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Mittwoch, 19. Dezember 2018

Damen 1 & Herren 1: WMS 3. Runde, 15.-16.12.2018, Luzern

von Fabienne Mühlemann und Ruedi Wermelinger

In der dritten und letzten Runde vor der Winterpause legten die Korbballerinnen des STVW einen grossartigen Auftritt hin. Die Herren hingegen rutschten in der Tabelle zurück.

Gleich zu Beginn der dritten Runde stand für die Willisauerinnen das Derby gegen Menznau an. Eine immer umkämpfte Angelegenheit entpuppte sich als äussert faire und bis zum Schluss spannende Partie. Willisau konnte das Zepter zwar von Beginn an übernehmen, die Menznauerinnen blieben aber dran. Der STVW nutzte einige vielversprechende Chancen nicht, agierte aber in der Defensive grundsätzlich souverän. Bis auf den letzten Angriff, denn mit einem Weitwurf gelang den Gegnerinnen der Ausgleich zum 4:4. Gegen Pfäffikon liessen die Willisauerinnen aber nichts anbrennen. Vor allem mit ihrer Schnelligkeit konterten sie den Gegner ein ums andere Mal aus. Meistens entschied der Schiedsrichter auf Penalty, weil die Grafenstädterinnen nur noch mit einem Foul gestoppt werden konnten. Zwischendurch gelangen wunderschöne Kombinationen, alle Spielerinnen trugen zum 9:3-Sieg bei.

Wichtiger Sieg

Den grossen Test musste Willisau im letzten Spiel absolvieren. Mit Dottikon traf man auf ein Nationalliga A-Team, welches auch in der 1. Liga vorne mitspielte. Und hier zeigten die Luzernerinnen ihr bestes Korbball. Die Basis zum Erfolg legte das Team von Dominik Bühler in den ersten beiden Angriffen, welche beide mit einem Treffer endeten. Die Aargauerinnen fanden darauf keine Antwort. Willisau verteidigte kompromisslos, auch eine 2-Minuten-Strafe konnte sie nicht aus der Fassung bringen. Ein souveräner 5:2-Sieg war die verdiente Folge. Damit schliessen die Willisauerinnen die Vorrunde auf dem siebten Rang ab. Die Teams liegen in der Tabelle aber alle nahe beieinander. Auf das drittplatzierte Dottikon fehlen nur gerade drei Punkte. Menznau auf Rang fünf ist zur Winterpause die beste Innerschweizer Mannschaft. Im Januar geht es mit der Rückrunde weiter.

Im Cup-Achtelfinal treffen die Willisauerinnen am Mittwochabend um 20 Uhr auf Urtenen 3. Die Bernerinnen bezwangen im Sechzehntelfinal Arbon mit 8:7. Der STVW seinerseits rang Eggethof mit 15:13 nieder. Nach dem letztjährigen Ausscheiden im Achtelfinal will Willisaus Fanionteam endlich wieder einmal den Sprung ins Viertelfinal schaffen. Die Partie findet in Urtenen statt.

Herren 1: Schlechte Chancenauswertung

Den Willisauern standen mit dem STV Wikon, dem TV Wolhusen und Fides Ruswil drei sehr unterschiedlich agierende Mannschaften gegenüber. Das Ziel von Coach Korner war dabei klar, trotz zweier Absenzen sollten 4 weitere Punkte ins Hinterland geholt werden. Im Startspiel wartete der Leader aus Wikon, der aus seinen bisherigen sechs Spielen noch keinen einzigen Punkt abgegeben hatte. Dies wollte der STVW natürlich unbedingt ändern und zu Beginn sah es auch relativ vielversprechend aus. Dann aber legte das Team aus Wikon zu und überzeugte insbesondere mit einer hervorragenden Chancenauswertung. Die Willisauer ihrerseits spielten sich zwar ebenfalls etliche gute Korbchancen heraus, sündigten aber ein ums andere Mal bei deren Verwertung. So war es wenig erstaunlich, dass der STVW schliesslich mit 2:8 unterlag.

Sieg vergeben

Nun war eine Reaktion der Grafenstädter gegen Wolhusen gefordert. Entsprechend konzentriert und entschlossen legte das Korner-Team los. Bis zur Pause konnten sie dank einer bären- oder besser gesagt löwenstarken Verteidigung gar die Null halten, während der STVW selbst zwei Mal erfolgreich war. Nach dem Unterbruch verpassten es die Willisauer dann allerdings, ihren Vorsprung weiter auszubauen. Erneut wurden zahlreiche Chancen vergeben, was die Wolhuser schliesslich nutzten, um das Spiel zu drehen. Der STVW gab aber nicht auf und holte mit dem hochverdienten Ausgleichstreffer kurz vor Schluss wenigsten noch einen Punkt (3:3).

Pflicht nicht erfüllt

Damit war die Ausgangslage vor der letzten Partie des Tages gegen Ruswil klar, ein Sieg musste her. Erneut vermochten die Willisauer vorzulegen. Durch ihr schnelles Kombinationsspiel und sehenswerte Weitschüsse gingen sie bis zur Spielhälfte mit 5:3 in Führung. Die Hinterländer schienen alles im Griff zu haben. Doch im zweiten Umgang tauchte wieder das Dauerproblem mit der Chancenverwertung auf. Während der STVW nachliess, wurde Ruswil stärker und stärker, so dass sie die Grafenstädter zuerst ein- und schliesslich gar überholen konnten (6:8). Damit können die Willisauer mit dem Abschluss der Vorrunde nicht zufrieden sein. Es wäre eindeutig mehr möglich gewesen. Bis zum Start der Rückrunde gilt es nun, die Chancenauswertung zu verbessern. Gelingt dieses Unterfangen, dann werden die STVW-Korbballer ganz bestimmt auch in der Rückrunde keinen Gegner scheuen müssen und weitere Punkte einfahren.