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Emotionen pur beim Derby-Klassiker


Handball, 1. Liga Männer - Willisau nimmt erfolgreich Revanche an Dagmersellen

STV Willisau - TV Dagmersellen 31:30 (16:14)

pf. In einer intensiven, spannenden und zum Schluss dramatischen Partie gelang es dem STV Willisau, sich für die Niederlage im Hinspiel zu revanchieren. Im November hatte der TV Dagmersellen im Derby-Hinspiel noch mit einem 37:25-Sieg triumphiert. Die Willisauer sannen nun zu Hause auf Revanche und traten entsprechend konzentriert auf. In einer umkämpften Partie, die trotz 23 (!) Zeitstrafen zu keiner Zeit überhart geführt wurde, setzten sich die Willisauer knapp durch und konnten vor einer tollen Zuschauerkulisse zwei Punkte einfahren.

Ausgeglichener Start

Die beiden Teams schenkten sich von Beginn weg gar nichts. Auf beiden Seiten war die Bereitschaft zu spüren, mit allen Mitteln das Zepter in die eigenen Hände zu nehmen. Der STV Willisau erzielte seine ersten Tore vor allem durch Gegenstösse. Die Gäste aus Dagmersellen ihrerseits versuchten ebenfalls mit Tempo-Handball dagegen zu halten. Nach rund einer Viertelstunde nutzten die Platzherren die leichten Vorteile, die sie sich erkämpft hatten, und gingen erstmals mit drei Toren in Führung. In der Folge flachte das Spielgeschehen ein wenig ab. Die beiden Mannschaften lieferten sich jedoch weiterhin eine hart umkämpfte Begegnung, was sich im Pausenresultat von 16:14 widerspiegelte.

Willisau legt vor, Dagmersellen kontert

Nach dem Seitenwechsel fanden die Willisauer schneller zu ihrem Spiel als der Gegner. Die Gastgeber bauten ihren Vorsprung kontinuierlich bis auf fünf Tore und zum Zwischenstand von 23:18 aus. Es schien, als ob die Mannschaft von Robert Walthert diese Partie sicher zu ihren Gunsten entscheiden könnte. Doch wie es sich für ein richtiges Derby gehört, war bis zur Schlusssirene nach 60 Minuten alles möglich. Dies war auch in dieser Partie nicht anders. Die Dagmerseller konnten nochmals zusetzen und kamen wieder bis zum 28:31 an die Willisauer heran. Was sich dann in der 59. Spielminute abspielte, passte zur hektischen Schlussphase auf dem Spielfeld.

Hektik pur zum Schluss

Die beiden Schiedsrichter, die schon während der ganzen Partie eher kleinlich pfiffen und mit übermässig vielen Zeitstrafen auffielen, hörten aufgrund der tollen Stimmung in der Halle die Sirene für ein Willisauer Time-out nicht. Sie liessen die Partie deswegen rund 20 Sekunden weiterlaufen. In dieser Zeit gelang den Dagmersellern in einem Gegenstoss das vermeintliche 29:31. Unter heftigen Protesten der Willisauer und nach Rücksprache mit den Zeitnehmern annullierten die Unparteiischen in der Folge den Treffer der Dagmerseller und setzten die Matchuhr um 20 Sekunden zurück. Am Spielfeldrand, auf den beiden Spielerbänken, kam es nun zu hitzig geführten Diskussionen. Dies, obwohl dort alle die Sirene gehört hatten. Die Dagmerseller legten darauf gegen diesen Entscheid einen Spielprotest ein, zogen diesen aber nach dem Spiel fairerweise zurück.

Willisau als verdienter Sieger

Nach langem Hin und Her konnte die hochklassige Partie dann doch noch fertig gespielt werden und fand mit dem STV Willisau einen verdienten Sieger. Obwohl die Dagmerseller zum Schluss noch bis auf ein Tor an die Willisauer herankamen, bot das Heimteam über die gesamten 60 Minuten gesehen die bessere Leistung und durfte sich von den Zuschauern als Sieger feiern lassen. Ein weiteres ereignisreiches Derby, das noch lange für einigen Gesprächsstoff sorgte, ging damit aus Willisauer Sicht erfolgreich zu Ende. pf.

BBZ Willisau. ­ 800 Zuschauer. ­ SR: Kaiser/Ramseier. ­ Strafen: 13 x 2 Minuten gegen Willisau, 10 x 2 Minuten gegen Dagmersellen. ­ STV Willisau: Lerch/M. Mehr/Schmidli; A. Felber (1), P. Felber, Hansen (2), Ph. Mehr (3), Metz (5), Peter (8), Schärli, Schneider (11/6), Stadelmann (1). ­ Coaches: Walthert, Wyss. ­ TV Dagmersellen: Lüthi/Willimann; Affentranger, Felder, Graf (1), Kurmann (5), Meier (6), Müller (2), Sutter (2), Staub (5/5), Stöckli, Theiler (3), Vogel, Wermelinger (6). ­ Coaches: Mühlemann, Graber, Luternauer

Matchballspender: Rest. Sonne, Felix Schürch, Rechtsanwalt und Notar, Julie Stauffer, Pius Stauffer, alle Willisau; Alois Portmann, Balzers; Christ AQUA ecolife AG, Edgar von Euw, Schwyz

Hauptsponsoren der Handballer: Die Mobiliar, Kreuz-Garage Willisau AG, Kunz Sport, alle Willisau; Kronoswiss, Menznau