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Das Derby der vielen Fragezeichen


Handball - 1. Liga der Frauen, Gruppe 2

STV Willisau - SG Malters/Menznau, Sonntag, 15.15 Uhr, Sporthalle BBZ

Der Tabellenvorletzte gegen den Leader. Ein Spiel mit Fragezeichen? Zumindest eines davon will Sarah Pürro mit ihren Willisauer Teamkolleginnen am Sonntag in ein Ausrufezeichen verwandeln.

von Renato Cavoli

Sarah Pürro (24) gehört zu den erfahrenen Spielerinnen des STV Willisau. Logisch, dass sie mit dem zweitletzten Zwischenrang ihres Teams alles andere als glücklich ist. Aber Sarah Pürro, die den Grossteil der letzten Saison wegen eines Kreuzbandrisses verpasste, ist auch eine leidenschaftliche Kämpferin. Eine, die nicht so schnell klein beigibt. «Wir haben bisher bei weitem nicht das erreicht, was wir aufgrund unseres Potenzials erreicht haben müssten», sagt sie. «Aber ich sehe Licht am Horizont. Zuletzt haben wir auswärts gegen ein starkes Herzogenbuchsee, trotz der Niederlage, 42 Minuten lang gut gespielt. Das war mehr als bloss ein Ansatz. Ich bin überzeugt, dass wir gegen die MaMes am Sonntag endlich einmal während der gesamten 60 Minuten auf unserem Top-Level spielen. Dann ist ein Sieg möglich. Wichtig wird aber sein», so Sarah Pürro weiter, «dass wir unser Spiel nicht nach dem Gegner ausrichten, sondern in erster Linie selber agieren. Und zwar von der ersten Sekunde an. Denn Malters/Menznau wird nach der Niederlage in Münsingen ebenfalls gefordert sein.»

Das hoffentlich zahlreiche Publikum (das Frauen-Derby ist gleichzeitig das Vorspiel der Partie Willisau ­ Malters, 1. Liga der Männer) wird zweifellos in den Genuss einer spannenden Partie kommen. Eine Partie, welche einige Fragen beantworten wird. «Wie stark sind die MaMes wirklich? War ihre Niederlage in Münsingen nur ein Ausrutscher? Wer übernimmt beim STV Willisau Verantwortung auf dem Platz? Kann das Team von Heinz Flückiger und Sabine Büchli endlich während eines ganzen Matches die Konzentration hoch halten? Sarah Pürro ist überzeugt davon, dass einige Fragen nach diesem Derby bantwortet sein werden. Und zwar ganz im Sinne ihres Teams.