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Dienstag, 29. Januar 2019

Herren 1, 2. Liga: STV Willisau - SG Handball Seetal 23:20 (10:8)

Den Willisauer Handballern ist im Abstiegskampf ein kleiner Befreiungsschlag gelungen. Erstmals in dieser Saison setzten sie sich gegen ein Team durch, das in der Tabelle hinter ihnen klassiert ist: 23:20 gegen die SG Handball Seetal.

Die Willisauer hatten vor dem wegweisenden Spiel am Sonntagabend gegen Aufsteiger SG Handball Seetal zahlreiche Absenzen zu beklagen: Christoph Cranz, Tobias Krummenacher, Iwan Grüter, David Mühle und Kevin Dätwyler fehlten genauso wie Cédric Grüter und David Wicki (beide Rekurtenschule). Ausserdem fiel auch Luca Peter aus, der sich eine Fussverletzung zugezogen hat. Für die Partie am Sonntag stiess deshalb Routinier Peter Greber zum jungen Team und die jungen Damian Lienhart und Alexander Schacher kamen zu ihrem Debüt in der 2. Liga.

Die Willisauer waren nicht zuletzt aufgrund der klaren Niederlage im Hinspiel gewarnt. Angesichts der Wichtigkeit der Partie für beide Teams im Kampf um den Ligaerhalt konnte man kein allzu schön anzusehendes Spiel erwarten. Und genau so kam es. Von Beginn an entwickelte sich eine beidseits eher verkrampft geführte Partie, in der die beiden Torhüter Andreas Schmidli und Reto Duss immer wieder Akzente setzen konnten. Die Willisauer schienen dem Gegner spielerisch überlegen, doch war klar, dass mannschaftliche Geschlossenheit, Einsatzwille und Kampfbereitschaft die individuellen Fähigkeiten der Akteure mindestens ausgleichen können. Beide Team schenkten sich nichts und nach einer Viertelstunde waren erst neun Tore gefallen (5:4). Von diesem Moment an konnten sich die Willisauer langsam aber sicher ein wenig absetzen. In der Defensive liess das Heimteam weiterhin kaum Tore zu und  im Angriff wurden die Hinterländer treffsicherer. Peter Greber war es vergönnt, nach exakt 19 Minuten die erstmalige 3-Tore-Führung zu erzielen (7:4). Doch die Willisauer konnten das Momentum nicht nutzen und mussten den Gegner schnell wieder herankommen lassen. Nach 24 Minuten stand es 7:7. Die Mannschaft von Arno Huber konnte aber noch vor der Pause reagieren, zog wiederum mit drei Toren davon, ehe die Gäste unmittelbar vor der Sirene zum Halbzeitstand von 10:8 trafen.

Kein Aufbäumen des Gegners

In der zweiten Halbzeit wollten die Willisauer noch stärker aufs Tempo drücken und die Gäste in der Rückwärtsbewegung noch mehr fordern. Dies tat die junge Willisauer Mannschaft dann auch vorbildlich. Angeführt vom sehr stark aufspielenden Dennis Minder rannten die Einheimischen an und erzielten viele Tore aus der zweiten Welle. In der 45. Minute führten die Willisauer mit 16:11. Es war klar: Mit der nötigen Cleverness würde es mit dem so wichtigen Heimsieg klappen. Und tatsächlich: Die Willisauer liessen die Gäste nie mehr gefährlich herankommen. Ein echtes Aufbäumen der Seetaler blieb aus, in der Schlussphase konnte Arno Huber sogar noch durchwechseln und allen aufgebotenen Spielern zu Einsatzzeit verhelfen. Letztlich setzten sich die Willisauer mit 23:20 durch.

Die Hinterländer gaben damit die richtige Antwort auf die unnötige Niederlage in der Vorrunde und sicherten sich im Kampf um den Klassenerhalt zwei ganz wichtige Punkte. Der STVW liegt nun drei Zähler vor dem HC Malters und deren sechs vor Seetal und Baar/Zug. Das Erfolgserlebnis dürfte aber auch für die Moral wichtig sein und die Willisauer können die nächsten Spiele mit erhobenem Haupt anpacken. Bereits am kommenden Samstag (18.15 Uhr, Meiersmatt) trifft das Team von Arno Huber auswärts auf den HC Kriens II. An diesen Gegner haben die Willisauer gute Erinnerung. Das Heimspiel gegen die Krienser gewannen sie im November mit 27:26.    lup/pbi

Willisau – Seetal 23:20 (10:8)
Hallenbad. – 110 Zuschauer. – SR Estermann, Gusset. – Strafen: 4x2 Minuten gegen Willisau; 1x2 Minuten gegen Seetal. – Willisau: Schmidli/Mehr; Maurice Minder, Lienhart, Peter Greber (3), Aregger (2), Willimann (6), Angehrn (1), Dennis Minder (5), Büchli (4), Scherrer, Schacher, Häfliger (1), Lampart (1/1).