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«Werden den Rank finden»


Handball, 1. Liga der Männer,

HC Horgen II ­ STV Willisau, Samstag, 20 Uhr, Sporthalle Waldegg, Horgen

rec. Der STV Willisau bestreitet morgen Samstag sein Auswärtsspiel in Horgen. Wir unterhielten uns mit STVW-Cheftrainer Robi Walthert.

Wie hat das Tean, wie haben Sie und Co-Trainer Ruedi Wyss auf die Derby-schlappe gegen Dagmersellen reagiert?

Robi Walthert: Die Spieler hatten Gelegenheit, vor dem Montagstraining den «Kropf» zu leeren, beziehungswiese ihre Sicht der Dinge darzulegen. Dabei kam heraus, dass die Mannschaft erkannt hat, in Dagmersellen zu früh aufgegeben zu haben. Und dass man auch bei einem 5-Tore-Rückstand weiterkämpfen muss. Und selbstverständlich haben wir über unsere schwache Abwehrleistung geredet. Die Spieler sahen ein, dass man so auf Stufe 1. Liga kein Spiel gewinnen kann.

Würden Sie als Trainer heute irgendetwas in der Vorbereitung auf das Derby ändern?

Nein. Aufgrund der gebotenen personellen Situation haben wir uns optimal vorbereitet. Das haben auch die Spieler selbst so gesehen, wobei sie festhielten, dass auch ihre individuelle Vorbereitung gut war. Wir haben in Dagmersellen ganz einfach einen schwarzen Tag eingezogen.

Gab es im Derby auch Fehler im Coaching?

Wir gewinnen und verlieren als Team. Und die Trainer sind ein Teil des Teams, das ist klar. Aber ich denke, dass ich, vorausgesetzt, ich habe wieder die genau gleiche personelle Situation, wieder gleich coachen würde. Wir haben von der Bank aus einiges versucht. Die Flügel Jan Peter und Beat Greber wechselten in den Aufbau, wir haben das System gewechselt, usw. Aber irgendwie waren uns die Hände gebunden.

Vor der Saison sagten sie, dass ihr Team eventuell erst nach einigen Partien in Form sein werde. Nun verhält es sich umgekehrt: Ihr Team startete optimal, dafür ist man jetzt in ein kleines Zwischentief geraten.

Mich überrascht das allerdings nicht. Uns fehlten zuletzt mit Mirco Stadelmann und Dani Schneider ganz wichtige Elemente. Dazu ist Thomas Büchli zurzeit angeschlagen. Das wirkt sich vor allem auf die Verteidigungsarbeit aus. Ich bin aber überzeugt, dass wir in Dagmersellen unseren absoluten Tiefpunkt erreicht haben.

Keine Angst, dass sich die Baisse zu einem veritablen Tief ausweitet?

Nein. Nach der Besprechung am Montag und unter dem Eindruck des letzten Trainings bin ich überzeugt, dass wir den Rank wieder finden.

Am besten schon morgen in Horgen...

Das wünsche ich mir. Aber wir müssen aufpassen. Horgen ist eine sehr junge und kämpferisch starke Mannschaft. Ein Blick auf die Rangliste zeigt, dass es zu einer sehr engen Angelegenheit werden könnte. Wir müssen auf hohem Niveau spielen und kämpfen.

Wie siehts an der Personalfront aus?

Ich hoffe dass Mirco Stadelmann nach dem RS-Abschluss wieder mittun kann. Dani Schneider und Thomas Büchli sind weiter fraglich.