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Dem Leader ein Bein stellen
Handball, 1. Liga der Frauen / STV Willisau
STV Willisau - GTV Basel, Samstag, 26. Februar 2005, 18 Uhr, BBZ-Halle
Nach der unglücklichen Niederlage gegen den HBC West geht es für die
Willisauerinnen gleich anspruchsvoll weiter. Das Kräftemessen mit dem Leader
steht an.
pbi. Vier Sekunden fehlten dem STV Willisau am letzten Samstag zum
Punktgewinn gegen den HBC West. Anstatt mit einem Unentschieden den zweiten
Platz zu untermauern, mussten die Willisauerinnen ihren Gegner vom letzten
Samstag in der Tabelle nach Verlustpunkten gleichziehen lassen. «Wir hatten
unsere Chancen. Leider wussten wir nichts mit ihnen anzufangen. Uns hat sowohl
in der Defensive als auch in der Offensive die letzte Konsequenz gefehlt»,
meinte STVW-Spielerin Nadja Schurtenberger rückblickend. Vor allem die Szene,
die zum 21:20-Siegtor der Gäste führte, sei unnötig gewesen. «So kurz vor
Spielende müssen wir diese Angreiferin einfach stoppen, ganz egal auf welche
Art», so Nadja Schurtenberger weiter.
«Keine Lust»
Die Willisauerinnen zeigten trotz der vierten Saisonniederlage eine kämpferisch
ansprechende Leistung. Lange konnte die Mannschaft von Ernesto Piazza und Heinz
Flückiger dem intensiven Duell gegen den ärgsten Verfolger auch nicht
nachtrauern. Denn morgen steht das Spitzenspiel gegen den GTV Basel auf dem
Programm. «Keine von uns hat Lust, ein drittes Mal gegen die Baslerinnen zu
verlieren», gibt sich Nadja Schurtenberger kämpferisch und fügt an: «Das wird
ein Spiel auf Biegen und Brechen. Wir müssen uns auf einiges gefasst machen.»
Nadja Schurtenberger weiss, wovon sie spricht. Vor allem in der letzten
Begegnung der beiden Teams wurde nicht immer nur mit fairen Mitteln gekämpft.
«Das gehört auch dazu. Darauf müssen wir uns einstellen. Ich bin fast sicher,
dass auch morgen abseits vom Spielgeschehen wieder einiges ablaufen wird», sagt
die torgefährliche Rückraumspielerin. In den beiden bisherigen Partien gegen den
GTV Basel mussten die Willisauerinnen zwei Mal als Verlierinnen vom Platz.
Trotzdem glaubt Nadja Schurtenberger an einen Sieg des STVW. «Sie sind
unbestritten die stärkste Mannschaft in unserer Gruppe, aber in den ersten
beiden Spielen hat jeweils nicht viel gefehlt. Wir müssen mit allen Mitteln
dagegenhalten, dann können wir auch dieses Team schlagen», so die 24-Jährige.
Die Partie gegen West habe zwar bei einigen Spielerinnen und auch bei ihr selbst
Spuren hinterlassen und einiges an Substanz gekostet, doch für das morgige Spiel
sieht Nadja Schurtenberger deswegen keine Probleme: «Beim Spiel gegen den Leader
will jede dabei sein. Wir werden Vollgas geben und wollen die Baslerinnen
endlich schlagen.» Dieses Unterfangen dürfte aber schwierig werden. Von seinen
bisherigen 17 Partien verlor der souveräne Leader erst eine und feierte zuletzt
sieben Siege in Serie.
«Eine tolle Mannschaft»
Nadja Schurtenberger, mit 43 Toren drittbeste Skorerin des Teams, wird auch in
der nächsten Saison für den STV Willisau auf Torjagd gehen. «Ich bleibe in
Willisau. Es macht mir Spass, in dieser tollen Mannschaft zu spielen und wir
wollen in der nächsten Spielzeit einen weiteren Schritt nach vorne machen», so
die Grosswangerin weiter. Zuerst gelte es aber, sich auf das Spiel gegen den GTV
Basel zu konzentrieren.