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Die Premiere misslang
Handball, 1. Liga, Frauen
STV Willisau - HV Herzogenbuchsee 15:19 (8:10)
Die Willisauerinnen verloren ihren ersten Ernstkampf der Meisterschaft gegen den
HV Herzogenbuchsee, wegen zu vieler Eigenfehler und einer schlechten
Chancenauswertung.
ebü. Die beiden Mannschaften begannen zurückhaltend, was sich in Fehlpässen und
halbherzigen Abschlüssen niederschlug. Das erste Tor der Partie erzielte der STV
Willisau mittels Penalty. Der HV Herzogenbuchsee reagierte jedoch sofort mit
einem Gegentreffer. Das Spiel war somit lanciert. Der Willisauer Angriff war
zweifelsohne viel variantenreicher, wodurch die Heimmannschaft zunächst immer
ein Tor vorlegen konnte. Aber auf misslungene Abschlüsse folgten konsequent
schnelle Gegenstösse des HVH, der dadurch zum 4:4 aufschliessen, und seine
Gegnerinnen gar bis zum 5:9 überholen konnte. Trainer Heinz Flückiger hatte sein
Team vor dem Match noch vor dem schnellen Angriffsspiel der Gegnerinnen gewarnt.
Konnten sie den langen Pass nämlich zwischendurch nicht spielen, bekundeten sie
gegen die kompakte Willisauer Verteidigung grosse Mühe. Ihrerseits hatten
plötzlich aber auch die Grafenstädterinnen Schwierigkeiten mit dem Toreschiessen.
Zu oft liefen sie zu nahe auf die Verteidigung auf und konnten den Ball nicht
mehr spielen oder sie warfen ihn gar in die Hände des Gegners. Mit dem
Pausenstand von 8:10 konnten die STV-Damen also überhaupt nicht zufrieden sein.
Nur Sandra Aebi
Nach dem Seitenwechsel musste von den Gastgeberinnen unbedingt eine
Leistungssteigerung her. Nach 30 Sekunden bekamen allerdings ihre Gegnerinnen
durch einen Siebenmeter bereits die erste Möglichkeit zu ihrem nächsten Treffer.
Sandra Aebi im Tor der Willisauerinnen parierte aber den Schuss hervorragend.
Sie war jedoch vorerst die einzige Willisauerin, die gegen ihren und Karin
Wirths ehemaligen Klub echt dagegen halten konnte. Es mangelte ihren
Teamkolleginnen vor allem an der Chancenauswertung. Immer wieder kamen sie zu
relativ guten Abschlussmöglichkeiten, konnten aber den letzten Schwung nicht in
den Wurf mitnehmen. Es brauchte weitere Paraden von Goali Sandra Aebi um den
Anschluss wieder zu schaffen. Nach ihrem zweiten gehaltenen Penalty folgte vorne
sofort ein schnelles Tor der Willisauerinnen. Endlich hatte man zum 11:12
aufgeholt. Doch es war Herzogenbuchsee, welches nochmals einen Gang höher
schalten konnte und die Heimmannschaft wieder und wieder überlief. Im Angriff
fand die Flückiger-Truppe kein Rezept mehr und durch diese Unsicherheit
resultierten weitere Fehler. Auch die doppelte Manndeckung gegen Ende des Spiels
half nichts mehr. Eine Niederlage im Startspiel des Frauenfanionteams des STV
Willisau war nicht mehr abzuwenden.
Morgen Mittwoch gegen Thun
«Wir haben uns heute selber geschlagen», war der Grundtenor in der Willisauer
Mannschaft nach dem Spiel. Bis zur Partie von morgen Mittwoch gegen den DHB RW
Thun II um 20.30 Uhr, Sporthalle BBZ, bleibt nicht viel Zeit. Die Fehler vom
Auftaktspiel, welche bereits bei den Vorbereitungsspielen und dem Cupmatch
erkannt wurden, müssen jetzt unbedingt und endgültig ausgemerzt werden. Die
Willisauerinnen hoffen morgen Mittwoch auf eine lautstarke Unterstützung von
Seiten ihrer Fans.
Sporthalle BBZ Willisau. 100 Zuschauer. SR: Fredy Ketterer/Urs Gafner,
Strafen: 3 x 2 Minuten gegen Willisau, 2 x 2 Minuten gegen Herzogenbuchsee.
Willisau: Sandra Aebi (hält 2 Penaltys), Bettina Peter; Evi Bühler, Nicole
Bühler, Sibylle Gerber (2), Angelika Heini (3), Eliane Koller, Jacqueline Lipp,
Helene Lipp, Sarah Pürro, Lea Schaller, Nadja Schurtenberger (3), Karin Wirth
(7/2). Coach: Heinz Flückiger. Torfolge: 0:1, 4:4, 5:9, 8:10, 9:12, 12:17,
15:19
Matchballspender: Schürch & Zimmerli AG, Sursee + Reiden
Hauptsponsoren der Handballerinnen: Die Mobiliar, + Kreuz-Garage Willisau AG,
Kunz Sport, alle Willisau; Kronoswiss, Menznau.