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Eine aus dem «Bochsi»-Quartett


Handball, 1. Liga der Frauen - Renate Hofer vom STV Willisau

Samstag, 18 Uhr (SPZ-Halle): STV Willisau ­ Basel Regio

In der 7. Runde empfängt das Willisauer Fanionteam der Frauen morgen Samstag die schwächere von zwei Basler Equipen.

von Renato Cavoli

Die Resultatprognose kommt nach einem kurzen Zögern: «Ich tippe auf einen 28:17-Sieg», sagt Renate Hofer. «Aber um das zu erreichen, müssen wir wieder sehr konzentriert und effizient spielen». Renate Hofer ist eine der beiden aus Herzogenbuchsee stammenden, für diese Saison verpflichteten Willisauer Verstärkungen. Mit Karin Wirth und den schon länger beim STVW spielenden Sandra Aebi und Sabine Büchli bildet sie das «Bochsi-Quartett» im Luzerner Hinterland. Alle vier trugen einst den Dress von Herzogenbuchsee. Dass eine 38-jährige Frau noch einmal einen Transfer in eine doch etwas entferntere Region vornimmt, mag erstaunen. Aber Renate Hofers Erklärung tönt einleuchtend. «Ich spiele ganz einfach noch immer gerne Handball. In Herzogenbuchsee hatte ich nicht mehr jenes Umfeld, das mir passt. Und die Willisauer bemühten sich schon frühzeitig um mich. Und», so Renate Hofer weiter, «Sandra Aebi, Karin Wirth und ich bilden nun zwei- bis dreimal die Woche eine Fahrgemeinschaft ins Luzerner Hinterland. Das macht die Fahrerei kurzweilig und machbar.»

Die Freude am Handball

Ernesto Piazza, der zusammen mit Heinz Flückiger die Willisauerinnen trainiert, wird solche Worte gerne vernehmen. Denn nach dem Rücktritt von Margrit Bieri fehlte auf Linksaussen nicht nur eine routinierte, sondern auch eine individuell starke Persönlichkeit. Renate Hofer deutete schnell an, dass sie gewillt war, sich ins Team des STVW zu integrieren. Wie Margrith Bieri besticht auch sie durch ihr gutes Auge und ihre Freude am Handball. «Ich bin halt immer noch sehr ehrgeizig», sagt sie, die zuletzt bei Herzogenbuchsee II in der zweiten Liga spielte. Und die dort die 1. Liga vermisste, wie sie erzählt. Was kaum verwundert. Immerhin spielte sie mehrere Jahre bei Thun in der Nationalliga A. «Ich hätte das Niveau in der 1. Liga eigentlich noch etwas höher erwartet», sagt sie. «Aber wichtig ist, dass wir Erfolg haben und der Teamgeist stimmt. Wir haben bisher nur gegen Spitzenreiter GTV Basel verloren, mussten aber damals auf einige Leistungsträgerinnen verzichten. Wenn bei uns alle fit sind, können wir auch diese Mannschaft schlagen.»

Ehemann Felix als Stütze

Renate Hofer, verheiratet und Mutter von Muriel (6) und Lars (4), hat für sich selber ein Umfeld geschaffen, welches das handballerische Pendeln zwischen ihrem Wohnort Thörigen und der sportlichen Wirkungsstätte Willisau ermöglicht. «Mein Mann Felix ist mir da eine sehr grosse Stütze. Natürlich muss man als Mutter, Hausfrau und Teilzeit-Arztgehilfin viel organisieren, wenn man dazu noch auf 1.-Liga-Stufe Handball spielen will. Aber es geht. Und ich kann mir sogar hie und da ein wenig Zeit nehmen, um meinen anderen Hobbys, dem Kochen und Backen, zu frönen.» Wenn morgen Samstag Basel Regio in der SPZ-Halle zu Gast ist, wird Renate Hofer wieder versuchen, «anzugreifen und Tore zu schiessen. Denn das ist für mich das Schönste am Handball. Und in Willisau kann ich auch meine Erfahrung an die vielen jungen und talentierten Mitspielerinnen weitergeben.»