| Handball | |
Hoffen auf Thomas Büchlis Rückkehr
Handball, STV Willisau - Albi Gurtner, der neue Trainer des Fanionteams der
Männer
Seit knapp zwei Wochen steht fest, dass Albi Gurtner der neue Cheftrainer des
STV Willisau in der 1. Liga sein wird. Wir unterhielten uns mit ihm und lernten
dabei sein «Willisauer» Wissen kennen.
von Renato Cavoli
Albi Gurtner, Sie sind derzeit noch mit dem Nationalliga-Team des TV Zofingen im
bereits gegen ihr Team entschiedenen Abstiegskampf beschäftigt. Können Sie sich
schon mit Ihrer neuen Mannschaft, dem STV Willisau, auseinandersetzen?
Albi Gurtner: Noch nicht wirklich. Im Moment hat die Arbeit mit Zofingen
Priorität. Wir wollen die Saison mit Anstand beenden und uns bis zum Schluss
voll engagieren.
Wann öffnen Sie die «Akte Willisau»?
Im Verlauf der nächsten Woche komme ich mit Beat Mehr, dem Chef der Willisauer
Handball-Leitung, zusammen. Dabei geht es um eine erste Standortbestimmung. Wie
sieht das Team personell aus, wer bleibt, wer geht. Wir werden bei dieser
Gelegenheit auch über einen möglichen Ko-Trainer sprechen.
Was kannten sie bisher von Willisau?
Die Ringli natürlich. Im Ernst: Ich habe ja mit Zofingen in unserer
Aufstiegssaison schon in der tollen neuen Sporthalle BBZ gespielt und verloren.
Dafür haben wir dann unser Heimspiel deutlich für uns entschieden. Ich weiss,
dass das Team in seinen Grundfesten zusammenbleibt, dass hier eine gesunde
Handball-Begeisterung herrscht.
Welche Willisauer Handball-Namen fallen Ihnen spontan ein?
Thomas Büchli natürlich. Er ist ja auch in der Handball-Leitung des Vereins
beschäftigt. Und welcher Handballer kennt ihn nicht? Und dann natürlich auch Jan
Peter, der schon den Dress des TV Zofingen getragen hat.
Wie gross ist Ihre Enttäuschung, dass Sie, ein Jahr nach dem Aufstieg in die
Nationalliga, nun mit Zofingen bereits wieder in die 1. Liga absteigen?
Ein Abstieg schmerzt immer. Aber man muss das Ganze auch in der richtigen
Relation sehen. Wir gingen ohne Verstärkung in die neue Saison. Mehr noch: Wir
haben sogar einen unserer wichtigsten Spieler verloren. Da durfte man nicht zu
viel erwarten. In der Nationalliga kann man als Aufsteiger ohne entsprechende
Verstärkung nicht bestehen. Und ohne Geld auch nicht. Es gibt Teams, etwa
Amicitia, die mehrere Profis im Team haben. Da konnten wir nicht mithalten.
Das tönt tatsächlich nicht nach grosser Enttäuschung
Nein, weil ich die Philosophie der Vereinsleitung mitgetragen habe. Die
Philosophie, ein reines Amateurteam zu bleiben.
Zurück zu Ihrem neuen Verein, dem STV Willisau. Sie haben Thomas Büchli
angesprochen. Er fiel in der vergangenen Saison schon früh aus
Sie wollen mich wohl fragen, ob ich mit ihm rechne? Natürlich hoffe ich, dass er
wieder ins Team zurückkehrt. Man hat ja in der vergangenen Saison gesehen, wie
wichtig er nach wie vor für diese Mannschaft ist. Jeder Trainer kann sich doch
glücklich schätzen, einen Spieler von seinem Kaliber zur Verfügung zu haben. Wir
müssen jetzt abwarten, ob er wieder beschwerdefrei mittun kann. Aber die
Hoffnung ist da. Und Büchlis Wille auch.