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Erst Flop, dann top
Handball - 1. Liga der Frauen
STV Willisau LK Zug - STV Willisau 29:22 (16:14)
STV Willisau - Münsingen 17:16 (10:9)
Nach der schlechten Vorstellung der Willisauerinnen in Zug vom letzten
Donnerstag, realisierten sie am Sonntag durch viel Kampfgeist einen knappen
Sieg.
ebü. In Zug begannen beide Mannschaften forsch und mit viel Tempo. Die Tore
fielen Schlag auf Schlag. Einmal führten die Gastgeberinnen mit drei Toren, dann
konnte Willisau eine 10:8-Führung erzielen. Zur Pause lagen jedoch wieder die
Zugerinnen mit zwei Treffern vorne. Gelegen hatte es vor allem an der Willisauer
Verteidigungsarbeit. Man war nicht gut genug organisiert, wodurch die
laufstarken Gegnerinnen immer wieder eine Lücke fanden.
Unkonzentriertheiten
Im Angriff zeigte die Flückiger/Büchli-Truppe nur sporadisch schön
herausgespielte Tore. Häufig verloren sie aber auch wieder durch
Unkonzentriertheiten den Ball. Nach der ersten Halbzeit verlangte Trainer Heinz
Flückiger «hinten mehr Biss und vorne mehr Geduld». Nach dem Wiederanpfiff
schaffte es sein Team dann auch zum 16:16 auszugleichen. In den verbleibenden
Spielminuten wollte jedoch plötzlich wieder nichts mehr klappen. Der baldige
4-Tore-Vorsprung der Heimmannschaft war die Vorentscheidung. Nach der doch
enttäuschenden 22:29-Niederlage musste am Sonntag gegen Münsingen die Reaktion
durch eine gewaltige Steigerung zu sehen sein.
Dank Kollektiv zum Sieg
Im Match gegen den HBC Münsingen erzielten die Willisauerinnen das erste Tor,
nachdem sie zwei Angriffe ihrer Gegnerinnen erfolgreich abgewehrt hatten. Doch
die Gäste spielten sehr druckvoll und konnten so bald selber in Führung gehen.
Die Mannschaften lieferten sich einen ausgeglichenen, harten Fight.
Mehr Geduld gefordert
Nach zwei parierten Penaltys durch Keeperin Sandra Aebi stand es 8:7 für die
Grafenstädterinnen. Doch die Bernerinnen schafften den Ausgleich erneut. Im
anschliessenden Team-Timeout forderte Trainer Heinz Flückiger, wie im Spiel
gegen Zug, mehr Geduld im Angriff. Dadurch gelang «seinen» Frauen dann auch eine
10:9-Führung zur Pause. Nach dem Wiederanpfiff ging der Höhenflug der
Willisauerinnen vorübergehend weiter. Den ersten Angriffen wurde Stand gehalten.
Ausserdem konnten sie sich immer noch auf eine stark haltende Torhüterin
verlassen. Erstmals gelang ihnen ein 3-Tore-Vorsprung. Auch eine
2-Minuten-Strafe überstanden sie ohne Gegentreffer. Danach vermochten die Gäste
jedoch nochmals aufzudrehen. Sie nutzten die Fehlpässe der Flückiger/Büchli-Truppe
aus, um zum 12:12 auszugleichen. Folglich musste die Heimmannschaft nochmals
einen Zacken zulegen, was sie auch tat. Erneut drei Tore Differenz zum 16:13
waren bereits die Entscheidung und die zwei Punkte waren endlich im Trockenen.
Weiteres Aufdrehen gefordert
Nach diesen zwei Partien befindet sich der STV Willisau auf dem vierten
Tabellenplatz. Damit wird sich aber keine Willisauerin zufrieden geben, sind
doch ihre Ziele wesentlich höher gesteckt. Um diesen einen Schritt näher zu
kommen, ist ein Sieg gegen den HBC West vom nächsten Samstag Pflicht. Die Partie
gegen die Westschweizerinnen wird zu Hause in der Sporthalle Schlossfeld (nicht
im BBZ) gespielt. Logisch, dass die Spielerinnen des STVW dannzumal auf eine
möglichst lautstarke Fankulisse hoffen. Es geht eng zu und her in der Gruppe 2.
Manchmal kann auch der Heimvorteil das Zünglein an der Waage spielen.
LK Zug STV Willisau 29:22 (16:14). Sporthalle Zug. 20 Zuschauer. SR:
Markus Röösli/Violeta Ettlin. Strafen: 1 x 2 Minuten gegen Willisau, 1 x 2
Minuten gegen Zug. Willisau: Sandra Aebi, Simone Cranz; Evi Bühler, Nicole
Bühler, Sibylle Gerber (3), Angelika Heini (1), Renate Hofer (6), Eliane Koller
(1), Jacqueline Lipp (3), Helene Lipp, Sarah Pürro (1), Lea Schaller, Nadja
Schurtenberger (1), Karin Wirth (6/2). Coaches: Heinz Flückiger/Sabine Büchli.
Torfolge: 1:3, 7:4, 8:10, 12:12, 16:14, 20:16, 26:19, 29:22.
STV Willisau Münsingen 17:16 (10:9). BBZ Willisau. 100 Zuschauer. SR:
Markus Steinmann/Beat Genshofer. Strafen: 3 x 2 Minuten gegen Willisau, 2 x 2
Minuten gegen Münsingen. Willisau: Sandra Aebi (hält 3 Penaltys), Simone
Cranz; Nicole Bühler, Sibylle Gerber (3), Angelika Heini (2), Renate Hofer (3),
Eliane Koller (1), Jacqueline Lipp, Helene Lipp (1), Sarah Pürro (1), Lea
Schaller, Nadja Schurtenberger (3/1), Karin Wirth (3). Coaches: Heinz
Flückiger/Sabine Büchli. Torfolge: 1:0, 3:5, 5:7, 8:8, 10:9, 12:10, 14:12,
16:13, 17:16. Matchballspender: Schürch & Zimmerli, Sursee + Reiden, Irma
Bühler, Egerkingen
Hauptsponsoren der Handballerinnen: Die Mobiliar, Kreuz-Garage Willisau AG, Kunz
Sport, alle Willisau; Kronoswiss, Menznau