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(K)ein Derby wie jedes andere
Handball - 1. Liga der Männer, Gruppe 2
Samstag, 18 Uhr, Chrüzmatt: TV Dagmersellen STV Willisau
Willisau ist Favorit Dagmersellen der Aussenseiter. Doch was heisst das schon,
wenn die beiden alten Rivalen zum ersten ihrer beiden Derbys aufeinandertreffen
rec./gr. Lorenz Mühlemann, einer der beiden Trainer des TV Dagmersellen,
richtete seinen Blick schon kurz nach der Niederlage vom vergangenen Samstag
gegen Rothrist Richtung Derby. «Wir spielen derzeit nicht das, was wir können.
Uns fehlt ein Leadertyp. Aber allein die Afiche ÐWillisauð ist eine genügend
grosse Motivation für meine Spieler. Ich erwarte einen grossen Kampf beider
Mannschaften. Und einen TVD, der die Rolle des Aussenseiters wahrnimmt und
frisch von der Leber weg spielt. Willisau ist ganz klar zu favorisieren. Auch
wenn dieses Team am letzten Sonntag gegen Wollishofen/Kilchberg auch nicht über
ein Remis hinauskam.»
Der TVD hat bis jetzt noch nicht wirklich überzeugt und zuletzt zwei
schmerzliche Niederlagen gegen keinesfalls übermächtige Gegner hinnehmen müssen.
Wer aber die Statistik der letzten Partien der beiden Derby-Kontrahenten zur
Hand nimmt, stellt fest, dass der TVD den STVW in den zwei vorhergegangenen
Saisons in vier Spielen drei Mal geschlagen hat. Es ist also noch gar nichts
gewonnen für Willisau ohne jetzt die Plattitüde von den speziellen
Derby-Gesetzen bemühen zu wollen. Bei den Dagmersellern werden Reto Meier und
Rafael Stöckli (beide verletzt) wohl nicht mittun können.
«Zurückbuchstabiert»
Und der STV Willisau? Robi Walthert, der Cheftrainer, hat das schlechte Spiel
vom letzten Sonntag gegen Wollishofen/Kilchberg abgehakt. «Wir haben diese Woche
zurückbuchstabiert und uns an das erinnert, was wir uns für diese Saison
vorgenommen haben. Konstruktiv und attraktiv Handball spielen und aggressiv
verteidigen. Genau das wollen wir in Dagmersellen auch wieder umsetzen.» Der
zuletzt angeschlagene Thomas Büchli (Rücken- und Ellbogenprobleme) wird sich das
Derby kaum entgehen lassen. Und auch auf Mirco Stadelmann hofft Robi Walthert.
«Ich hoffe, dass er sich von seiner Grippe erholt hat und wieder mittun kann. Er
fehlte uns im letzten Spiel vor allem in der Abwehr sehr stark.»
Und wer gewinnt nun dieses Derby? «Ganz einfach», sagt Robi Walthert. «Wer seine
Kampfmaschine auf der höheren Tourenzahl laufen lässt!» Na denn !