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Willisau will noch auf den (Spitzen-)Zug aufspringen
Handball, STV Willisau - 1. Liga der Frauen, Gruppe 2
HV Herzogenbuchsee - STV Willisau, Samstag, 19. November 2005, 19.45 Uhr,
Sporthalle Mittelholz, Herzogenbuchsee
Zwar liegt der STV Willisau auf Rang vier der Tabelle. Das ist keinesfalls
schlecht. Aber die Leistungen dürften besser sein. Das findet auch
Assistenztrainerin Sabine Büchli.
von Renato Cavoli
Die Zuversicht auf Willisauer Seite vor dem Spiel am letzten Wochenende in
Crissier gegen den HBC West war gross. Mindestens so gross wie die
Niedergeschlagenheit nach der 21:25-Niederlage. «Die Gründe für das Scheitern in
der Westschweiz liegen weniger beim Gegner, als bei uns», sagt Sabine Büchli
(33), die nach der schweren Knieverletzung ihre Karriere Ende letzter Saison
beendete und nun zusammen mit Headcoach Heinz Flückiger die Geschicke des
Frauen-Fanionteams führt. «Wir sind derzeit kein richtiges Team», sagt sie. «Uns
fehlt eine Leaderin, eine, die auf dem Platz auch mal sagt, wos langgeht. Ich
vermisse auch das gegenseitige Aufmuntern, das miteinander Absprechen.
Spielerisch», so Sabine Büchli weiter, «sind wir nämlich keinesfalls schwächer
als in der letzten Saison.» Geduld ist gefragt Weil oben beschriebene Mängel
eher im Kopf der Spielerinnen zu orten sind, also nicht einfach antrainiert
werden können, heisst es aber auch Geduld zu zeigen. «Es fehlt bei uns nur ganz
wenig», ist Sabine Büchli überzeugt. «Ich bin überzeugt, dass wir mit den
Spitzenteams mithalten können, wenn wir unser ganzes Potenzial abrufen. Und
vielleicht kristallisiert sich ja in in den kommenden Partien eine Spielerin
heraus, welche auf dem Platz eine Führungsrolle übernehmen kann.» Propaganda für
das Derby Das morgige Spiel in Herzogenbuchsee und das darauf folgende Derby zu
Hause gegen Malters/Menznau sind Schlüsselpartien für die Willisauerinnen. «Wenn
wir aus diesen beiden Spielen einen maximalen Ertrag holen, sind wir vorne
wieder bei den Leuten», sagt Sabine Büchli. «Und das muss unser Ziel sein.
Die Saison dauert zwar noch lange, und es kann folglich noch zu diversen
Verschiebungen in der Tabelle kommen. Aber irgendwann ist die Zäsur in der
Tabelle da und der Zug nach vorne ist abgefahren. Wir aber haben noch immer die
Möglichkeit, auf diesen Zug aufzuspringen. Und diese Chance wollen wir packen.»
Der morgige Gegner Herzogenbuchsee ist in dieser Saison deutlich stärker
einzustufen, was auch der aktuelle zweite Rang belegt. Der STV Willisau muss
sich also gegenüber dem Spiel in Crissier mächtig steigern, wenn er punkten
will. Ein Sieg im Bernbiet beim ehemaligen Team von Sandra Aebi, Renate Hofer,
Karin Wirth und Sabine Büchli wäre natürlich auch beste Propaganda für das
Heimspel vom 27. November gegen Leader Malters/Menznau.