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Sabine Büchli: Das Ende einer tollen Karriere
Handball, STV Willisau
von Renato Cavoli
In der vergangenen Saison holten sich Thomas und Sabine Büchli je den Titel
eines Torschützenkönigs beziehungsweise einer -königin in der 1. Liga. Eine wohl
einmalige Konstellation. Die 32-jährige Sabine Büchli überlegte sich schon
damals, ob es aus beruflichen, familiären und altersbedingten Umständen Sinn
macht, noch ein Jahr anzuhängen. Die Mutter des 4-jährigen Brian «packte» es
aber noch einmal. Zur Freude des Frauen-Fanionteams und der beiden Trainer
Ernesto Piazza und Heinz Flückiger.
Doch die Freude währte nicht lange. Schon in einer der ersten Partien dieser
Saison verletzte sich die beste Handballerin des STV Willisau schwer.
«Kreuzband- und Innenbandriss am rechten Knie», lautete die medizinische
Diagnose, welche gleichzeitig auch das vorzeitige Saisonende für die im
Aussendienst bei der Swisscom arbeitenden Sabine Büchli bedeutete. Und die
Hiobsbotschaften hörten nicht auf. Die Ärzte stellten gleichzeitig eine
zertrümmerte Gelenkkapsel im rechten Knie fest.
«so weh es auch tut»
«Das war schon sehr viel auf einmal», sagt Sabine Büchli. «Und mit diesen
gravierenden Verletzungen trat der Handballsport für mich relativ schnell in den
Hintergrund. Natürlich wollte ich im ersten Moment noch nicht glauben, dass es
ein für allemal Schluss ist mit meinem Sport. Aber irgendwann bist du dann auch
mental soweit, dass du diesen harten und endgültigen Entscheid akzeptieren
kannst. So weh es auch tut.»
Im Klartext: Sabine Büchli, zusammen mit der vor einem Jahr zurückgetretenen
Margrit Bieri-Sidler die renommierteste Handballerin unserer Region, wird nicht
mehr als Aktive auf die Spielfelder zurückkehren. «Jetzt», sagt Sabine Büchli,
«geht es vor allem darum, mit gezielter und gelenkschonender Therapie wieder ein
normales und schmerzloses Laufen zu ermöglichen.» Der Handballsport, und
speziell das Frauen-Fanionteam des STV Willisau, lassen Sabine Büchli aber nicht
los. «Rang zwei hinter Leader GTV Basel ist eine hervorragende Platzierung. Wenn
wir diesen Rang halten können, haben wir unser Ziel mehr als bloss erreicht.»
Sabine Büchli freut sich an den Fortschritten der Jungen, mahnt aber zur Geduld:
«Man darf jetzt nicht erwarten, dass eine junge Spielerin gleich in die Rolle
der Teamleaderin schlüpft.»
Geduld wünscht Sabine auch ihrem Ehemann Thomas, der aus Verletzungsgründen
derzeit ebenfalls nicht ins Handballgeschehen eingreifen kann. «Ich hoffe und
wünsche es ihm, dass er es nochmals schafft und aufs Spielfeld zurückkehren
kann.»