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Altbekannte Schwächen


Handball, 1. Liga, Frauen

HBC West - STV Willisau 25:21 (16:9)

Die Willisauerinnen traten am vergangenen Samstag in Crissier gegen den HBC West an. Den 19:17-Sieg aus der Vorrunde vermochten sie aufgrund ihrer altbekannten Schwächen ­ zu viele Eigenfehler, zu wenig Geduld und mangelnde Chancenauswertung ­ nicht zu wiederholen.

ebü. Willisauer Mühe mit der Westschweizer Wucht Zusätzlich kam in der Westschweiz eine ungenügende Verteidigungsleistung hinzu. Dies wurde schnell durch die baldige 2:0-Führung der Gastgeberinnen ersichtlich. Willisau reagierte darauf ebenfalls mit schön erzielten Toren zum 2:2-Ausgleich. Von da an sollten die Handballerinnen des STV Willisau jedoch nur noch einem immer grösser werdenden Rückstand hinterherjagen. Die Manndeckung auf eine der schussstarken welschen Rückraumspielerinnen zeigte bloss eine mässige Wirkung. Durch zahlreiche Penaltys kam diese trotzdem zum Torerfolg und den Rest übernahmen ihre Teamkolleginnen. Die Flückiger-Truppe hatte nämlich ihre liebe Mühe damit, die mit viel Wucht angreifenden Waadtländerinnen zu bremsen. Durch die vielen Patzer in der Abwehr gerieten die Grafenstädterinnen auch im Angriff aus dem Konzept. Wie schon in so vielen Spielen zuvor, waren Ballverluste durch ungenaues Zuspiel und halbherzige Abschlüsse die bittere Folge. Zur Pause stand es bereits 16:9 für den HBC West.

In der Kabine machte Trainer Heinz Flückiger «seinen» Frauen unmissverständlich klar, dass mit mehr Geduld und Konzentration die zwei Punkte noch zu holen seien. Nach dem Wiederanpfiff war in der Verteidigung dann zeitweise auch ein Aufwärtstrend festzustellen. Immerhin konnten die Willisauerinnen bis zum 19:15 verkürzen. Danach war aber die Luft endgültig draussen. Gegen Ende der Partie liessen die Westschweizerinnen wegen des bereits vorentscheidenden Resultats leichtsinnig noch ein paar Treffer des STVW zu. Schlussendlich bedeutete dies eine 21:25-Niederlage.

Geburtstagsfeier als Trostpflaster

Die Enttäuschung darüber war gross, musste man doch den weiten Heimweg ohne Punkte antreten und mit dem Wissen sich wieder auf dem 4. Tabellenplatz zu befinden. Zu feiern hatten die Willisauerinnen wenigstens den 17. Geburtstag des Mannschafts-Nesthäkchens Lea Schaller. Erneut zeigte der STV Willisau nicht sein wahres Können. Mit grösster Dringlichkeit müssen die Willisauerinnen ihr Zusammenspiel wieder finden. Denn nur mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung können sie ihre vorhandenen Stärken, wie den unbändigen Kampfgeist und den Siegeswillen, wieder abrufen.

Herzogenbuchsee wartet

Am nächsten Samstag (19.45 Uhr) sind die Willisauerinnen zu Gast beim HV Herzogenbuchsee, dem Ex-Verein der drei Bernerinnen (Sandra Aebei, Karin Wirth, Renate Hofer) im Team. Das Team von Heinz Flückiger hat nach der Vorrundenniederlage gegen diesen Gegner noch eine Rechnung offen und will diese auf souveräne Weise auch begleichen. Dass es gegen die starken Bernerinnen aber eine Topleistung braucht, um punkten zu können, ist klar. Wichtig wird sein, dass das Team von der ersten Minute an hellwach ist. Denn Herzogenbuchsee ist in dieser Saison ein 1.-Liga-Spitzenteam, das allfällige Schwächen des Gegners schonungslos auszunützen versteht.

Salle de Marcolet, Crissier. ­ 50 Zuschauer. ­ Strafen: 3 x 2 Minuten gegen Willisau, 4 x 2 Minuten gegen West. ­ Willisau: Sandra Aebi, Simone Cranz (hält 1 Penalty); Evi Bühler, Nicole Bühler (1), Sybille Gerber (1), Renate Hofer (6), Eliane Koller (1), Jacqueline Lipp (1), Helene Lipp, Lea Schaller, Nadja Schurtenberger (3), Karin Wirth (8/1). ­ Coach: Heinz Flückiger. ­ Torfolge: 2:0, 5:2, 10:5, 16:9, 17:11, 18:13, 20:15, 23:17, 25:21

Hauptsponsoren der Handballerinnen: Die Mobiliar, Kreuz-Garage Willisau AG, Kunz Sport, alle Willisau; Kronoswiss, Menznau