem verpatzten Meisterschaftsstart mit null Punkten aus der ersten Runde gelang den Grafenstädterinnen damit die grosse Aufholjagd.

Schon der Start in diese Schlussrunde gelang nach dem Gusto der Luzerner Hinterländerinnen. Gegen Unterkulm konnte Sara Wiprächtiger in der letzten Sekunde noch den umjubelten 9:8-Siegtreffer erzielen. Eine korbreiche, unterhaltsame Partie konnte der STVW somit auf seine Seite zwingen. Besonders Conny Achermann, die bis zur Pause (7:6) für alle Willisauer Körbe zuständig gewesen war, stach hervor.

Das gewonnene Selbstvertrauen nahm das Fanionteam in die Partie gegen Urtenen mit. Die Verteidigung funktionierte einmal mehr hervorragend, nicht umsonst erhielten die Willisauerinnen die wenigsten Gegentreffer der gesamten Liga. Über das ganze Spiel lag man immer in Front, erst gegen Spielschluss konnten die Bernerinnen mit zwei Penaltys wieder aufschliessen. Die Willisauer Reaktion blieb aus, ein 5:5-Unentschieden war das Endresultat.

Damit war klar, dass der Meistertitel für den STVW definitiv ausser Reichweite war, weil zugleich Wolfenschiessen gegen Menznau ebenfalls ein Unentschieden holte. Doch Willisau war gewillt, den Meister nochmals zu fordern. In der Abschlusspartie forcierten die Grafenstädterinnen nochmals alle Kräfte und erteilten den Nidwaldnerinnen eine Lektion. Gleich mit 6:2 fegte man die „Wölfe“ vom Feld und holte sich den verdienten vierten Schlussrang. Ein toller Abschluss für das junge Willisauer Team. Und das gibt Selbstvertrauen in Aussicht auf den bevorstehenden Cup-Viertelfinal gegen den Schweizer Meister Täuffelen am 19. Februar in den heimischen BBZ-Hallen.

Dezimiertes Willisau wird Sechster

Eine weniger gute Runde gelang den Willisauer Herren. Zum Beginn kam es gleich zum Derby gegen Menznau. Das Spiel war sehr ausgeglichen und dadurch stand es zur Pause bloss 6:5 für die Menznauer. In der zweiten Hälfte wollte den Willisauern jedoch im Angriff nicht mehr viel gelingen und es fehlten die Ideen in der Offensive. Durch sehr gutes Abwehrverhalten bekam das Team in der zweiten Halbzeit nur drei Körbe, jedoch konnte man keinen mehr erzielen was zur 5:9-Niederlage führte.

Im zweiten Spiel wartete der STV Bözberg. Erneut war es ein sehr ausgeglichenes Spiel, wobei sich lange niemand wirklich absetzen konnte. Zur Pause stand es 4:2 für das Team aus dem Aargau. Das Willisauer Fanionteam konnte daraufhin Korb um Korb aufholen und kurz vor Schluss bis auf 5:6 herankommen. Als zum Schluss noch einmal alles nach vorne geworfen wurde, kassierte man aber noch den Korb zum 5:7-Endstand.

Der STVW wollte im letzten Spiel unbedingt Platz fünf vor dem STV Schwyz verteidigen. Doch dem dezimierten Team, welchem gleich drei Spieler verletzungsbedingt fehlten, gingen langsam die Kräfte aus. In der ersten Halbzeit funktionierte bei beiden Mannschaften nicht viel. Ein minimer 2:1-Vorsprung für Schwyz war die Folge. Nach der Pause begannen aber beide Teams zu skoren. Schwyz konnte sich jedoch ein wenig absetzen, was dazu führte, dass Trainer Walter Korner nochmals alles in die Offensive schickte. Dies nützte jedoch nichts mehr und das Spiel und Rang fünf gingen verloren. Nichtsdestotrotz war die Meisterschaft für die Grafenstädter ein Erfolg. Jetzt geht es aber in die verdiente Trainingspause.